
Elektro-Fiasko: ZF Friedrichshafen versenkt Millionen in gescheiterten E-Auto-Projekten

Die deutsche Automobilindustrie erlebt einen weiteren Tiefschlag. Der traditionsreiche Autozulieferer ZF Friedrichshafen rutscht tief in die roten Zahlen – und schuld daran ist ausgerechnet jene Technologie, die von der Politik jahrelang als Heilsbringer gepriesen wurde: die Elektromobilität. Was sich hier offenbart, ist nichts weniger als das Scheitern einer ideologiegetriebenen Industriepolitik.
Milliardengrab E-Mobilität: Wenn politische Träume auf wirtschaftliche Realität treffen
Der Stiftungskonzern vom Bodensee hat sich mit mehreren Kunden darauf geeinigt, diverse Elektroauto-Projekte vorzeitig zu beenden. Der Grund ist so simpel wie ernüchternd: Die erwartete Profitabilität blieb aus, weil der vielgepriesene Hochlauf der E-Mobilität schlichtweg nicht stattfindet. Die Konsequenz dieser Fehleinschätzung schlägt nun mit voller Wucht in den Büchern durch – eine massive Einmalbelastung drückt das Unternehmen für das Jahr 2025 in einen buchhalterischen Verlust.
Finanzchef Michael Frick versucht, der bitteren Pille einen süßen Überzug zu verpassen. Der Schritt befreie ZF von Altlasten und schaffe die Grundlage für neue Handlungsspielräume, so seine Worte. Doch hinter dieser geschliffenen Konzernrhetorik verbirgt sich eine unbequeme Wahrheit: Hier wurden Millionen in Projekte gepumpt, die auf politischen Wunschvorstellungen statt auf marktwirtschaftlicher Vernunft basierten.
Der Sparkurs zeigt Wirkung – aber zu welchem Preis?
Immerhin gibt es einen kleinen Lichtblick im Dunkel der Krise. Operativ lief das vergangene Geschäftsjahr besser als erwartet. Die bereinigte Gewinnmarge liegt mit deutlich mehr als vier Prozent über der selbstgesteckten Spanne von drei bis vier Prozent. Der Barmittelzufluss erreichte mit über einer Milliarde Euro sogar das Doppelte der ursprünglichen Prognose. Doch diese Zahlen wurden nicht durch Innovation oder Wachstum erreicht, sondern durch einen brutalen Sparkurs.
ZF-Chef Mathias Miedreich gibt sich optimistisch und spricht von Anlass zur Zuversicht. Die Maßnahmen zur Neuausrichtung würden greifen, verkündet er. Doch was bedeutet diese Neuausrichtung konkret? Sie bedeutet vor allem eines: massiven Stellenabbau.
14.000 Arbeitsplätze auf der Kippe
Im Herbst 2025 einigte sich das Unternehmen mit dem Betriebsrat auf einen sogenannten Sanierungspakt für die Antriebssparte. Allein auf diese Sparte entfällt mehr als die Hälfte des bereits 2024 angekündigten Abbaus von 14.000 Stellen. Das sind 14.000 Familien, deren Existenzgrundlage auf dem Spiel steht. Das sind 14.000 Menschen, die den Preis für eine verfehlte Industriepolitik zahlen müssen.
Doppelte Belastung: Krise und Schuldenberg
Als wäre die allgemeine Krise in der Automobilindustrie nicht schon belastend genug, kämpft ZF zusätzlich mit einem gewaltigen Schuldenberg. Nach großen Übernahmen in der Vergangenheit ist der Konzern hoch verschuldet. Diese finanzielle Bürde schränkt den Handlungsspielraum erheblich ein und macht das Unternehmen besonders anfällig für konjunkturelle Schwankungen.
Die Situation bei ZF ist symptomatisch für die gesamte deutsche Zuliefererindustrie. Jahrelang wurde den Unternehmen eingeredet, sie müssten alles auf die Karte Elektromobilität setzen. Milliarden wurden in Forschung und Entwicklung gesteckt, Produktionslinien umgestellt, Mitarbeiter umgeschult. Und nun? Nun zeigt sich, dass der Markt diese Produkte schlichtweg nicht in dem Maße nachfragt, wie es die politischen Propheten vorhergesagt hatten.
Ein Lehrstück über ideologiegetriebene Wirtschaftspolitik
Was wir hier beobachten, ist das direkte Ergebnis einer Politik, die wirtschaftliche Entscheidungen nicht dem Markt überlässt, sondern ideologisch vorgibt. Die grüne Transformation wurde mit Subventionen und Regulierungen vorangetrieben, ohne Rücksicht auf die tatsächliche Nachfrage der Verbraucher. Die Zeche zahlen nun die Unternehmen und ihre Mitarbeiter.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der gewaltigen Aufgabe, die Scherben dieser Politik aufzukehren. Es bleibt zu hoffen, dass künftig wieder marktwirtschaftliche Prinzipien und nicht politische Wunschvorstellungen die Richtung der deutschen Industrie bestimmen. Denn eines hat das Beispiel ZF eindrucksvoll bewiesen: Gegen den Markt lässt sich auf Dauer nicht regieren – und schon gar nicht wirtschaften.
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