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Kettner Edelmetalle
19.02.2026
20:59 Uhr

Endlich eine Stimme für den Osten? Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung geht an den Start

Dreieinhalb Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung wagt sich ein neues Medienprojekt auf den deutschen Zeitungsmarkt – und es kommt ausgerechnet von dort, wo man es am wenigsten erwartet hätte: aus dem Osten der Republik. Seit dem 19. Februar 2026 erscheint die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung (OAZ), ein Blatt, das sich nichts Geringeres vorgenommen hat, als die journalistische Landschaft Deutschlands aufzumischen. Ein ambitioniertes Vorhaben in Zeiten, in denen Zeitungssterben kein Schlagwort mehr ist, sondern bittere Realität.

Ein Medium gegen den Mainstream?

Die Gründer der OAZ – allen voran die Verleger Silke und Holger Friedrich, die bereits die Berliner Zeitung in den vergangenen Jahren grundlegend umgebaut haben – versprechen einen Journalismus, der sich nicht dem Diktat „entrückter Eliten" beugt. Man wolle die Realität abbilden, wie sie ist, nicht wie sie von ideologisch gefärbten Redaktionsstuben gewünscht werde. Ein Anspruch, der aufhorchen lässt. Denn wer die deutsche Medienlandschaft der letzten Jahre beobachtet hat, der weiß: Zwischen Haltungsjournalismus und betreuter Meinungsbildung klafft eine gewaltige Lücke, die Millionen von Bürgern zunehmend frustriert.

Dass ausgerechnet der Osten Deutschlands diese Lücke füllen will, entbehrt nicht einer gewissen historischen Ironie. Jene Menschen, die vor 1989 unter staatlich gelenkter Propaganda litten, die den Unterschied zwischen Wahrheit und Verlautbarung am eigenen Leib erfahren haben, trauen sich nun, dem gesamtdeutschen Medienbetrieb den Spiegel vorzuhalten. Man könnte sagen: Wer einmal die Pravda ertragen musste, entwickelt ein feines Gespür dafür, wenn Berichterstattung zur Belehrung verkommt.

Der Osten als journalistisches Korrektiv

Die Macher der OAZ betonen, ihr Blatt solle keineswegs nur für ostdeutsche Leser relevant sein. Im Gegenteil: Was dem Osten seit der Wiedervereinigung gefehlt habe – eine authentische, unabhängige Stimme – fehle dem ganzen Land. Eine Diagnose, der man kaum widersprechen kann. Denn die Vertrauenskrise der etablierten Medien ist längst kein ostdeutsches Phänomen mehr. Von Hamburg bis München, von Köln bis Berlin – überall wächst die Skepsis gegenüber einer Berichterstattung, die allzu oft den Eindruck erweckt, sie diene eher der Erziehung des Publikums als dessen Information.

Dass die Neugründung eines Printmediums in der heutigen wirtschaftlichen Lage einem Kraftakt gleichkommt, steht außer Frage. Der deutsche Zeitungsmarkt schrumpft seit Jahren, Anzeigenerlöse brechen weg, und die Digitalisierung hat das Leseverhalten fundamental verändert. Umso bemerkenswerter ist der Mut der Verleger, die offenbar an einen Markt glauben, den andere längst aufgegeben haben. Ob dieser Mut belohnt wird, bleibt abzuwarten.

Ein Zeichen gegen die mediale Gleichschaltung

Die OAZ tritt an mit dem Versprechen, „die Mächtigen tatsächlich zu kontrollieren und die Verantwortlichen beim Namen zu nennen". Ein hehres Ziel, das in der Theorie selbstverständlich klingt, in der Praxis aber offenbar zur Seltenheit geworden ist. Gerade in Zeiten, in denen die Bundesrepublik vor enormen Herausforderungen steht – von der wirtschaftlichen Stagnation über die unkontrollierte Migration bis hin zur galoppierenden Staatsverschuldung durch immer neue Sondervermögen – braucht dieses Land Medien, die unbequeme Fragen stellen. Medien, die nicht reflexartig die Regierungslinie nachbeten, sondern kritisch hinterfragen, wohin die Reise geht.

Ob die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung diesem Anspruch gerecht werden kann, wird sich zeigen müssen. Die Skepsis ist berechtigt, denn große Versprechen hat die Medienbranche schon viele gemacht. Doch allein die Tatsache, dass sich jemand traut, gegen den Strom zu schwimmen, verdient Respekt. Deutschland braucht mehr Meinungsvielfalt, nicht weniger. Und wenn diese Vielfalt ausgerechnet aus dem Osten kommt – jenem Teil des Landes, der von westdeutschen Eliten jahrzehntelang belächelt und bevormundet wurde – dann hat das eine Symbolkraft, die weit über den Journalismus hinausreicht.

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