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Enteignungs-Pläne in Berlin: Banken warnen vor teureren Baukrediten!

Enteignungs-Pläne in Berlin: Banken warnen vor teureren Baukrediten!
Symbolbild: KI-generiert

In Berlin wollen Linke, Grüne und SPD große Wohnungskonzerne vergesellschaften, und die Immobilienfinanzierer schlagen Alarm. Der Verband Deutscher Pfandbriefbanken (VDP) warnte am 22. Oktober 2026, die Pläne könnten Kredite für alle verteuern, auch für Familien, die sich ein eigenes Haus bauen wollen. Die Leidtragenden wären demnach ausgerechnet die Menschen, denen die Politik helfen will.

Der Wahlsieg der Linken hat Folgen

Bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September wurde die Linke mit 25,7 Prozent zum ersten Mal stärkste Kraft in der Hauptstadt. Die CDU stürzte auf 18,8 Prozent ab, die SPD landete bei kläglichen 12,1 Prozent. Laut amtlichem Endergebnis kommen Linke, Grüne und SPD gemeinsam auf 91 der 153 Sitze.

Im Sondierungspapier der drei Parteien steht nun, was viele Investoren befürchtet hatten. Private Wohnungsunternehmen mit mehr als 10.000 Wohnungen in Berlin sollen gegen Entschädigung vergesellschaftet werden. Die Linke begründet das so: Niedrige Mieten in landeseigenen Beständen würden den gesamten Markt dämpfen.

„Kein einziger Quadratmeter“ mehr Wohnraum

VDP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt hält dagegen. Der Verband vertritt rund 50 Immobilienfinanzierer, darunter Deutsche Bank, Commerzbank und Sparkassen. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Pläne würden die Wohnungsnot noch schlimmer machen, weil so kein neuer Wohnraum entstehe und private Geldgeber vertrieben würden. Sein Fazit:

„Mieter sind letztlich die eigentlichen Geschädigten dieser Politik.“

Besonders heikel ist aus Sicht des Verbands ein Punkt im Konzept der Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“. Dort ist vorgesehen, dass Grundschulden bei einer Vergesellschaftung ersatzlos entfallen. Damit wären die Sicherheiten der Banken plötzlich wertlos. Tolckmitt sagte, das lege „die Axt an die kostengünstige besicherte Immobilienfinanzierung“. Auch private Haushalte müssten dann merklich höhere Zinsen zahlen.

Vertrauen als Währung

Laut Tolckmitt halten sich Banken schon jetzt beim Wohnungsbau zurück, allein wegen der laufenden Debatte. Er nennt die Berliner Pläne ein fatales Signal für den ganzen Standort Deutschland. Es gehe um das Vertrauen in die Verlässlichkeit des Rechts- und Wirtschaftssystems. Werde die Vergesellschaftung tatsächlich umgesetzt, sei dieses Vertrauen dahin.

Das ist keine Übertreibung von Lobbyisten. Artikel 15 des Grundgesetzes erlaubt die Vergesellschaftung zwar, wurde aber seit 1949 noch nie angewendet. Berlin will damit eine Grenze überschreiten, die bisher keine Regierung angetastet hat. Beim Volksentscheid 2021 stimmte eine Mehrheit der Berliner dafür. Der Schaden für den Ruf des Standorts entsteht aber schon durch die Ankündigung, noch bevor ein Gesetz beschlossen ist.

Berlin handelt, Merz wartet ab

Bemerkenswert ist, wie wenig bisher in Berlin-Mitte passiert ist. Die Spitzen von Union und SPD haben sich schon im Juli darauf verständigt, Vergesellschaftungen auf Landesebene per Bundesgesetz auszuschließen. Einen Gesetzentwurf gibt es bis heute nicht, nur einen Beschluss des Koalitionsausschusses. Tolckmitt fordert deshalb eine „zügige bundespolitische Klärung“. Jeder Monat der Unsicherheit schade dem Bild Deutschlands bei Investoren in aller Welt.

Die Lage ist zudem pikant: In Berlin will die SPD die Enteignungen mittragen, im Bund will dieselbe Partei sie verbieten. Wer bei dieser Doppelstrategie noch Planungssicherheit sieht, braucht viel Optimismus.

Was Bürger daraus lernen

Der Streit zeigt, wie schnell politische Mehrheiten scheinbar sichere Werte in Frage stellen können: Eigentum, Kreditsicherheiten und Renditen. Viele Sparer setzen deshalb zusätzlich auf physisches Gold und Silber. Edelmetalle sind keine Forderung gegenüber Dritten und können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen helfen, sich gegen politische Unwägbarkeiten abzusichern.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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