
Europas fatale Selbstisolation: Wie der alte Kontinent den Anschluss an die Weltpolitik verliert

Es war ein Satz, der vor knapp drei Jahren noch wie eine Selbstverständlichkeit klang: „Russland hat sich vollständig von Europa entfremdet und ist auf der Weltbühne isoliert", verkündete EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Februar 2023 mit der ihr eigenen Überzeugung. Heute, im Januar 2026, wirkt diese Aussage wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Denn die bittere Wahrheit ist eine gänzlich andere: Nicht Moskau steht isoliert da – sondern Brüssel.
Das zerbrochene Narrativ vom guten Westen
Die geopolitische Landschaft hat sich fundamental verschoben, und Europa scheint dies schlicht verschlafen zu haben. US-Präsident Donald Trump führt einen Handelskrieg gegen den alten Kontinent, droht offen mit der Annexion Grönlands und interveniert militärisch in Venezuela. Die klare Trennung zwischen „Gut" und „Böse", auf der die europäische Außenpolitik jahrzehntelang fußte, existiert schlichtweg nicht mehr. Es geht nicht um Moral – es geht um knallharte geopolitische Interessen.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni brachte es zu Jahresbeginn auf den Punkt, als sie einer Journalistin entgegnete: „Was bedeutet es, dass wir Abstand von Amerika nehmen sollen? Aus der Nato austreten, den Amerikanern die Militärbasen entziehen, McDonald's angreifen?" Eine rhetorische Frage, die den Kern des europäischen Dilemmas offenlegt. Während Meloni pragmatisch nach „Lichtblicken" sucht, verharrt der Rest Europas in moralischer Selbstgefälligkeit.
Die Doppelmoral der deutschen Politik
Besonders entlarvend war der Auftritt des ehemaligen Grünen-Politikers Omid Nouripour bei Maybrit Illner. Auf die Frage, ob es nicht dasselbe sei, wenn die USA wie Russland das Völkerrecht brechen, antwortete er, dies treffe juristisch zu, greife politisch jedoch zu kurz. „Es geht auch um Politik und darum, dass wir Abhängigkeiten haben." Eine bemerkenswerte Aussage von jemandem, dessen Partei 2022 ohne Zögern die deutsche Energieversorgung opferte, um vermeintlich moralisch integer zu bleiben.
Derweil bereitet die EU bereits ihr 20. Sanktionspaket gegen Russland vor – offenbar in der festen Überzeugung, dass die vorangegangenen 19 ihren Zweck erfüllt hätten. Man fragt sich unwillkürlich: Wer isoliert hier eigentlich wen?
Russlands neue Allianzen – Europas Stillstand
Während Europa Erklärungen abgibt und Sanktionspakete schnürt, hat Russland seine internationalen Partnerschaften systematisch ausgebaut. Aus den BRICS-Staaten ist BRICS+ geworden: Zu Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika gesellten sich Ägypten, Äthiopien, Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indonesien. Zusammen repräsentieren diese Länder rund 3,3 Milliarden Menschen – mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung.
Die Reaktion Europas auf diese tektonischen Verschiebungen? Das Kanzleramt erklärte zur amerikanischen Intervention in Venezuela, die Lage sei „komplex". In Grönland entsandte Deutschland Soldaten zu einer „Erkundungsmission", die nach der Ankündigung massiver US-Zölle gegen Grönland-Kritiker umgehend wieder abreisten. Das Erkundungsergebnis sei so, dass „alle zufrieden sind und nun in Deutschland ausgewertet wird", so ein Bundeswehrsprecher. Was genau ausgewertet wird, bleibt im Dunkeln – der Flughafen von Nuuk?
Die Absurdität europäischer Außenpolitik
Die Groteske erreicht ihren Höhepunkt, wenn man bedenkt, dass der syrische Machthaber Ahmed al-Schaara – ein ehemaliges Al-Kaida-Mitglied – heute im Westen hofiert wird, während er Kurden und Christen in seinem Land verfolgt. So viel zum Thema „Gut" und „Böse".
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, die kürzlich in Berlin den CDU-Politiker Armin Laschet mit Verteidigungsminister Boris Pistorius verwechselte, schrieb derweil auf X, man könne Grönlands Sicherheit „innerhalb der Nato besprechen". Damit übernahm sie ausgerechnet Trumps Narrativ, die USA müssten Grönland vor russischem Zugriff sichern.
„Da Norwegen sich entschieden habe, ihm den Friedensnobelpreis nicht zu verleihen, obwohl er acht Kriege und mehr beendet habe, fühle er sich nicht länger verpflichtet, ausschließlich an den Frieden zu denken."
So formulierte es Trump in einem Brief an den norwegischen Ministerpräsidenten. Bemerkenswert offen, bemerkenswert ehrlich – und bemerkenswert anders als das europäische Geschwurbel.
Die Stunde der Edelmetalle
In Zeiten solch fundamentaler geopolitischer Umwälzungen zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Vermögenssicherung. Während politische Bündnisse zerbrechen und Währungen unter dem Druck von Handelskriegen schwanken, bleibt Gold das, was es seit Jahrtausenden ist: ein Anker der Stabilität in stürmischen Zeiten.
Europa hat sich durch moralische Überheblichkeit und politische Naivität selbst in die Isolation manövriert. Die Welt wird multipolar, die USA handeln rücksichtslos, Russland organisiert sich neu. Nur Europa hält an alten Gewissheiten fest – und gibt Erklärungen ab. Sonst nichts.
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