
Feuer am Golf: Wie eine Rakete auf ein Tankschiff den Ölpreis explodieren lässt – und Deutschland zusieht

Es sind Bilder, die man aus Kriegsfilmen zu kennen glaubt, doch sie sind bittere Realität geworden: Zwei mit saudischem Rohöl beladene Supertanker haben mitten im Roten Meer kehrtgemacht. Die Crews, so heißt es, hätten unmissverständliche Drohungen der jemenitischen Huthi-Milizen erhalten. Wer künftig saudische Häfen ansteuere, dem drohe Vernichtung – „an jedem Ort“, wie es in einer E-Mail an die Reedereien geheißen haben soll. Willkommen in der neuen Weltordnung, in der ein paar bewaffnete Milizen ganze Handelsrouten lahmlegen können.
Die Meerenge von Hormuz – das Nadelöhr der Weltwirtschaft brennt
Am Golf tobt seit mittlerweile zehn Tagen ein Schlagabtausch zwischen den USA und dem Iran, der die Weltmärkte ins Wanken bringt. Ein weiterer Tanker sei in der Straße von Hormuz getroffen worden, meldet Bloomberg – der Ölsupertanker „Acheloos“ und ein kleinerer Treibstofftanker seien beschädigt worden. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Öls fließt, sei praktisch zum Erliegen gekommen. Gerade einmal sechs Schiffe hätten am Montag die kritische Wasserstraße passiert.
Der Iran, so berichten es die Revolutionsgarden IRGC, wolle diesen strategischen Trumpf „um jeden Preis“ behalten. Ein Experte der Australian National University brachte es auf den Punkt: Beide Seiten hätten sich an einen Punkt der „Sättigung“ herangekämpft, an dem eigentlich nur noch Verhandlungen sinnvoll seien. Doch von Vernunft ist weit und breit nichts zu sehen.
„Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er dafür ein Vielfaches bezahlen!“ – so soll US-Präsident Trump auf seiner Plattform Truth Social gepoltert haben.
Wenn der Ölpreis zur tickenden Zeitbombe wird
Die Brent-Sorte hat die Marke von 91 Dollar pro Barrel überschritten, die US-Sorte WTI kletterte auf Sechs-Wochen-Hochs. Und das könnte erst der Anfang sein. Ein Rohstoffexperte von Goldman Sachs warnt, der Ölpreis könne auf 120 Dollar schießen, sollte keine Deeskalation eintreten. Die geschätzten Öllieferungen aus dem Persischen Golf seien bereits auf unter 45 Prozent des Vorkriegsniveaus eingebrochen.
Doch damit nicht genug: Auch die europäischen Erdgas-Futures legten kräftig zu, mehr als 20 Prozent binnen sieben Handelstagen. Ausgerechnet vor dem Winter verknappt sich das Angebot. Pakistan musste für eine LNG-Ladung sagenhafte 21,88 Dollar pro MMBtu zahlen – so viel wie seit 2022 nicht mehr.
Und was macht Deutschland?
Während sich am Persischen Golf eine Energiekrise historischen Ausmaßes zusammenbraut, sitzt die Bundesregierung wie das Kaninchen vor der Schlange. Man erinnere sich: Ein Land, das seine verlässlichen Kernkraftwerke aus ideologischer Verblendung abgeschaltet und sich von russischem Gas abgenabelt hat, ist gegen solche Schocks so gut gewappnet wie ein Segelboot gegen einen Orkan. Sollte der Ölpreis tatsächlich auf 120 Dollar explodieren, werden es die deutschen Bürger an der Zapfsäule und auf der Heizkostenabrechnung mit voller Wucht spüren. Die Rechnung für eine Politik, die Versorgungssicherheit dem grünen Zeitgeist geopfert hat, kommt jetzt.
Das Pentagon und die verschwiegenen Wahrheiten
Besonders pikant: Die New York Times berichtete, das Pentagon habe verschwiegen, dass US-Soldaten bereits in der Woche vor dem tödlichen Raketenangriff in Jordanien verletzt worden seien. Dutzende Soldaten seien verwundet, mehrere Helikopter beschädigt worden. Die getöteten Soldaten sollen zum Zeitpunkt des Angriffs in dünnwandigen Fertigbaracken untergebracht gewesen sein – wie Freiwild, so die bittere Bilanz. Ein Muster des Verschweigens, das an Vertrauen in offizielle Verlautbarungen zweifeln lässt.
Fazit: In stürmischen Zeiten zählt Substanz
Was uns diese Krise einmal mehr vor Augen führt: Papierwerte, Aktienkurse und die Versprechen von Notenbankern sind so stabil wie ein Kartenhaus im Sturm. Wenn Öl explodiert, Gas knapp wird und geopolitische Brandherde die Weltmärkte durchschütteln, dann besinnen sich kluge Anleger auf das, was seit Jahrtausenden Bestand hat. Physisches Gold und Silber sind keine Modeerscheinung, sondern der bewährte Anker in Zeiten, in denen die Welt aus den Fugen zu geraten droht. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen können Edelmetalle jenen Schutz bieten, den keine Regierung und keine Zentralbank garantieren kann.
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