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Kettner Edelmetalle
04.08.2026
14:09 Uhr

Forsa-Beben: AfD bei 28 Prozent – und 85 Prozent stellen Merz ein Armutszeugnis aus

Es ist der Sommer 2026, und die politische Landschaft der Bundesrepublik gleicht immer mehr einem Trümmerfeld. Die aktuelle Forsa-Erhebung für RTL Deutschland liest sich wie das Protokoll eines schleichenden Vertrauensverlustes: Die AfD klettert auf 28 Prozent und legt gegenüber der Vorwoche noch einen Punkt zu. Die Union verharrt bei 21 Prozent – sieben Punkte hinter der Partei, die man in Berlin am liebsten verbieten statt inhaltlich schlagen würde.

Die Zahlen im Detail – und was sie über das Land verraten

Die Grünen halten mit 16 Prozent den dritten Platz, SPD und Linke teilen sich mit jeweils 12 Prozent das Mittelfeld, wobei die Linke einen Punkt abgibt. Die FDP dümpelt unverändert bei 4 Prozent – jener Partei, die einst versprach, Deutschland wirtschaftlich zu retten, und die heute an der Fünf-Prozent-Hürde klebt wie ein vergessener Aufkleber am Laternenpfahl.

Doch die wirklich brisante Zahl steht etwas versteckt zwischen den Zeilen: 27 Prozent der Wahlberechtigten zählen derzeit zu den Nichtwählern und Unentschlossenen. Mehr als jeder Vierte findet in der gesamten Parteienlandschaft keine politische Heimat mehr. Das ist deutlich mehr als die Nichtwählerquote bei der Bundestagswahl 2025. Wer das für ein statistisches Detail hält, hat den Ernst der Lage nicht begriffen: Eine Demokratie, in der ein Viertel der Bürger resigniert die Schultern zuckt, ist keine gesunde Demokratie.

Kompetenz? Fehlanzeige auf ganzer Linie

Bei der Frage, welcher Partei die Bürger zutrauen, die Probleme des Landes am besten zu lösen, liegt die AfD mit 14 Prozent vorn, die Union folgt mit 12 Prozent. Grüne und Linke kommen auf jeweils 6 Prozent, die SPD auf klägliche 4 Prozent. Das eigentliche Ergebnis aber lautet: 56 Prozent der Bürger trauen keiner einzigen Partei zu, die Probleme zu lösen – drei Punkte mehr als in der Vorwoche. Das ist kein Denkzettel mehr, das ist ein Misstrauensvotum gegen das gesamte Berliner Betriebssystem.

Merz: 14 Prozent Zustimmung – ein historischer Tiefflug

Und der Kanzler? Friedrich Merz, der 2025 mit dem Versprechen antrat, Deutschland wieder auf Kurs zu bringen, kommt auf sagenhafte 14 Prozent Zufriedenheit. 85 Prozent bewerten seine Arbeit kritisch. Selbst im eigenen Lager ist die Stimmung gekippt: Die Hälfte der CDU/CSU-Anhänger ist unzufrieden, nur 48 Prozent stehen noch hinter ihm. Bei SPD-Anhängern sind es 19 Prozent, bei Grünen 9, bei der Linken 3 und bei AfD-Anhängern gerade einmal 2 Prozent.

Man muss kein Wahlforscher sein, um die Ursachen zu erkennen. Wer vor der Wahl feierlich erklärt, keine neuen Schulden aufzunehmen, und anschließend ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auflegt sowie die Klimaneutralität ins Grundgesetz schreibt, sollte sich über schwindendes Vertrauen nicht wundern. Versprechen haben in diesem Land offenbar die Haltbarkeit einer Sommerwolke.

Wirtschaftlicher Pessimismus auf Rekordniveau

Noch düsterer wird das Bild bei den wirtschaftlichen Erwartungen. Nur 11 Prozent rechnen mit einer Verbesserung der Lage. 73 Prozent erwarten eine Verschlechterung, 16 Prozent gehen von Stagnation aus. Der Pessimismus erreicht damit den höchsten Wert der vergangenen Wochen – ein Trend, der sich Woche für Woche verfestigt.

Wenn drei von vier Bürgern glauben, dass es wirtschaftlich abwärtsgeht, dann ist das keine Stimmung mehr, sondern eine Prognose. Denn Erwartungen steuern Investitionen, Konsum und Sparverhalten.

Die Ursachen liegen offen auf dem Tisch: eine Energiepolitik, die Industriestrom zum Luxusgut gemacht hat, ein Mindestlohn von 12,82 Euro, der die Kosten kleiner Betriebe treibt, Trumps Zollhammer von 20 Prozent auf EU-Importe – und dazu eine Schuldenpolitik, deren Zinslast kommende Generationen über Steuern und Abgaben abstottern werden. Auch das ifo-Institut sieht Arbeitnehmer stärker unter Druck. Wer da noch von einem robusten Standort spricht, verwechselt Realität mit Regierungspressemitteilung.

Was aus all dem folgt

Statt sich mit den Ursachen des eigenen Absturzes zu beschäftigen, diskutiert das politische Berlin lieber über Verbotsverfahren gegen die stärkste Oppositionskraft. Ein Blick in die Geschichte lehrt: Wer Symptome kriminalisiert, statt Probleme zu lösen, verliert am Ende beides – die Wähler und die Glaubwürdigkeit. Die Forsa-Zahlen sind die Quittung für jahrelange Politik gegen die Interessen der eigenen Bürger. Diese Einschätzung teilt unsere Redaktion nicht allein – sie deckt sich mit dem Empfinden eines beachtlichen Teils der Bevölkerung.

Wer angesichts von 73 Prozent Wirtschaftspessimismus, wachsender Staatsverschuldung und schwindendem Vertrauen in Institutionen über die Sicherung des eigenen Vermögens nachdenkt, kommt an einer Erkenntnis nicht vorbei: Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben in Zeiten politischer und monetärer Unsicherheit über Jahrhunderte bewiesen, dass sie Kaufkraft bewahren, wenn Papierversprechen brüchig werden. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio sind sie ein Anker, den kein Kanzler und keine Notenbank per Beschluss entwerten kann.

Haftungsausschluss: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er spiegelt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wider. Jede Anlageentscheidung erfolgt eigenverantwortlich; Leser sind gehalten, eigene Recherchen anzustellen und bei Bedarf qualifizierte Steuer- oder Rechtsberater hinzuzuziehen. Eine Haftung für Vermögensschäden wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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