Kostenlose Beratung+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
06.10.2026
05:00 Uhr
KI-generiert

Frankreich wankt, die EZB stützt: Wie lange hält die KI-Party noch?

Frankreich wankt, die EZB stützt: Wie lange hält die KI-Party noch?
Symbolbild: KI-generiert

Weltweit steigen die Zinsen für Staatsanleihen, nur in Paris scheint jemand die Bremse zu ziehen. Marktbeobachter vermuten Anfang Oktober 2026 die Europäische Zentralbank hinter der auffälligen Ruhe bei französischen Staatsanleihen. Gleichzeitig steigen an der Wall Street die KI-Aktien weiter, obwohl die US-Renditen den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten erreicht haben.

Paris zahlt so viel wie seit 2002 nicht mehr

Die Zahlen sind deutlich. Medienberichten zufolge kletterte die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen am 1. Oktober auf 4,96 Prozent. So hoch lag sie zuletzt im Juli 2002. Zeitweise übersprang sie sogar die Marke von fünf Prozent.

Noch mehr sagt der Abstand zu deutschen Bundesanleihen aus. Dieser sogenannte Spread stieg auf den höchsten Wert seit der Euro-Schuldenkrise 2012. Je größer der Abstand, desto mehr Risikoaufschlag verlangen Investoren dafür, dass sie Frankreich Geld leihen. Berichten zufolge zahlt Paris inzwischen mehr als Italien und Griechenland. Vor ein paar Jahren hätte das kaum jemand für möglich gehalten.

Laut übereinstimmenden Berichten liegen die Staatsschulden bei rund 3.596 Milliarden Euro, das sind etwa 119 Prozent der Wirtschaftsleistung. Einen ausgeglichenen Haushalt hat Frankreich seit Jahrzehnten nicht mehr vorgelegt. Premierminister Sébastien Lecornu will 54 Milliarden Euro einsparen. Dagegen protestieren bereits Schüler, Lehrer und Feuerwehrleute auf den Straßen.

Die EZB als stille Feuerwehr?

Hier wird es pikant. Ein offizielles Notprogramm wie das Kriseninstrument TPI ist nicht bekannt. Noch Ende September hieß es in Berichten, die Notenbank werde sich wohl zurückhalten. Dass die französischen Renditen zuletzt trotz des weltweiten Zinsanstiegs nicht weiter stiegen, deuten Marktkommentatoren aber als Hilfe aus Frankfurt.

Dabei steckt die EZB in der Klemme. Die Inflation in der Eurozone stieg im September laut Eurostat auf 3,8 Prozent. Die Notenbank hatte den Leitzins kurz zuvor auf 2,50 Prozent angehoben. Sie will die Inflation bremsen und zugleich die Schuldenstaaten stützen. Beides gleichzeitig geht kaum. Die Rechnung dafür zahlen die Sparer, auch in Deutschland. Der Euro fiel zuletzt auf ein 17-Monats-Tief gegenüber dem Dollar.

Eines kann aber auch die EZB nicht ändern: Frankreichs Schuldenkurs gilt vielen Ökonomen als kaum noch tragbar. Im kommenden Jahr will die französische Schuldenagentur Berichten zufolge rund 340 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufnehmen. Allein für Zinsen werden rund 81 Milliarden Euro fällig.

KI-Rally gegen die Gesetze der Ökonomie

Noch erstaunlicher ist, was in den USA passiert. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg Berichten zufolge auf über 5,3 Prozent. Trotzdem legten die KI-Aktien wieder zu. Dabei finanzieren die Tech-Konzerne ihre teuren Rechenzentren zu einem großen Teil mit Krediten. Steigen die Zinsen, wird jede neue Investition teurer.

Nach Ansicht von Kritikern ist neben dem Strombedarf vor allem das Geld der Engpass. Kredite sind teuer, und geplante Rechenzentren könnten später oder gar nicht gebaut werden. Das gelte besonders, falls die US-Demokraten die Zwischenwahlen im November gewinnen. Die Aktienkurse spiegeln das bisher nicht wider. Die Preise für Kreditausfallversicherungen schon.

Der Anleihemarkt sieht das Risiko

Kreditausfallversicherungen, sogenannte CDS, zeigen, wie hoch Profis das Risiko einer Pleite einschätzen. Sie sind wie ein Frühwarnsystem. Wenn die Aktienkurse steigen und gleichzeitig diese Versicherungen teurer werden, passen die beiden Signale nicht zusammen. Meist behält auf Dauer der Anleihemarkt recht.

Fazit: Gold liefert das ehrlichere Signal

Notenbanken drücken Renditen, Aktienkurse bleiben trotz steigender Zinsen hoch, und Staaten machen immer neue Schulden. Berlin macht dabei mit, wie das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen zeigt. Wer sein Vermögen schützen will, sollte nicht nur auf Zentralbanken vertrauen. Viele Notenbanken kaufen seit Jahren selbst in großem Stil Gold. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen ein Gegengewicht zu einem Finanzsystem sein, das zunehmend auf Schulden aufbaut.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Edelmetallen dar. Jeder Anleger muss selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“