Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
22.07.2026
09:42 Uhr

Frühstartrente: Wie der Staat Ihren Kindern die Kapitalanlage aufdrängt – und dabei kräftig Schulden macht

Frühstartrente: Wie der Staat Ihren Kindern die Kapitalanlage aufdrängt – und dabei kräftig Schulden macht

Es klingt zunächst wie ein Geschenk: Der Staat zahlt für jedes Kind ab dem sechsten Lebensjahr monatlich zehn Euro in ein Vorsorgedepot. Doch wer genauer hinschaut, erkennt hinter dem wohlklingenden Etikett der sogenannten Frühstartrente ein weiteres Prestigeprojekt, das die schwarz-rote Koalition unter Kanzler Merz und Vizekanzler Klingbeil dem deutschen Steuerzahler als Wohltat verkaufen will. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat nun endlich die lang erwarteten Details präsentiert. Der Gesetzentwurf sei in die Ressortabstimmung gegangen, wie die Funke-Mediengruppe berichtet.

Was steckt konkret dahinter?

Eltern sollen künftig die staatlichen zehn Euro monatlich mit bis zu 6.840 Euro pro Jahr aus eigener Tasche aufstocken dürfen. Das Modell startet rückwirkend zum 1. Januar 2026 mit dem Geburtsjahrgang 2020, ab 2027 kommen dann die jeweils Sechsjährigen hinzu. Voraussetzung: ein Wohnsitz in Deutschland. Das Depot dürfen Eltern bei einem privaten Anbieter ihrer Wahl eröffnen, wobei ein Effektivkostendeckel von einem Prozent gelten und bis zur Volljährigkeit keine Abschluss- und Vertriebskosten anfallen sollen.

Und für jene Kinder, deren Eltern kein Depot eröffnen? Für die springt Vater Staat ein – mit einem eigens geschaffenen Sondervermögen des Bundes, verwaltet von der Bundesbank und „breit gestreut am Kapitalmarkt" angelegt. Ein weiteres Sondervermögen also. Man verliert langsam den Überblick, wie viele dieser eleganten Umschreibungen für neue Schulden die Berliner Regierung noch aus dem Hut zaubern wird.

Chancengleichheit oder staatlicher Erziehungsanspruch?

Klingbeil verkauft das Vorhaben mit den üblichen Vokabeln. Man wolle, dass alle „besser und früher" für das Alter vorsorgen könnten, so der Minister. Heute hänge die Vorsorge viel zu oft davon ab, ob die Eltern hohe Einkommen hätten – diese Ungleichheit setze sich bis ins Alter fort. Mit der Frühstartrente gebe man jungen Menschen ein Startkapital für mehr Chancengleichheit mit.

Ein wichtiger Beitrag für eine bessere Altersvorsorge – so lautet das Versprechen. Doch wer garantiert dem Bürger, dass am Kapitalmarkt investiertes Geld über Jahrzehnte tatsächlich Bestand hat?

Genau hier liegt der Haken. Denn das angesparte Kapital soll grundsätzlich nicht vor dem 65. Lebensjahr ausgezahlt werden. Ein heute Sechsjähriger müsste also fast sechs Jahrzehnte darauf warten, an sein Geld zu kommen. Sechzig Jahre Inflation, sechzig Jahre politischer Willkür, sechzig Jahre, in denen kein Mensch vorhersagen kann, was mit den Kapitalmärkten – oder gar der Kaufkraft des Euro – geschieht.

Der Preis der Wohltat

Zum Start 2027 rechnet die Bundesregierung mit Ausgaben von 198 Millionen Euro. Bis 2030 soll dieser Betrag durch neue Jahrgänge auf satte 411 Millionen Euro anwachsen. Geld, das der Staat nicht hat, sondern das er sich – wie so oft – über neue Schulden besorgen wird. Und das ausgerechnet unter einem Kanzler Merz, der im Wahlkampf vollmundig versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Die Realität sieht bekanntlich anders aus.

Immerhin bleiben die Erträge während der Ansparphase steuerfrei und die staatlichen Einzahlungen unterliegen nicht der Einkommensteuer. Ein kleiner Trost – der jedoch das grundsätzliche Problem nicht löst: Der Staat lenkt das Ersparte in Finanzprodukte, deren Wert von den Launen der Börsen abhängt.

Wer wirklich für die Zukunft seiner Kinder vorsorgen will

Die Frühstartrente offenbart einmal mehr das Grundvertrauen der Politik in Papierwerte und Finanzprodukte. Doch die Geschichte lehrt uns etwas anderes: Über lange Zeiträume war es nie das Depot-Papier, das Vermögen zuverlässig bewahrt hat, sondern das echte, physisch greifbare Sachgut. Gold und Silber haben Währungsreformen, Kriege und Krisen überdauert – ganz ohne staatliche Verwaltung durch die Bundesbank und ohne die Unwägbarkeiten des Kapitalmarkts.

Wer seinen Kindern und Enkeln tatsächlich ein solides Fundament mitgeben möchte, sollte über die Beimischung physischer Edelmetalle als Baustein eines breit gestreuten, gesunden Vermögensportfolios nachdenken. Denn ein Goldbarren im eigenen Besitz kennt weder Effektivkostendeckel noch Auszahlungssperren bis zum 65. Lebensjahr.

Haftungsausschluss

Die in diesem Artikel dargestellten Inhalte geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Sie stellen keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst. Für konkrete steuerliche oder rechtliche Fragen wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Steuer- oder Rechtsberater.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen