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Kettner Edelmetalle
06.02.2026
06:38 Uhr

Gasspeicher im freien Fall: Deutschland steuert auf eine Energiekrise zu

Gasspeicher im freien Fall: Deutschland steuert auf eine Energiekrise zu

Die deutschen Gasspeicher leeren sich in besorgniserregendem Tempo, und die Bundesregierung scheint dem Treiben tatenlos zuzusehen. Mit einem durchschnittlichen Füllstand von unter 29 Prozent befinden sich die Reserven mittlerweile tief im kritischen Bereich. Besonders alarmierend: Die Entleerung hat sich in den vergangenen Tagen wetterbedingt noch einmal beschleunigt.

Ein Prozentpunkt pro Tag – die Speicher laufen leer

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Täglich sinkt der Gesamtfüllstand um etwa einen Prozentpunkt. Rechnet man diese Entwicklung hoch, wären sämtliche deutschen Gasspeicher Anfang März vollständig entleert. Doch die Probleme beginnen weitaus früher: Aus gering gefüllten Speichern kann Gas nur noch mit verminderter Geschwindigkeit entnommen werden – ein technisches Detail, das die Versorgungslage zusätzlich verschärft.

Der größte deutsche Speicher im niedersächsischen Rehden ist nur noch zu mageren acht Prozent gefüllt. Besonders dramatisch stellt sich die Situation in Bayern dar, wo gleich mehrere Speicher kurz vor der völligen Erschöpfung stehen. Der Speicher Wolfersberg dümpelt seit Tagen unter der Fünf-Prozent-Marke, während Schmidhausen kürzlich unter zehn Prozent rutschte. In weniger als zwei Wochen könnte dieser Speicher komplett leer sein.

Gesetzliche Vorgaben verfehlt – Konsequenzen gleich null

Was besonders bitter aufstößt: Die per Verordnung vorgeschriebenen Mindestfüllstände wurden von etlichen Speichern zum Stichtag 1. Februar krachend verfehlt. Laut Gasspeicherfüllstandsverordnung müssen alle deutschen Speicher zu diesem Datum mindestens 30 Prozent Füllstand aufweisen, für bayerische Speicher gelten sogar 40 Prozent. Doch welche Konsequenzen drohen den Betreibern, die diese Vorgaben ignoriert haben? Das Bundeswirtschaftsministerium hüllt sich in vielsagendes Schweigen.

Noch absurder mutet an, dass die Bundesregierung offenbar nicht einmal ein eigenes Register über die Füllstände führt. Man verlässt sich stattdessen auf die öffentlich zugänglichen Daten eines europäischen Branchenverbands. Eine Ministeriumssprecherin beschwichtigt mit der Aussage, ein Großteil der Speicher sei zu mehr als 30, 40 oder 50 Prozent gefüllt. Die kritisch leeren Speicher seien nicht relevant. Eine bemerkenswerte Einschätzung angesichts der Tatsache, dass ausgerechnet der industriestarke Süden Deutschlands von den Engpässen betroffen ist.

Die Rechnung für ideologische Energiepolitik

Was wir hier erleben, ist nichts anderes als die bittere Quittung für Jahre einer ideologisch verblendeten Energiepolitik. Die ersatzlose Abschaltung technisch einwandfreier Kernkraftwerke, die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines und das dogmatische Festhalten an einer unrealistischen Energiewende rächen sich nun in der kalten Jahreszeit. Dass ausgerechnet die Grünen, die maßgeblich für dieses Desaster verantwortlich zeichnen, sich jetzt als lauteste Kritiker der mangelnden Gasbevorratung aufspielen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Preisexplosion und Produktionsstopps drohen

Die wirtschaftlichen Folgen zeichnen sich bereits ab. Durch den Gasmangel drohen massive Preissteigerungen am Markt – allein im Januar stiegen die Gaspreise um 36 Prozent. Zahlreiche Unternehmen haben ihre Produktion bereits gedrosselt oder ganz eingestellt. Was sich hier abspielt, ist ein brutaler Squeeze-out über den Preis: Das Gas wird nicht ausgehen, es kann sich nur niemand mehr leisten.

Die Bundesnetzagentur könnte theoretisch Abschaltungen anordnen, um Privathaushalte zu schützen. Doch dafür müsste die Bundesregierung erst eine höhere Eskalationsstufe des Notfallplans Erdgas ausrufen. Aktuell gilt lediglich die Frühwarnstufe – man möchte schließlich vor den anstehenden Landtagswahlen keine Panik verbreiten.

Hoffnung auf mildes Wetter – mehr bleibt nicht

Die Politik kann in dieser Situation nur noch auf eine Besserung des Wetters hoffen. Bleibt es weiterhin so kalt wie in den vergangenen Tagen, insbesondere im Osten Deutschlands, droht eine ernsthafte Notlage. Die aktuellen Wetterprognosen geben allerdings wenig Anlass zum Aufatmen.

Für die Gasunternehmen lohnt sich die Einspeicherung kaum noch, da sich die Preise zwischen Winter und Sommer weitgehend angeglichen haben. Eine nationale Gasreserve wäre eine mögliche Alternative – doch die könnte erneut teuer werden, wie die Erfahrungen aus 2022 zeigen, als der Bund auf Geheiß des damaligen Wirtschaftsministers Habeck so viel Gas aufkaufte, dass die Preise explodierten.

Die bestehenden Zielvorgaben für die Gasspeicher konsequent durchzusetzen, scheint für diese Regierung hingegen keine Option zu sein. Ein weiteres Beispiel dafür, wie Gesetze in diesem Land offenbar nur für den einfachen Bürger gelten, während Unternehmen und politische Verantwortliche ungeschoren davonkommen. Der deutsche Michel wird die Zeche zahlen – wie immer.

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