
Geheimflug nach Moskau: CIA-Chef landet mitten im Kreml-Poker

Ein grauer Militärfrachter der US Air Force setzt am Dienstagmorgen auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo auf. Stunden später sickert durch, wer an Bord war: CIA-Direktor John Ratcliffe. Das berichten übereinstimmend US-Medien unter Berufung auf Insider – offiziell bestätigt hat den Besuch bislang niemand.
Eine Boeing C-17, die alle Radars beschäftigte
Der Flugverfolgungsdienst Flightradar24 zeichnete die Route auf: Die Boeing C-17A Globemaster III mit der Kennung 07-7181 war am 23. August vom Luftwaffenstützpunkt Andrews bei Washington nach Riga geflogen. Von dort ging es am Dienstag direkt in die russische Hauptstadt.
Ein schwerer Truppen- und Frachttransporter als Diplomatenjet – schon das ist ungewöhnlich. Nach Angaben von CBS News wurde nach der Landung zudem eine Fahrzeugkolonne mit amerikanischen Diplomatenkennzeichen gesichtet. Mit wem Ratcliffe sprach und worüber, blieb zunächst offen.
Der Kreml will von nichts gewusst haben
Kremlsprecher Dmitri Peskow gab sich laut der Agentur RIA Nowosti ahnungslos:
„Nein, mir liegen keine derartigen Informationen vor.“
Auch die CIA äußerte sich nicht, Pentagon und Luftwaffe verweigerten Berichten zufolge jeden Kommentar. Ein Schweigen, das in Geheimdienstkreisen selten Zufall ist – und das die Bedeutung der Reise eher unterstreicht als kleinredet.
Kiew soll die Angriffe pausiert haben
Besonders brisant: Mehrere US-Medien berichten übereinstimmend, Washington habe die Ukraine vorab gebeten, Drohnen- und Raketenschläge auf Moskau und weitere russische Städte auszusetzen – konkret von Montag bis Mittwoch. Kiew sei lediglich mitgeteilt worden, dass ein hochrangiger US-Vertreter nach Russland reise.
Sollte sich das bestätigen, wäre es ein Lehrstück über die realen Machtverhältnisse in diesem Krieg: Der Kriegsverlauf richtet sich nach dem Terminkalender amerikanischer Geheimdienstchefs. Europa – und mit ihm die Bundesregierung, die Milliarden nach Kiew überweist – erfährt solche Absprachen offenbar aus der Presse.
Der letzte CIA-Besuch endete mit einer Warnung, die verhallte
Ratcliffes Reise ist Berichten zufolge sein erster bekannter Russland-Besuch seit Amtsantritt im Januar 2025. Kontakte zur russischen Seite pflegt er dennoch seit Längerem, unter anderem zum Auslandsgeheimdienst SWR. Die CIA war zudem an Gefangenenaustauschen beteiligt.
Der historische Vergleich ist unheimlich: Zuletzt reiste im November 2021 der damalige CIA-Chef William Burns nach Moskau. Er warnte die russische Führung vor einem Angriff auf die Ukraine. Wenige Monate später begann die Invasion.
Was das für Anleger bedeutet
Der Besuch fällt in eine Phase, in der die von den USA vermittelten Friedensgespräche weitgehend festgefahren sind. Zuletzt waren im Januar die Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau. Einen Tag vor Ratcliffes Landung kündigte zudem US-Finanzminister Scott Bessent Berichten zufolge eine neue Iran-Isolationsstrategie an – Russland gilt als strategischer Handelspartner Teherans.
Für Sparer heißt das: Die Weltlage bleibt eine Blackbox. Geheimdiplomatie kann Märkte binnen Stunden drehen – nach oben wie nach unten. Wer physische Edelmetalle im Depot hat, besitzt einen Vermögensanker, der weder von Verhandlungsrunden noch von Regierungserklärungen abhängt.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.
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