Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
20.08.2026
14:59 Uhr
KI-generiert

Giftwolke im Serverkeller: Studie warnt vor Akku-Inferno

Giftwolke im Serverkeller: Studie warnt vor Akku-Inferno
Symbolbild: KI-generiert

Singapur, 31. Juli 2026: Eine neue Fachstudie hat den Ernstfall in einem Rechenzentrum durchgerechnet – den Brand eines 485,52-Kilowattstunden-Batteriespeichers auf NMC-Basis in einem anonymisierten, beispielhaften Rechenzentrumsmodell, das sich an typischen Anlagen in Singapur orientiert. Das Ergebnis der 10.000 simulierten Durchläufe ist unbequem: In jedem einzelnen Fall überschritt die Belastung mit Fluorwasserstoff die international anerkannte Gefahrenschwelle. Verletzte oder Sachschäden gab es nicht – gerechnet wurde am Computer, nicht gelöscht im Keller. Wichtig für die Einordnung: Es handelt sich um ein rein rechnerisches Modellszenario mit angenommenen Parametern, das keine Aussage über den tatsächlichen Sicherheitszustand eines konkreten, real existierenden Rechenzentrumsbetreibers trifft.

Was passiert, wenn eine Zelle durchgeht

Der Fachbegriff heißt Thermal Runaway. Eine Batteriezelle heizt sich selbst auf, die Reaktion verstärkt sich, benachbarte Zellen kippen nach. Was dabei entweicht, ist nicht nur heiß, sondern brennbar und giftig.

Bei NMC-Zellen entsteht unter anderem Fluorwasserstoff (HF). Die US-Arbeitsschutzbehörde NIOSH zieht die kritische Linie – den sogenannten IDLH-Wert – bei 25 Milligramm pro Kubikmeter beziehungsweise 30 ppm. Die Simulation kam im Einraum-Modell auf durchschnittlich 1.161 Milligramm pro Kubikmeter bei zehnminütiger Exposition.

Selbst als die Forscher den Speicher rechnerisch auf zwei Räume aufteilten, blieben im Mittel 580 Milligramm übrig. Das ist immer noch das Zwanzigfache dessen, was als unmittelbar lebensgefährlich gilt.

Fünf Stunden, in denen niemand hineindarf

Noch brisanter als die Spitzenwerte ist die Dauer. Bis die Konzentration im Einraum-Modell wieder unter den Grenzwert sank, vergingen im Mittel 599 Minuten – rund zehn Stunden. Die Aufteilung in zwei Brandabschnitte halbierte den Wert auf 301 Minuten.

Fünf Stunden also, in denen ein solcher Raum für Einsatzkräfte ohne schweren Atemschutz rechnerisch tabu wäre. Wer schon einmal erlebt hat, wie hektisch die ersten Minuten eines Feuerwehreinsatzes ablaufen, ahnt, was das im Ernstfall bedeuten könnte.

Wasser marsch? Im Modell reicht das nicht

Auch das gängige Löschkonzept kommt in der Untersuchung nicht gut weg. Wasser allein erreichte im Modell nur eine mittlere Wirksamkeit von 37,9 Prozent – vor allem, weil es zu spät kommt: Die simulierte Verzögerung lag im Median bei 7,9 Minuten.

Griffe die Löschung dagegen binnen drei Minuten, stiegen die Werte auf 78 Prozent. Die Autoren empfehlen deshalb eine Kombination: erst Löschgas gegen offene Flammen, dann Wasser zur Kühlung der Zellen. Für dieses Konzept sank die modellierte Kennzahl „Expected Risk to Life“ um 80,3 Prozent.

Ein Trost mit Haken. Den primär beim Thermal Runaway entstehenden Fluorwasserstoff verhindert auch Löschgas nicht. Nicht ohne Grund setzt die aktuelle US-Norm NFPA 855 auf mehrere gestaffelte Schutzebenen.

Kein Grund zur Panik – aber sehr wohl zur Nüchternheit

Die Ergebnisse lassen sich nicht auf jeden Speicher übertragen, das betonen die Verfasser selbst. Untersucht wurde ein modellhaftes NMC-System in einem geschlossenen Gebäude, mit festgelegten Annahmen zu Lüftung, Ausfallwahrscheinlichkeiten und Löschzeiten. Ein Teil der Parameter stammt aus der Fachliteratur, nicht aus Versuchen am realen System. Rückschlüsse auf konkrete, namentlich bekannte Rechenzentrumsbetreiber oder deren tatsächliche Sicherheitsvorkehrungen lassen sich aus der Studie ausdrücklich nicht ziehen.

Hinzu kommt: Das Szenario unterstellt, dass sich eine Person während des Ereignisses im Batterieraum aufhält – genau das sollen Notfallabläufe verhindern. In den USA setzen inzwischen rund 90 Prozent der neuen Großspeicher auf die thermisch stabilere LFP-Chemie, und schwere Speicherbrände bleiben laut MIT selten. Singapur schreibt für größere Systeme ohnehin Brandabschnitte, Sprinkler, Gasdetektion und mechanische Lüftung vor.

Für die Debatte hierzulande – wo Rechenzentren und Großspeicher im Eiltempo wachsen – liefert die Studie dennoch unbequeme Zahlen. Sicherheitsarchitektur ist kein Papierkram, sondern das, was im Ernstfall über Leben entscheidet – so lässt sich die Warnung der Studienautoren zusammenfassen.

Hinweis der Redaktion: Bei den genannten Werten handelt es sich um Ergebnisse einer Computersimulation mit angenommenen Modellparametern, nicht um Messungen an einer realen Anlage. Die Studie bezieht sich nicht auf einen konkret identifizierbaren, real existierenden Rechenzentrumsstandort eines bestimmten Betreibers. Etwaige Rückschlüsse auf einzelne Unternehmen oder Standorte sind daher nicht zulässig.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen