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Kettner Edelmetalle
05.03.2026
16:04 Uhr

Gold, Dollar oder Staatsanleihen: Welcher Hafen hält dem Sturm wirklich stand?

Die Welt brennt – und Anleger suchen verzweifelt nach Schutz. Der eskalierende Nahostkonflikt hat die Finanzmärkte erneut in Aufruhr versetzt und eine Debatte entfacht, die so alt ist wie das Geld selbst: Wohin fließt das Kapital, wenn die Kanonen donnern? Die Antwort fällt diesmal überraschend eindeutig aus – und sie glänzt golden.

Der Dollar feiert ein fragwürdiges Comeback

Ausgerechnet der US-Dollar, der im vergangenen Jahr noch als angeschlagener Platzhirsch galt, hat sich kurzfristig als stärkster Gewinner unter den klassischen Fluchtwährungen positioniert. Der Dollar-Index legte um 1,5 Prozent zu und ließ dabei sogar den Schweizer Franken und den japanischen Yen hinter sich – zwei Währungen, die traditionell in Krisenzeiten glänzen. Doch Vorsicht: Es sei vor allem kurzfristiges Dollar-Bargeld, das gefragt sei, nicht etwa andere Dollar-Anlagen, wie Kapitalflussdaten zeigten.

Morgan Stanleys Devisenstratege James Lord brachte es auf den Punkt: Der Dollar besitze zwar gewisse Eigenschaften eines sicheren Hafens, doch diese seien kontextabhängig. Die politische Unberechenbarkeit der US-Regierung unter Präsident Trump – man denke nur an die massiven Zollerhöhungen von 20 Prozent auf EU-Importe und 34 Prozent auf chinesische Waren – habe die Verlässlichkeit des Greenback als Krisenwährung nachhaltig beschädigt. Wer sein Vermögen langfristig auf den Dollar setzt, könnte also ein böses Erwachen erleben.

Staatsanleihen: Der sichere Hafen, der keiner mehr ist

Noch ernüchternder fällt das Urteil über Staatsanleihen aus. Die einst als unerschütterlich geltenden Regierungspapiere haben es schlicht nicht geschafft, die typischen Fluchtkapitalströme anzuziehen, die man bei geopolitischen Schocks erwarten würde. Stattdessen handeln Investoren sie primär auf Basis der Inflationsaussichten – und die sehen alles andere als rosig aus.

Besonders pikant: Die Renditen deutscher Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit sind innerhalb einer Woche um 14 Basispunkte gestiegen. Der Grund? Ausgerechnet Deutschlands Lockerung der Schuldenbremse und die damit verbundenen Sorgen über eine ausufernde Staatsverschuldung. Bryn Jones, Leiter des Anleihebereichs bei Rathbones, formulierte es treffend: Deutschland sei zwar grundsätzlich ein Qualitätsinvestment, doch am langen Ende des Anleihemarktes wolle man nicht spielen, wenn der Staat immer mehr Schulden aufnehme.

Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Das Land, das einst für fiskalische Disziplin stand, verschreckt nun Anleger mit seiner Schuldenpolitik. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Großen Koalition unter Friedrich Merz dürfte diese Entwicklung kaum umkehren – im Gegenteil. Generationen von Steuerzahlern werden die Zeche für diese Politik bezahlen müssen.

Gold: Der einzige Fels in der Brandung

Und dann ist da Gold. Das Edelmetall, das seit Jahrtausenden als ultimativer Wertspeicher dient, hat seine Reputation einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ein Kursanstieg von 240 Prozent in diesem Jahrzehnt spricht eine unmissverständliche Sprache. Ja, auch Gold schwankt – ein kurzfristiger Rücksetzer am Dienstag sorgte für Schlagzeilen. Doch Analysten erklärten diesen Einbruch damit, dass Investoren ihre bestperformenden Anlagen verkauft hätten, um Verluste in anderen Bereichen auszugleichen. Ein technischer Effekt, kein fundamentaler Vertrauensverlust.

„Als Basisszenario sind 6.000 Dollar in diesem Jahr wahrscheinlicher als 4.000 Dollar, und wir stehen gerade erst knapp über 5.000 Dollar. Das ist eine klare Aussage."

So die Einschätzung von Aakash Doshi, Leiter der Goldstrategie bei State Street Investment Management. Bemerkenswert ist dabei, dass Gold in den Portfolios institutioneller Anleger nach wie vor massiv unterrepräsentiert sei. Die Allokation in Gold-ETFs liege bei unter einem Prozent des globalen Fondsvermögens – weit entfernt von der strategischen Bandbreite von fünf bis zehn Prozent, die State Street als angemessen erachte. Hier schlummert also noch enormes Aufwärtspotenzial.

Klassische Fluchtwährungen enttäuschen

Der Schweizer Franken und der japanische Yen, jahrzehntelang die Lieblinge nervöser Anleger, haben in der aktuellen Krise versagt. Der Franken verlor 1,2 Prozent, der Yen 0,8 Prozent. Während der Yen aus Bewertungssicht noch als relativ attraktiv gelte, wie Justin Onuekwusi von St. James's Place anmerkte, belaste die politische Unsicherheit in Japan – Premierministerin Sanae Takaichi habe Vorbehalte gegen weitere Zinserhöhungen geäußert – die Währung zusätzlich. Beim Franken wiederum drohe die Schweizerische Nationalbank mit Interventionen gegen eine übermäßige Aufwertung, was dessen Schutzfunktion erheblich einschränke.

Auch defensive Aktien bieten keinen Schutz

Wer glaubte, sich mit vermeintlich krisenfesten Aktien aus den Bereichen Versorger oder Basiskonsumgüter absichern zu können, wurde ebenfalls eines Besseren belehrt. In den USA fielen Versorgeraktien um ein Prozent, Basiskonsumgüter sogar um 2,8 Prozent. In Europa sah es noch düsterer aus: Versorger minus drei Prozent, Basiskonsumgüter minus 4,5 Prozent. Der vermeintliche Schutzschild der defensiven Sektoren hat sich als Papiertiger erwiesen.

Das Fazit: Physisches Gold bleibt der Anker der Vernunft

Die aktuelle Krise offenbart schonungslos, was viele Anleger längst ahnten: In einer Welt, in der Regierungen hemmungslos Schulden aufhäufen, Zentralbanken die Geldpolitik zum Spielball der Politik machen und geopolitische Konflikte eskalieren, gibt es nur wenige wirklich verlässliche Anker. Physisches Gold hat sich einmal mehr als das bewährt, was es seit Jahrtausenden ist – der ultimative Wertspeicher in unsicheren Zeiten. Wer sein Portfolio noch nicht um eine substanzielle Edelmetallposition ergänzt hat, sollte die aktuelle Lage als deutlichen Weckruf verstehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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