
Goldman Sachs prophezeit China-Aktien 20 Prozent Kursgewinn – Doch wie belastbar ist diese Prognose?

Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs sorgt mit einer bemerkenswert optimistischen Einschätzung für Aufsehen an den internationalen Finanzmärkten. Chinesische Aktien sollen im laufenden Jahr 2026 um satte 20 Prozent zulegen können. Der MSCI China Index, der sowohl in Yuan gehandelte Papiere als auch chinesische Unternehmen an den Börsen in Hongkong und den USA umfasst, stehe vor einem regelrechten Höhenflug, so die Analysten um Kinger Lau.
Künstliche Intelligenz als Treiber der Kursfantasie
Die Begründung für diesen Optimismus klingt zunächst plausibel: Der Boom bei künstlicher Intelligenz und die internationale Expansion chinesischer Konzerne sollen die Unternehmensgewinne um bis zu 14 Prozent steigern. Damit würde das Reich der Mitte die einstelligen Wachstumsraten des Vorjahres deutlich übertreffen. Besonders Internet- und Hardware-Unternehmen könnten von der fortschreitenden Monetarisierung der KI-Technologie profitieren und Gewinnsteigerungen von rund 20 Prozent verzeichnen.
Auch der chinesische Automobilsektor wird von Goldman Sachs als Gewinner ausgemacht. Die Analysten erwarten hier sogar eine Verdopplung der Profite – allerdings ausgehend von einer niedrigen Basis im Jahr 2025. Die jüngste Aufwertung des Yuan soll zusätzlich die in chinesischer Währung und Hongkong-Dollar ausgewiesenen Erträge beflügeln.
Kritische Betrachtung der Goldman-Prognose
Doch wie verlässlich sind solche Vorhersagen tatsächlich? Goldman Sachs rühmt sich damit, den Bullenmarkt des vergangenen Jahres korrekt vorhergesagt zu haben. Was die Bank jedoch verschweigt: Zahlreiche ihrer früheren China-Prognosen erwiesen sich als spektakulär falsch. Die geopolitischen Risiken zwischen Washington und Peking, die nach wie vor schwelende Immobilienkrise und die strukturellen Probleme der chinesischen Wirtschaft werden in dem Bericht erstaunlich stiefmütterlich behandelt.
"Die Schnittmenge aus niedrigem bis mittlerem zweistelligem Gewinnwachstum, moderaten Bewertungen und generell niedriger Investorenpositionierung deutet auf ein günstiges Risiko-Ertrags-Verhältnis für chinesische Aktien hin."
Diese Einschätzung mag für risikofreudige Anleger verlockend klingen. Doch gerade in Zeiten erhöhter globaler Unsicherheit sollten Investoren solche Prognosen mit der gebotenen Skepsis betrachten. Die Abhängigkeit von politischen Entscheidungen in Peking und die Unberechenbarkeit der chinesischen Regulierungsbehörden bleiben erhebliche Risikofaktoren.
Diversifikation bleibt das Gebot der Stunde
Während institutionelle Anleger offenbar verstärkt von US-Technologiewerten in chinesische Tech-Aktien umschichten, sollten Privatanleger die Euphorie nicht ungeprüft übernehmen. Die Hoffnung auf weitere staatliche Konjunkturmaßnahmen mag berechtigt sein, doch Hoffnung ist bekanntlich keine Anlagestrategie.
In einem Umfeld, das von geopolitischen Spannungen, Währungsschwankungen und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt ist, bewähren sich nach wie vor physische Edelmetalle als stabilisierender Anker im Portfolio. Gold und Silber bieten einen bewährten Schutz gegen Währungsrisiken und politische Unwägbarkeiten – Eigenschaften, die gerade bei Investments in volatilen Märkten wie China von unschätzbarem Wert sein können.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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