
Goldpreis explodiert: Fed-Ermittlungen und Iran-Unruhen erschüttern die Märkte

Die Finanzmärkte erleben einen dramatischen Wochenauftakt, der einmal mehr die Fragilität des globalen Wirtschaftssystems offenbart. Während amerikanische Aktien und der Dollar unter massivem Verkaufsdruck stehen, schießt der Goldpreis auf neue Rekordhöhen. Die Botschaft der Anleger ist unmissverständlich: Das Vertrauen in die amerikanische Finanzarchitektur bröckelt.
Kriminelle Ermittlungen gegen Fed-Chef Powell
Was sich am Wochenende abspielte, hätte vor wenigen Jahren noch als undenkbar gegolten. Das US-Justizministerium hat eine strafrechtliche Untersuchung gegen Fed-Vorsitzenden Jerome Powell eingeleitet. Der Vorwurf: Powell soll vor dem Kongress bezüglich Renovierungsarbeiten am Fed-Hauptquartier gelogen haben. Doch Powell selbst macht keinen Hehl daraus, was er für den wahren Grund hält – die Zinspolitik der Notenbank.
„Die Drohung mit strafrechtlichen Anklagen ist eine Konsequenz daraus, dass die Federal Reserve die Zinssätze auf Basis unserer besten Einschätzung dessen festlegt, was der Öffentlichkeit dient, anstatt den Präferenzen des Präsidenten zu folgen."
Diese Aussage Powells ist ein Paukenschlag. Sie offenbart einen beispiellosen Machtkampf zwischen der Trump-Administration und der vermeintlich unabhängigen Zentralbank. Der republikanische Senator Thom Tillis kündigte bereits an, jede Fed-Nominierung zu blockieren, bis die Angelegenheit geklärt sei. Ein bemerkenswerter Schritt, der zeigt, dass selbst innerhalb der eigenen Partei Grenzen existieren.
Gold durchbricht die 4.600-Dollar-Marke
Die Reaktion der Märkte ließ nicht lange auf sich warten. Der Goldpreis schoss um 1,7 Prozent nach oben und erreichte zeitweise über 4.600 Dollar je Unze – ein neues Allzeithoch. Silber legte sogar um mehr als fünf Prozent zu. Die Edelmetalle profitieren von ihrer jahrtausendealten Rolle als Krisenversicherung, während das Vertrauen in Papierwährungen schwindet.
Peter Kinsella, Leiter der Devisenstrategie bei Union Bancaire Privée, bringt es auf den Punkt: „Alle Gründe, die Gold im letzten Jahr nach oben getrieben haben, sind dieses Jahr immer noch relevant, angesichts der geopolitischen Entwicklungen sogar noch mehr." Auf die häufig gestellte Frage, ob es zu spät sei, Gold zu kaufen, antwortet er mit einem entschiedenen „Nein".
Iran-Proteste verschärfen die Lage
Als wäre die Fed-Krise nicht genug, sorgen die tödlichen Proteste im Iran für zusätzliche Nervosität. Die seit Ende Dezember andauernden landesweiten Demonstrationen gegen das Regime haben an Intensität zugenommen. Präsident Trump erklärte, das Militär erwäge „sehr starke Optionen" gegen den Iran. Teheran wiederum drohte mit Angriffen auf amerikanische Stützpunkte im Nahen Osten, sollte das Pentagon zuschlagen.
Diese explosive Mischung aus innenpolitischer Instabilität in den USA und geopolitischen Spannungen treibt Anleger scharenweise in sichere Häfen. Der Schweizer Franken, traditionell ein Zufluchtsort in turbulenten Zeiten, gehört zu den stärksten Währungen des Tages.
„Sell America" – Die Flucht aus US-Anlagen
Die Kapitalmärkte senden ein unmissverständliches Signal: Die Ära des blinden Vertrauens in amerikanische Vermögenswerte neigt sich dem Ende zu. S&P-500-Futures verloren 0,5 Prozent, der Nasdaq gab 0,7 Prozent nach. Der Dollar-Index rutschte um 0,3 Prozent ab. Besonders hart traf es Kreditkartenunternehmen und Banken, nachdem Trump forderte, die Zinssätze für Kreditkarten auf zehn Prozent zu deckeln.
American Express stürzte vorbörslich um vier Prozent ab, Capital One sogar um acht Prozent. JPMorgan verlor 2,5 Prozent. Diese Entwicklung zeigt, wie sehr politische Eingriffe in die Wirtschaft das Vertrauen der Investoren erschüttern können.
Die Renditekurve steilt sich auf
Am Anleihemarkt zeigt sich ein beunruhigendes Bild. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen stiegen um drei Basispunkte, die dreißigjährigen sogar um vier Basispunkte. Diese Versteilung der Zinskurve signalisiert wachsende Inflationssorgen und Zweifel an der fiskalischen Nachhaltigkeit der amerikanischen Politik.
Goldman-Sachs-Chefökonom Jan Hatzius kommentierte die Lage nüchtern: „Die Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed wurden durch die jüngste strafrechtliche Untersuchung wirklich verstärkt." Dennoch erwartet er, dass Powell in seiner verbleibenden Amtszeit Entscheidungen auf Basis wirtschaftlicher Daten treffen werde.
Europa und Asien trotzen dem Sturm
Während amerikanische Märkte unter Druck geraten, zeigen sich europäische und asiatische Börsen widerstandsfähiger. Der MSCI Asia Pacific Index ohne Japan legte um 0,8 Prozent zu. Südkoreas technologielastiger Kospi setzte seine Rallye fort und stieg zum siebten Mal in Folge auf ein neues Rekordhoch.
In Europa blieb der Stoxx 600 nahezu unverändert, wobei Minenwerte von der Edelmetallrallye profitierten. Der deutsche DAX zeigte sich mit einem Plus von 0,4 Prozent als relativer Outperformer – ein seltener Lichtblick in einem ansonsten trüben Umfeld.
Grönland-Spannungen belasten zusätzlich
Die geopolitische Gemengelage wird durch die anhaltenden Spannungen um Grönland weiter verkompliziert. Eine Gruppe europäischer Länder unter Führung Großbritanniens und Deutschlands diskutiert Pläne für eine militärische Präsenz auf der Insel, um Trump zu besänftigen und Europas Engagement für die arktische Sicherheit zu demonstrieren. Trump selbst bekräftigte erneut: „Wir werden Grönland haben, auf die eine oder andere Weise."
Was bedeutet das für Anleger?
Die aktuellen Entwicklungen unterstreichen einmal mehr die Bedeutung einer diversifizierten Anlagestrategie. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich in dieser Krise erneut als verlässlicher Wertspeicher erwiesen. Während Papierwährungen und Aktien den Launen politischer Entscheidungsträger ausgeliefert sind, bieten Edelmetalle einen Schutz vor systemischen Risiken.
Die Angriffe auf die Fed-Unabhängigkeit waren bereits im vergangenen Jahr ein wesentlicher Treiber für den Goldpreis – und dieser Faktor dürfte auch 2026 bestehen bleiben. Für konservative Anleger, die ihr Vermögen langfristig sichern möchten, erscheint eine Beimischung physischer Edelmetalle zum Portfolio sinnvoller denn je.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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