
Grönland im Fadenkreuz: Trump-Berater erklärt Dänemarks Anspruch für nichtig

Die diplomatischen Spannungen zwischen Washington und Kopenhagen erreichen einen neuen Siedepunkt. Stephen Miller, einer der einflussreichsten Berater von Präsident Donald Trump und stellvertretender Stabschef für politische Angelegenheiten, hat mit provokanten Äußerungen die ohnehin angespannte Lage weiter verschärft. Seine Kernbotschaft: Die Vereinigten Staaten hätten ein Recht auf Grönland – und müssten dafür nicht einmal kämpfen.
Dänemarks Souveränität wird offen in Frage gestellt
Mit bemerkenswerter Direktheit stellte Miller die grundsätzliche Frage, welches Recht Dänemark überhaupt habe, Kontrolle über Grönland auszuüben. „Was ist die Grundlage ihres territorialen Anspruchs? Auf welcher Basis ist Grönland eine Kolonie Dänemarks?" Diese rhetorischen Fragen lassen keinen Zweifel daran, dass die Trump-Administration die bestehenden Machtverhältnisse im Nordatlantik grundlegend neu ordnen möchte.
Auf die Frage nach einer möglichen militärischen Intervention reagierte Miller mit einer Mischung aus Gelassenheit und kaum verhüllter Drohung: „Was meinen Sie mit militärischer Aktion gegen Grönland? Grönland hat eine Bevölkerung von 30.000 Menschen." Die Botschaft zwischen den Zeilen ist unmissverständlich – niemand werde es wagen, sich den Vereinigten Staaten militärisch entgegenzustellen.
Die NATO als Trumpfkarte
Miller argumentierte weiter, dass die USA das Rückgrat der NATO bildeten und es daher nur logisch sei, dass Grönland amerikanisch werden müsse, um die arktische Region zu sichern und die Interessen des Bündnisses zu schützen. Ein Argument, das bei nüchterner Betrachtung durchaus Substanz hat. Denn ohne amerikanische Militärmacht wäre die NATO tatsächlich kaum mehr als ein Papiertiger – eine Art EU-Armee ohne echte Schlagkraft.
„Die USA sind die Macht der NATO. Damit die USA die arktische Region sichern können, um die NATO und ihre Interessen zu schützen und zu verteidigen, sollte Grönland offensichtlich Teil der USA sein."
Europa reagiert mit Empörung
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte eindringlich, ein Angriff der USA auf einen NATO-Verbündeten würde das Ende der Militärallianz bedeuten und die gesamte Sicherheitsarchitektur der Nachkriegszeit zerstören. Grönlands Premierminister Jens-Frederik Nielsen forderte Trump auf, seine „Annexionsfantasien" aufzugeben, und bezeichnete die amerikanische Rhetorik als „völlig und absolut inakzeptabel".
Sechs europäische Verbündete – Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Polen und Spanien – stellten sich in einer gemeinsamen Erklärung hinter Dänemark. „Grönland gehört seinem Volk, und nur Dänemark und Grönland können über Angelegenheiten entscheiden, die ihre Beziehungen betreffen", hieß es darin.
Strategische Bedeutung der Arktis
Die Begehrlichkeiten der USA sind keineswegs aus der Luft gegriffen. Grönland birgt immense Bodenschätze, darunter kritische Mineralien, die für moderne Technologien unverzichtbar sind. Zudem liegt die Insel strategisch günstig – in unmittelbarer Nähe zur russischen Kola-Halbinsel, wo Moskau einen Großteil seiner strategischen Militäranlagen konzentriert hat: Interkontinentalraketen-Silos, U-Boot-Basen und strategische Bomber.
Interessanterweise soll die Trump-Administration ein dänisches Angebot zur Ausweitung der amerikanischen Militärpräsenz auf Grönland abgelehnt haben. Washington scheint mehr zu wollen als nur zusätzliche Stützpunkte – es geht offenbar um die vollständige Kontrolle.
Ein unmoralisches Angebot?
Die niederländische Rabobank präsentierte derweil ein kreatives Gedankenexperiment: Für 50 Milliarden Dollar könnte Washington jedem der rund 50.000 Grönländer eine Million Dollar anbieten – im Tausch gegen ihr Land. Ein Vorschlag, der zynisch anmutet, aber die Dimension der amerikanischen Ambitionen verdeutlicht.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Trump seine markigen Worte in konkrete Politik umsetzen wird. Eines steht jedoch fest: Die transatlantischen Beziehungen stehen vor einer Zerreißprobe, wie sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt wurde. Und Europa muss sich fragen, ob es bereit ist, seine Interessen notfalls auch gegen den bisherigen Verbündeten zu verteidigen.
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