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Kettner Edelmetalle
05.03.2026
16:04 Uhr

Großbritannien im militärischen Niedergang: Wie London seine Verbündeten im Stich lässt

Es ist ein Bild des Jammers, das sich derzeit auf der weltpolitischen Bühne bietet: Das einst stolze Britische Empire, dessen Royal Navy die Weltmeere beherrschte und dessen Streitkräfte in zwei Weltkriegen Geschichte schrieben, steht vor den Trümmern seiner militärischen Handlungsfähigkeit. Die zögerliche Reaktion Londons auf den eskalierenden Nahostkonflikt hat nicht nur Washington erzürnt, sondern wirft fundamentale Fragen über die Verteidigungsfähigkeit eines der wichtigsten NATO-Partner auf.

Trump rechnet mit Starmer ab

US-Präsident Donald Trump hat kein Blatt vor den Mund genommen – wie man es von ihm kennt. In einer bemerkenswert scharfen Attacke warf er dem britischen Premierminister Keir Starmer vor, die historisch enge Beziehung zwischen beiden Ländern „ruiniert" zu haben. Der Auslöser: London hatte den USA zunächst die Nutzung britischer Militärbasen für präventive Schläge gegen den Iran untersagt. Starmer sei „kein Winston Churchill", so Trump in einer Formulierung, die in ihrer Schlichtheit vernichtender kaum hätte ausfallen können.

Und tatsächlich: Der Vergleich mit dem legendären Kriegspremier offenbart den ganzen Abgrund, in den Großbritannien unter der Labour-Regierung gestürzt ist. Während Churchill einst mit eiserner Entschlossenheit an der Seite der Alliierten stand, duckt sich Starmer hinter juristischen Bedenken weg. Man wolle sich nur an „legalen und gut geplanten" Militäraktionen beteiligen, ließ der Premier verlauten. Eine Formulierung, die in ihrer bürokratischen Blutleere kaum zu überbieten ist.

Drohnenangriff auf britische Basis – und niemand war vorbereitet

Besonders brisant: Eine iranische Drohne traf die britische Royal-Air-Force-Basis Akrotiri auf Zypern. Ausgerechnet Frankreich und Griechenland mussten einspringen, um Unterstützung zu leisten. Ein britischer Zerstörer werde frühestens nächste Woche auslaufen können und benötige dann noch etwa eine weitere Woche, um die Region zu erreichen. Zwei Wochen Reaktionszeit – in einem Konflikt, der sich stündlich zuspitzen kann.

Zypriotische Regierungsvertreter zeigten sich laut Berichten regelrecht wütend darüber, dass Starmer nicht öffentlich klargestellt hatte, dass die USA Akrotiri nicht nutzen würden – kurz bevor die Basis von einer mutmaßlich von der Hisbollah gesteuerten Drohne getroffen wurde. Man fühlt sich an die schlimmsten Zeiten europäischer Sicherheitspolitik erinnert, als Appeasement noch als Tugend galt.

Die kleinste Armee seit Napoleon

Die Zahlen sprechen eine erschreckende Sprache. Mit gerade einmal rund 70.000 aktiven Soldaten verfügt Großbritannien über die kleinste Armee seit den Napoleonischen Kriegen. Das International Institute for Strategic Studies attestiert dem Vereinigten Königreich, bei der Wiederaufrüstung hinter andere europäische Staaten zurückgefallen zu sein – mit gravierenden Lücken bei gepanzerten Fahrzeugen, Schiffen und bodengestützten Luftabwehrsystemen.

Simon Diggins, ein ehemaliger britischer Verteidigungsattaché, der mit US-Truppen in Afghanistan zusammenarbeitete, fasste die Lage in einem einzigen vernichtenden Satz zusammen:

„Die Briten sind nicht ernsthaft."

Trump sei zwar „vulgär, grob, unhöflich und undiplomatisch", so Diggins weiter, doch Großbritannien habe sich trotz seiner Atomwaffen und hochmodernen F-35-Kampfjets „operativ und strategisch" irrelevant gemacht. Ein Urteil, das sitzt.

Das Trauma des Irak-Krieges lähmt London

Starmers Zögerlichkeit hat freilich auch historische Wurzeln. Das Gespenst des Irak-Krieges von 2003, als der damalige Labour-Premier Tony Blair das Land in einen verheerenden und zutiefst umstrittenen Krieg führte, schwebt noch immer über der britischen Außenpolitik. Doch Analysten betonen, dass die mangelnde militärische Vorbereitung – während die USA längst Kriegsschiffe und Kampfjets in der Region zusammenzogen – ein strategisches Versagen darstelle, das weit über juristische Bedenken hinausgehe.

Tom Sharpe, der während seiner 27-jährigen Marinekarriere vier britische Kriegsschiffe kommandierte, bezeichnete das Fehlen eines Kriegsschiffs in der Region als eine der schlimmsten britischen Militärentscheidungen, die er je erlebt habe. Die „hauchdünne" Aufstellung der Streitkräfte erhöhe den Druck, wenigstens gute operative Entscheidungen zu treffen – „und auch das scheinen wir nicht hinzubekommen".

Ein Warnsignal auch für Deutschland

Was in Großbritannien geschieht, sollte auch hierzulande die Alarmglocken schrillen lassen. Denn die Parallelen sind unübersehbar: Jahrzehntelange Sparorgien bei der Bundeswehr, eine politische Klasse, die Verteidigung bestenfalls als lästige Pflichtübung betrachtet, und eine Gesellschaft, die sich lieber mit Gendersternchen und Klimakleben beschäftigt als mit der Frage, ob das eigene Land im Ernstfall verteidigungsfähig wäre.

Starmer plant, die Verteidigungsausgaben bis 2027 auf 2,5 Prozent des BIP zu steigern und nach 2029 sogar drei Prozent anzupeilen. Doch die Veröffentlichung des konkreten Investitionsplans für das nächste Jahrzehnt wurde bereits verschoben. Ankündigungen ohne Taten – auch das kennt man in Deutschland nur zu gut. Friedrich Merz hat zwar ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg gebracht, doch ob dieses Geld tatsächlich dort ankommt, wo es gebraucht wird, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Trump hat bereits angedeutet, dass Deutschland und Frankreich Großbritannien als geschätzteste Partner Washingtons in Europa ablösen könnten. Ob das als Kompliment oder als Drohung zu verstehen ist, dürfte von der Perspektive abhängen. Fest steht: In einer Welt, in der sich die geopolitischen Spannungen von der Ukraine über die Arktis bis zum Nahen Osten erstrecken, können sich weder London noch Berlin den Luxus militärischer Untätigkeit leisten.

Die Lehre aus dem britischen Debakel ist so simpel wie unbequem: Wer seine Verteidigung vernachlässigt, wird im Ernstfall zum Zuschauer degradiert. Und Zuschauer haben bekanntlich kein Mitspracherecht, wenn die Geschichte geschrieben wird.

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