
Grüne Jugend im Sumpf der Verrohung: Bobga relativiert seine Söder-Beleidigung

Was für ein Schauspiel bietet sich dem deutschen Bürger dieser Tage: Der Chef der Grünen Jugend, Luis Bobga, hat den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in einem Video als „Hurensohn" bezeichnet – und versucht nun mit rhetorischen Verrenkungen, sein Verhalten zu rechtfertigen. Die Entgleisung offenbart einmal mehr, wie tief der politische Diskurs in diesem Land gesunken ist.
Die fadenscheinige Verteidigung eines politischen Tiefpunkts
Bobga bediente sich für sein Video eines Songs, der derzeit in den sozialen Medien kursiert. Er habe lediglich einem „Trend" gefolgt, so seine Erklärung gegenüber dem Stern. Das sei etwas völlig anderes, als wenn er die Beleidigung in einem Interview ausgesprochen hätte. Eine bemerkenswerte Logik: Wer einen politischen Gegner öffentlich als „Hurensohn" bezeichnet, soll also freigesprochen werden, solange er dabei nur die Lippen zu einem Lied bewegt?
Noch dreister mutet die Ablenkungsstrategie des Grünen-Jugend-Chefs an. Er beklagte allen Ernstes eine „Schieflage" in der Debatte und fragte, warum sein Video für mehr Aufregung sorge als die vermeintlich „menschenfeindliche Politik der Regierung". Abschiebungen in Krisengebiete und Verschärfungen beim Bürgergeld – das seien die wahren Skandale, nicht etwa seine vulgäre Entgleisung.
Sexismus als Kollateralschaden?
Besonders pikant: Bobga räumte ein, dass das Wort „Hurensohn" ein „sexistischer Begriff" sei, der „aus gutem Grund nicht verwendet werden sollte". Er nehme es aber „auf sich", dass seine Aktion nun weite Verbreitung gefunden habe. Eine halbherzige Entschuldigung, die den Eindruck erweckt, als sei der eigentliche Fehler nicht die Beleidigung selbst, sondern lediglich deren öffentliche Wahrnehmung.
„Wer so etwas sagt, ist nicht länger tragbar"
Mit diesen klaren Worten reagierte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann auf den Vorfall. Er forderte eine Entschuldigung bei Söder und die Löschung des Videos. Die Grünen-Vorsitzenden Felix Banaszak und Franziska Brantner dürften dazu nicht schweigen, so Hoffmann. Banaszak äußerte sich tatsächlich – allerdings mit bemerkenswerter Milde: „Luis Bobga sagt, dass es ihm leidtut. Das finde ich gut und richtig."
Der Verfall der politischen Kultur
Dieser Vorfall ist symptomatisch für den Zustand der politischen Debatte in Deutschland. Während von konservativer Seite bei jeder noch so kleinen verbalen Entgleisung sofort der mediale Sturm losbricht, werden derartige Ausfälle aus dem linksgrünen Spektrum mit erstaunlicher Nachsicht behandelt. Bobga wollte nach eigener Aussage „junge Menschen erreichen und ihr Interesse an Politik wecken". Wenn dies bedeutet, politische Gegner mit vulgären Beleidigungen zu überziehen, dann steht es schlecht um die Zukunft des demokratischen Diskurses.
Die Grüne Jugend, die sich sonst so gerne als moralische Instanz geriert und anderen Parteien Hass und Hetze vorwirft, entlarvt sich hier selbst. Es ist dieselbe Partei, die bei jeder Gelegenheit eine „Verrohung der Sprache" beklagt – offenbar gilt dieser Maßstab nur für politische Gegner, nicht für die eigenen Reihen. Der deutsche Bürger darf sich fragen, ob solche Protagonisten tatsächlich die Zukunft der politischen Kultur in diesem Land gestalten sollten.












