
Grüner Wasserstoff frisst Millionen: Thyssenkrupp Nucera versenkt bis zu 80 Millionen Euro

Was passiert, wenn ideologiegetriebene Energiepolitik auf die harte Realität der Märkte trifft? Man verliert Geld. Sehr viel Geld. Die Thyssenkrupp-Tochter Nucera, einst als strahlender Hoffnungsträger der deutschen Wasserstoffwirtschaft gefeiert, muss nun eingestehen, dass ihr laufendes Geschäftsjahr mit einem Verlust von bis zu 80 Millionen Euro enden könnte. Ursprünglich hatte man sich noch eingeredet, der maximale Verlust werde bei 30 Millionen Euro liegen – oder man könne gar eine schwarze Null schreiben. Nun hat sich diese Prognose fast verdreifacht. Ein Desaster mit Ansage.
Vom Hoffnungsträger zum Milliardengrab
Nucera baut Elektrolyseure – jene Anlagen also, die mittels Strom aus erneuerbaren Energien Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spalten sollen. Klingt in der Theorie wunderbar. In der Praxis jedoch zeigt sich einmal mehr, dass die physikalischen und ökonomischen Gesetze sich nicht durch politische Wunschvorstellungen außer Kraft setzen lassen. Der sogenannte „grüne Wasserstoff" bleibt ein Verlustgeschäft – und das nicht erst seit gestern.
Statt der erhofften 500 bis 600 Millionen Euro Umsatz rechnet das Unternehmen für das bis September laufende Geschäftsjahr nur noch mit 450 bis 550 Millionen Euro. Die Gründe? Ein gescheitertes Pilotprojekt in den USA und erhebliche Mehrkosten bei der Nachbesserung bereits ausgelieferter Module. Die Elektrolyseanlagen, die eigentlich längst hätten arbeiten sollen, müssen erst noch optimiert werden. Man liefert also fehlerhafte Produkte aus und muss anschließend teuer nachbessern. Ein Geschäftsmodell, das selbst den wohlwollendsten Investor ins Grübeln bringen dürfte.
US-Projekt geplatzt – Kosten bleiben
Besonders pikant: In den Vereinigten Staaten wurde ein Projekt für eine Pilotanlage mit einer Kapazität von 20 Megawatt komplett aufgegeben, weil die erhofften Renditen schlicht nicht erreichbar waren. Die Kosten für dieses gescheiterte Abenteuer sollen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegen und werden im zweiten Quartal verbucht. Geld, das unwiederbringlich verloren ist.
Vorstandschef Werner Ponikwar hatte noch im Februar – trotz eines bereits schwachen ersten Quartals – die Jahresziele bestätigt und auf „positive Marktimpulse" verwiesen. Positive Marktimpulse! Man fragt sich unwillkürlich, in welchem Paralleluniversum diese Impulse stattgefunden haben sollen. Die Börse jedenfalls reagierte auf die Hiobsbotschaft mit einem Kurseinbruch von zeitweise zehn Prozent. Die Aktionäre dürften wenig begeistert sein.
Ein Symptom der gescheiterten Energiewende
Der Fall Nucera ist dabei weit mehr als nur die Geschichte eines einzelnen Unternehmens, das seine Zahlen nicht im Griff hat. Er ist symptomatisch für das gesamte Kartenhaus der deutschen Energiewende, das unter der Ägide der Grünen und ihrer ideologischen Verbündeten errichtet wurde. Milliarden an Steuergeldern flossen und fließen in Technologien, deren wirtschaftliche Tragfähigkeit bestenfalls fraglich ist. Der ehemalige Wirtschaftsminister Robert Habeck pumpte Subventionen in die Wasserstoffwirtschaft, als gäbe es kein Morgen – und tatsächlich scheint es für manche dieser Projekte kein Morgen zu geben.
Denn das grundlegende Problem des grünen Wasserstoffs bleibt bestehen: Man benötigt enorme Mengen an Strom, um Wasser zu spalten, und verliert dabei einen erheblichen Teil der eingesetzten Energie. Der Gesamtwirkungsgrad der Kette – von der Stromerzeugung über die Elektrolyse bis zur Rückverstromung – liegt bei erschreckend niedrigen Werten. Es ist, als würde man einen Euro verbrennen, um fünfzig Cent zu gewinnen, und sich dann auch noch dafür feiern lassen.
Ein Silberstreif am Horizont?
Immerhin versucht Nucera, die Stimmung mit einem positiven Ausblick bei den Neuaufträgen zu heben. Das spanische Unternehmen Moeve plane demnach, Elektrolyseure mit einer Kapazität von 300 Megawatt für eine Wasserstoffanlage in Andalusien zu bestellen. Das Auftragsvolumen könnte dadurch auf 550 bis 850 Millionen Euro steigen – gegenüber den zuvor erwarteten 348 Millionen Euro. Ob diese Aufträge am Ende tatsächlich profitabel abgewickelt werden können, steht freilich auf einem ganz anderen Blatt. Angesichts der bisherigen Bilanz wäre Skepsis mehr als angebracht.
Die Geschichte von Thyssenkrupp Nucera sollte all jenen eine Warnung sein, die glauben, man könne eine Volkswirtschaft mit ideologischen Luftschlössern am Laufen halten. Deutschland braucht eine Energiepolitik, die auf Realismus und wirtschaftlicher Vernunft basiert – nicht auf grünen Träumereien, die am Ende den Steuerzahler und die Aktionäre gleichermaßen zur Kasse bitten. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und galoppierender Staatsschulden wäre es ratsam, das eigene Vermögen auf ein solides Fundament zu stellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt – ganz ohne Subventionen, ohne Wirkungsgradverluste und ohne politische Wunschträume.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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