
Historischer Angebotsschock am Ölmarkt: Goldman Sachs warnt vor dramatischer Eskalation

Was sich derzeit an den globalen Energiemärkten abspielt, hat es in dieser Dimension noch nie gegeben. Die Investmentbank Goldman Sachs spricht vom größten Angebotsschock in der Geschichte der Rohölmärkte – und hebt ihre Preisprognosen drastisch an. Der Auslöser: Die Blockade der Straße von Hormus, jener schmalen Wasserstraße zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt. Oder besser gesagt: floss.
Die Straße von Hormus – Nadelöhr der Weltwirtschaft
Die Analysten um Daan Struyven gehen davon aus, dass die Öltransporte durch die Meerenge für einen Zeitraum von sechs Wochen auf lediglich fünf Prozent des normalen Volumens einbrechen werden. Erst danach sei mit einer schrittweisen Erholung über einen weiteren Monat zu rechnen. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Fünf Prozent. Das bedeutet, dass 95 Prozent des üblichen Ölstroms durch diese lebenswichtige Arterie des Welthandels schlicht zum Erliegen gekommen sind.
Die Konsequenzen für die Preisentwicklung sind entsprechend dramatisch. Für die Nordseesorte Brent prognostiziert Goldman Sachs nun einen Durchschnittspreis von 85 US-Dollar pro Barrel im Jahr 2026 – eine massive Anhebung gegenüber der vorherigen Schätzung von 77 Dollar. Aktuell notiert Brent sogar bei rund 108 Dollar. Auch die US-Referenzsorte WTI wurde von 72 auf 79 Dollar nach oben korrigiert.
Trumps Ultimatum und Teherans Drohgebärden
Der Hintergrund dieser beispiellosen Marktverwerfungen ist der seit nunmehr vier Wochen andauernde Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran. US-Präsident Donald Trump – der Mann, der einst versprach, Amerika aus endlosen Kriegen herauszuhalten – stellte Teheran ein 48-Stunden-Ultimatum zur Wiederöffnung der Straße von Hormus. Andernfalls, so die unmissverständliche Drohung, würden iranische Kraftwerke angegriffen. Eine Lösung? Nicht in Sicht.
Teheran reagierte seinerseits mit der Ankündigung von Gegenmaßnahmen gegen die Energieinfrastruktur im gesamten Nahen Osten. Eine Eskalationsspirale, die jeden Diplomaten erschaudern lassen müsste – und die Ölpreise weiter in die Höhe treiben dürfte. Wer geglaubt hatte, die geopolitischen Spannungen der vergangenen Jahre seien bereits das Maximum des Erträglichen gewesen, wird nun eines Besseren belehrt.
Produktionsausfälle von historischem Ausmaß
Die Zahlen, die Goldman Sachs präsentiert, sind schlicht atemberaubend. Derzeit belaufen sich die Produktionsausfälle im Nahen Osten auf rund 11 Millionen Barrel pro Tag. Doch damit nicht genug: Die Analysten rechnen mit einem möglichen Anstieg auf bis zu 17 Millionen Barrel täglich. Kumuliert könnten sich die Verluste auf mehr als 800 Millionen Barrel summieren. Eine Zahl, die die historische Dimension dieses Schocks eindrücklich unterstreicht.
Besonders Asien leidet bereits unter einer zunehmenden Angebotsverknappung. Paradoxerweise steigen gleichzeitig die kommerziellen Rohölbestände in den OECD-Ländern Nordamerikas und Europas weiter an – ein Relikt aus der Zeit vor dem Konflikt, als das globale Angebot die Nachfrage noch überstieg. Doch diese Puffer werden nicht ewig halten.
Was bedeutet das für den deutschen Verbraucher?
Während sich Analysten in ihren Prognosemodellen verlieren, spürt der deutsche Bürger die Auswirkungen längst an der Tankstelle und bei der Heizkostenabrechnung. Deutschland, das sich unter der Ägide grüner Energiepolitik systematisch von verlässlichen Energiequellen verabschiedet hat, steht nun besonders verwundbar da. Die Abschaltung der letzten Kernkraftwerke, der schleppende Ausbau der Infrastruktur, die ideologiegetriebene Energiewende – all das rächt sich in Zeiten wie diesen bitter.
Goldman Sachs bringt es auf den Punkt: Die hohe Konzentration von Produktion und Reservekapazitäten im Nahen Osten sowie die Verwundbarkeit der globalen Energieinfrastruktur seien strukturelle Risiken, die politische Entscheidungsträger und Märkte nun endlich erkennen müssten. Man fragt sich unwillkürlich, ob diese Erkenntnis in Berlin jemals ankommen wird – oder ob man dort weiterhin lieber über Gendersternchen und Lastenfahrräder philosophiert, während die energiepolitische Realität mit voller Wucht zuschlägt.
Edelmetalle als sicherer Hafen in stürmischen Zeiten
In einem Umfeld derart massiver geopolitischer Verwerfungen und explodierender Energiepreise zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Während Aktienmärkte weltweit abstürzen – der DAX fiel bereits unter die Marke von 22.000 Punkten – und die Inflation durch steigende Energiekosten weiter angeheizt wird, bieten Gold und Silber genau jenen Schutz, den Anleger in Krisenzeiten dringend benötigen. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, kommt an einer soliden Beimischung physischer Edelmetalle im Portfolio kaum vorbei.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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