
Historischer Wintersturm legt Amerika lahm: Viertelmillion Haushalte im Dunkeln

Ein gewaltiger Wintersturm hat die Vereinigten Staaten fest im Griff und offenbart einmal mehr die Verwundbarkeit moderner Infrastruktur gegenüber den Launen der Natur. Von New Mexico bis North Carolina erstreckt sich ein eisiges Band aus Schnee und gefrierendem Regen, das mindestens 250.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten hat.
Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung betroffen
Die Dimensionen dieses Wetterphänomens sind beachtlich: Bis zu 240 Millionen US-Bürger könnten nach Angaben von Verkehrsminister Sean Duffy von den Auswirkungen des Sturms betroffen sein. Das entspricht mehr als der Hälfte der gesamten amerikanischen Bevölkerung. Besonders hart trifft es die Bundesstaaten Mississippi, Louisiana und Texas, wo die Stromausfälle laut dem Portal poweroutage.us am gravierendsten ausfallen.
US-Heimatschutzministerin Kristi Noem sprach bereits am Freitag von einem „historischen Wintersturm" – eine Einschätzung, die angesichts der Schneemassen von stellenweise über 20 Zentimetern in Kansas, Oklahoma und Missouri durchaus berechtigt erscheint.
Notstand in 20 Bundesstaaten ausgerufen
Die politische Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Mindestens 20 Bundesstaaten sowie die Hauptstadt Washington haben den Notstand ausgerufen. Tausende Flüge wurden gestrichen, der Reiseverkehr kam vielerorts zum Erliegen. Vor den Supermärkten bildeten sich lange Schlangen von Bürgern, die sich mit Lebensmitteln eindecken wollten – ein Bild, das an Krisenzeiten erinnert.
„Die Auswirkungen von Schnee und Schneeregen werden bis weit in die nächste Woche hinein anhalten, wobei es immer wieder zu Vereisungen kommen wird"
So warnte der Nationale Wetterdienst eindringlich vor den gefährlichen Straßenverhältnissen.
Wenn die Natur die Grenzen der Technik aufzeigt
Während am Samstag der Sturm die dicht besiedelten Mittelatlantik-Bundesstaaten erreichte und sich weiter Richtung Nordosten bewegte, öffneten viele Städte Wärmestuben für Obdachlose. Eine notwendige Maßnahme, die jedoch auch die Frage aufwirft, wie robust unsere modernen Gesellschaften tatsächlich gegen Naturgewalten gewappnet sind.
Die Bilder von vereisten Flugzeugen am Dallas Fort Worth International Airport und schneebedeckten Highways in Little Rock, Arkansas, sprechen eine deutliche Sprache. Sie zeigen, dass selbst die größte Wirtschaftsmacht der Welt vor den Elementen kapitulieren muss.
Für die kommenden Tage ist keine Entspannung in Sicht. Der Sturm soll im Laufe des Sonntags New York erreichen und die Ostküste weiter in Atem halten. Die amerikanischen Bürger werden sich wohl noch eine Weile warm anziehen müssen – sofern sie überhaupt Strom zum Heizen haben.
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