
Hongkong setzt auf Gold: Neuer Strategieausschuss soll Rohstoff-Drehscheibe etablieren
Während westliche Finanzzentren zunehmend mit regulatorischen Hürden und politischer Unsicherheit kämpfen, positioniert sich Hongkong mit bemerkenswerter Entschlossenheit als künftiger Dreh- und Angelpunkt des internationalen Goldhandels. Die Sonderverwaltungszone hat am Montag erstmals ihren neu gegründeten Commodity Strategy Committee zusammengerufen – ein deutliches Signal, dass die asiatische Metropole ihre Ambitionen im Rohstoffsektor ernst meint.
Goldhandel als strategische Priorität
Unter dem Vorsitz von Finanzminister Paul Chan Mo-po tagte das Gremium mit einem klaren Ziel vor Augen: Hongkong soll zu einem globalen Rohstoffhandelszentrum aufsteigen, wobei Gold die absolute Priorität genießt. Christopher Hui Ching-yu, Staatssekretär für Finanzdienstleistungen und Finanzen, machte gegenüber chinesischen Medien unmissverständlich klar, dass die Entwicklung eines internationalen Goldhandelszentrums an oberster Stelle der Agenda stehe.
Die Pläne sind ambitioniert und konkret zugleich. Bereits im kommenden Jahr soll ein zentrales Gold-Clearingsystem etabliert werden, flankiert von der Gründung eines Branchenverbandes für die Goldindustrie. Besonders bemerkenswert erscheint die angestrebte Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Shanghai Gold Exchange, durch die Hongkong seinen Einfluss auf die internationale Goldpreisbildung ausbauen möchte.
Innovatives Geschäftsmodell lockt internationale Raffinerien
Ein besonders cleverer Schachzug ist das vorgeschlagene Modell „Hongkong-Import – Shenzhen-Raffination – Übersee-Reexport". Dieses Konzept zielt darauf ab, internationale Goldraffinerien in die Region zu locken. Laut Hui hätten bereits einige Unternehmen Interesse bekundet, Raffinerien in der Stadt zu errichten.
„Hongkong hat enormes Potenzial, seinen Rohstoffmarkt zu entwickeln", betonte Finanzminister Chan während der Ausschusssitzung und verwies auf den freien Kapital-, Waren- und Informationsfluss unter dem Prinzip „Ein Land, zwei Systeme".
Was bedeutet dies für den globalen Goldmarkt?
Die Entwicklung in Hongkong verdient besondere Aufmerksamkeit, denn sie könnte die Machtverhältnisse im internationalen Goldhandel nachhaltig verschieben. Traditionell dominieren London und New York die Preisbildung bei Edelmetallen. Doch mit dem systematischen Aufbau einer asiatischen Infrastruktur für den physischen Goldhandel, Derivate und Logistik könnte sich das Gravitationszentrum des Goldmarktes weiter nach Osten verlagern.
Für Anleger, die auf physische Edelmetalle setzen, sind diese Entwicklungen durchaus relevant. Eine stärkere asiatische Präsenz im Goldhandel könnte langfristig zu mehr Liquidität und möglicherweise auch zu einer transparenteren Preisfindung führen. In Zeiten, in denen das Vertrauen in Papiergeld und digitale Währungen schwindet, unterstreicht Hongkongs strategische Ausrichtung einmal mehr die zeitlose Bedeutung von Gold als Wertspeicher und Handelsware.
Die Botschaft aus Fernost ist eindeutig: Während manche westliche Regierungen sich in ideologischen Debatten verlieren, bauen andere systematisch an der Infrastruktur für die Zukunft des Rohstoffhandels.
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