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Kettner Edelmetalle
17.03.2026
12:44 Uhr

Hormus-Blockade: Deutschland duckt sich weg, während die Welt um Öl und Gas bangt

Hormus-Blockade: Deutschland duckt sich weg, während die Welt um Öl und Gas bangt

Es ist ein Schauspiel, das man sich nicht hätte ausdenken können – und das doch so typisch ist für die außenpolitische Haltung der Bundesrepublik im 21. Jahrhundert. Während der Iran seit Anfang März 2026 die Straße von Hormus schrittweise blockiert und damit eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt in Geiselhaft nimmt, verkünden Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius unisono: „Es ist nicht unser Krieg." Man reibt sich die Augen.

Teherans Würgegriff am Nadelöhr der Weltwirtschaft

Seit dem 2. März blockiert das iranische Regime die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman – jene schmale Wasserstraße, durch die jährlich rund ein Fünftel des globalen Ölhandels fließt. Tanker liegen still. Frachtschiffe werden bedroht. Die Revolutionsgarden, die berüchtigten Pasdaran, kontrollieren de facto, wer passieren darf und wer nicht. Es ist ein geopolitisches Erpressungsinstrument erster Güte.

Iranischer Außenminister Abbas Araghchi erklärte gegenüber dem US-Sender CBS, Teheran sei „von einer Reihe von Ländern angesprochen worden", die um sichere Durchfahrt für ihre Schiffe gebeten hätten. Die Entscheidung darüber treffe allerdings das iranische Militär. Berichten zufolge dürften Schiffe aus der Türkei, China, Indien und Pakistan passieren – nicht jedoch solche der USA und deren Verbündeter. Die Botschaft könnte kaum deutlicher sein: Wer Washington nahesteht, wird bestraft.

Indien handelt, Deutschland philosophiert

Während die Bundesregierung in Berlin noch darüber sinniert, ob die Krise überhaupt etwas mit Deutschland zu tun habe, schickte Neu-Delhi kurzerhand drei Kriegsschiffe in den Golf und begleitete zwei eigene LNG-Tanker sicher durch die Meerenge. Auch Pakistan brachte einen Öltanker am 15. März unbeschadet hindurch. Pragmatismus statt Prokrastination – so sieht entschlossenes Handeln aus.

Und Deutschland? Deutschland erklärt sich für nicht zuständig. Man könnte fast meinen, die Bundesrepublik sei eine Binnenlandidylle ohne jegliche Abhängigkeit von globalen Energielieferungen. Dabei weiß jeder, der auch nur einen flüchtigen Blick auf die deutsche Energiebilanz wirft, dass steigende Öl- und Gaspreise unmittelbar auf die ohnehin gebeutelten Verbraucher durchschlagen. Jeder Liter Benzin, jede Gasrechnung, jedes Industrieprodukt – alles hängt an funktionierenden Lieferketten. Aber nein, es sei ja „nicht unser Krieg".

Die Minen-Gefahr: Ein Albtraum für den Welthandel

Besonders beunruhigend ist die Möglichkeit, dass die Pasdaran die Meerenge mit Seeminen verseuchen könnten. Experten unterscheiden dabei zwischen Standardminen, die aufwendig am Meeresboden verankert werden müssen, und Treibminen, die von kleinen Schnellbooten in kürzester Zeit ausgelegt werden können. Die Revolutionsgarden verfügen über eine beträchtliche Flotte solcher Boote. Schon wenige Minen würden ausreichen, um den Schiffsverkehr für Wochen oder gar Monate lahmzulegen.

Das Pentagon hat reagiert. US-Generalstabschef Dan Caine und Kriegsminister Pete Hegseth erklärten bereits am 13. März, die Verhinderung iranischer Minenverlegung habe höchste Priorität. Präsident Trump rief NATO-Verbündete zur Unterstützung auf und zeigte sich zuversichtlich, dass Frankreich, Japan, Südkorea oder Großbritannien Schiffe entsenden würden. Bislang hat sich jedoch keine „Golf-Koalition" formiert – und Deutschland macht keinerlei Anstalten, sich zu beteiligen.

Die Bundesmarine könnte – wenn sie dürfte

Das Absurde an der Situation: Die deutsche Marine verfügt durchaus über die nötigen Fähigkeiten. Das 3. Minensuchgeschwader mit seinen zehn Minenjagdbooten der Frankenthal-Klasse gehört zu den erfahrensten Verbänden dieser Art weltweit. Jahrzehntelang haben deutsche Marinekräfte Seeminen aus dem Zweiten Weltkrieg in der Ostsee geräumt – eine Expertise, die im Persischen Golf dringend gebraucht würde.

Doch politischer Wille und militärische Fähigkeit sind in Deutschland seit jeher zwei grundverschiedene Dinge. Jeder Einsatz erfordere „detaillierte Planung mit langem Vorlauf", heißt es aus Marinekreisen. Diese Zeithürde spiele den Pasdaran in die Hände. Und so verstreicht kostbare Zeit, während die Bundesregierung abwägt, diskutiert und am Ende – wie so oft – nichts tut.

Ein Muster der Untätigkeit

Die deutsche Haltung zur Hormus-Krise reiht sich nahtlos ein in eine lange Tradition außenpolitischer Passivität. Ob Ukraine-Krieg, ob Nahost-Eskalation, ob nun die iranische Seeblockade – Berlin reagiert stets nach dem gleichen Schema: Betroffenheit zeigen, Diplomatie beschwören, militärisches Engagement ablehnen. Man fragt sich unwillkürlich, wozu dieses Land eigentlich 500 Milliarden Euro an Sondervermögen aufnimmt, wenn nicht für genau solche Situationen, in denen die Sicherheit der eigenen Versorgungswege auf dem Spiel steht.

Die Wahrheit ist unbequem: Deutschland ist verwundbar. Die Abhängigkeit von globalen Energiemärkten ist nach dem selbstverschuldeten Ausstieg aus der Kernenergie größer denn je. Jede Störung an einem strategischen Nadelöhr wie der Straße von Hormus trifft die deutsche Wirtschaft mit voller Wucht. Steigende Energiepreise bedeuten steigende Produktionskosten, steigende Inflation, sinkende Wettbewerbsfähigkeit. Und am Ende zahlt der deutsche Bürger die Zeche – an der Tankstelle, bei der Stromrechnung, im Supermarkt.

Gold als Fels in der Brandung

In Zeiten geopolitischer Verwerfungen wie diesen zeigt sich einmal mehr der unschätzbare Wert physischer Edelmetalle. Während Aktienmärkte nervös reagieren, Ölpreise wild schwanken und Währungen unter Druck geraten, bleibt Gold das, was es seit Jahrtausenden ist: ein sicherer Hafen. Wer in Zeiten eskalierender Konflikte und fragiler Lieferketten sein Vermögen schützen möchte, sollte die Beimischung physischer Edelmetalle in ein breit gestreutes Portfolio ernsthaft in Betracht ziehen. Denn wenn Regierungen versagen und Diplomatie scheitert, ist es das greifbare, unvergängliche Metall, das seinen Wert behält.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für individuelle Investitionsentscheidungen unserer Leser.

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