
Ifo-Institut will deutschen Familien ans Portemonnaie – Elterngeld und Mütterrente sollen bluten
Es ist immer dasselbe Spiel: Wenn der Staat über Jahre hinweg über seine Verhältnisse lebt, wenn Milliarden in fragwürdige Projekte, ideologische Experimente und eine ausufernde Bürokratie versickern, dann sucht man am Ende die Zeche bei jenen, die ohnehin schon den Karren ziehen – den arbeitenden Familien dieses Landes. Genau in diese Kerbe schlägt nun ein Vorschlag des Münchner Ifo-Instituts, der es in sich hat.
71 Prozent niedriger – die Axt am Elterngeld
Wie das renommierte Wirtschaftsforschungsinstitut im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in Berlin präsentierte, soll die Einkommensgrenze beim Elterngeld von derzeit 175.000 Euro auf magere 50.000 Euro zusammengestrichen werden. Das wäre eine Kürzung um sage und schreibe 71,43 Prozent. Mit anderen Worten: Wer als Paar oder als Alleinerziehender fleißig arbeitet, Steuern zahlt und sich ein bescheidenes Polster aufgebaut hat, soll künftig leer ausgehen.
Die Begründung der Ökonomen klingt dabei wie aus dem Lehrbuch sozialer Umverteilung:
„Dadurch würde der Kreis der Anspruchsberechtigten deutlich eingeschränkt und die Leistung stärker auf Haushalte mit niedrigen Einkommen konzentriert.“
Übersetzt heißt das: Die Mittelschicht, das Rückgrat dieser Republik, wird einmal mehr zur Kasse gebeten. Wer leistet, wird bestraft. Eine bemerkenswerte Logik in einem Land, das händeringend nach Nachwuchs ruft und gleichzeitig jenen Familien das Leben schwer macht, die diesen Nachwuchs überhaupt erst in die Welt setzen.
60 Milliarden Euro Sparpotenzial – auf dem Rücken der Familien
Das Ifo-Institut beziffert das gesamte Einsparvolumen bis zum Jahr 2030 auf bis zu 60 Milliarden Euro jährlich. Rund 54 Milliarden davon sollen durch Eingriffe bei der Rentenversicherung, beim Elterngeld und durch den Abbau von Subventionen erreicht werden. Allein die Streichungen beim Elterngeld brächten demnach drei Milliarden Euro. Aktuell stellt der Bund hierfür rund 7,5 Milliarden Euro bereit – Geld, das direkt in junge Familien fließt.
Ifo-Präsident Clemens Fuest mahnt, nur durch eine Konsolidierung des Haushalts lasse sich verhindern, dass Nettokreditaufnahme und Staatsschulden in den kommenden Jahren explodierten. Ein hehres Ziel – wenn man bedenkt, dass dieselbe Politik gerade ein schuldenfinanziertes Sondervermögen von 500 Milliarden Euro durchgewunken hat. Man fragt sich unweigerlich: Warum spart man ausgerechnet dort, wo es die Zukunft des Landes am härtesten trifft, während man andernorts mit vollen Händen neue Schulden anhäuft?
Auch die Mütterrente steht auf der Abschussliste
Doch damit nicht genug. Das Szenario der Ökonomen sieht zudem vor, die Renten künftig nicht mehr an die Löhne, sondern lediglich an die Inflation zu koppeln. Und die Mütterrente – jene Leistung, die endlich die Lebensleistung von Müttern anerkennt – soll innerhalb von vier Jahren auf die Hälfte ihres heutigen Niveaus zusammengestrichen werden.
Immerhin: Die CSU, die diese Ausweitung in der Koalition mühsam durchgesetzt hatte, stellt sich quer. Parteichef Markus Söder lehnt entsprechende Änderungen ab. Ob dieser Widerstand jedoch dem Spardruck der schwarz-roten Koalition standhält, bleibt abzuwarten.
Die „Rasenmäher“-Methode der Politik
Besonders aufschlussreich war der Auftritt von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann bei der Berliner Veranstaltung. Er sprach sich für die sogenannte „Rasenmäher“-Methode aus – also pauschale Kürzungen von Subventionen um jeweils 15 Prozent pro Jahr über vier Jahre hinweg. Ein Bild, das treffender kaum sein könnte: Statt mit dem Skalpell gezielt Verschwendung zu beseitigen, fährt man mit dem Rasenmäher über alles, was nicht niet- und nagelfest ist.
Am 6. Juli soll im Bundeskabinett der Entwurf des Haushalts 2027 beschlossen werden. In der Finanzplanung der kommenden Jahre klaffen Milliardenlücken, und die Koalition will Anfang Juli ein großes Reformpaket auf den Weg bringen – im Zentrum eine Rentenreform. Eine Einkommensteuerreform zur Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen ist ab 2027 ebenfalls geplant, doch die Gegenfinanzierung steht in den Sternen.
Wenn der Staat Familien als Sparbüchse missbraucht
Was bleibt, ist ein bitterer Beigeschmack. Während die öffentliche Hand seit Jahren Geld für ideologische Steckenpferde verbrennt, soll nun ausgerechnet die Familie – das Fundament jeder gesunden Gesellschaft – herhalten, um die Löcher zu stopfen. Wer Kinder bekommt, leistet einen unbezahlbaren Dienst an der Zukunft dieses Landes. Dass man diesen Menschen nun den Geldhahn zudrehen will, ist mehr als nur ein finanzpolitisches Detail – es ist ein Offenbarungseid einer Politik, die ihre Prioritäten gründlich aus den Augen verloren hat.
In Zeiten, in denen das Vertrauen in staatliche Versprechen schwindet und die Inflation das ohnehin schmale Ersparte auffrisst, gewinnt ein altes Prinzip wieder an Bedeutung: die eigene Vorsorge. Wer sich nicht allein auf die Zusagen der Politik verlassen möchte, der setzt seit jeher auf werthaltige Sachwerte. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie Krisen, Währungsreformen und politische Eskapaden überdauern – als solider Baustein eines breit gestreuten und krisenfesten Vermögens.
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