
Industriestandort am Ende: Valeo schließt Werk in Bayern – 143 Arbeitsplätze vernichtet

Es ist ein weiterer Sargnagel für den deutschen Industriestandort: Der französische Automobilzulieferer Valeo macht seinen Standort in Bad Neustadt an der Saale dicht. Am Mittwoch wurden die verbliebenen 183 Mitarbeiter über das bittere Ende informiert. Für 143 von ihnen bedeutet dies den Verlust ihres Arbeitsplatzes – ein Schicksal, das in der deutschen Automobilbranche längst zur traurigen Normalität geworden ist.
Vom florierenden Standort zum Auslaufmodell
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Einst arbeiteten an diesem bayerischen Standort mehr als 500 Menschen. Zum Jahreswechsel waren es nur noch 183 – und nun sollen selbst diese wenigen Verbliebenen größtenteils gehen. Besonders bitter: Viele der Betroffenen sind hochqualifizierte Fachkräfte aus den Bereichen Forschung und Entwicklung. Genau jene Kompetenzen also, die Deutschland eigentlich dringend bräuchte, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.
Der Konzern hält sich bedeckt, wann genau der Betrieb endgültig eingestellt wird. Doch Insider gehen davon aus, dass der Großteil der Abwicklung noch im laufenden Jahr über die Bühne gehen wird. Ein schwacher Trost für die Betroffenen: 40 Mitarbeitern soll angeboten werden, zum 140 Kilometer entfernten Standort in Erlangen zu wechseln. Ob dies für Familien mit schulpflichtigen Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen eine realistische Option darstellt, darf bezweifelt werden.
Asiatische Konkurrenz als Totengräber?
Die Konzernleitung begründet den drastischen Schritt mit der schwierigen Lage der Industrie und dem starken Wettbewerb aus Asien. Man sei gezwungen, den Forschungs- und Entwicklungsansatz anzupassen und Aktivitäten in größeren Zentren zu bündeln. Hinzu kämen sinkende Produktionsmengen der Autohersteller. Was der Konzern verschweigt: Die hausgemachten Probleme der deutschen Wirtschaftspolitik, die mit überbordender Bürokratie, explodierenden Energiekosten und einer ideologiegetriebenen Verkehrswende maßgeblich zur Misere beigetragen hat.
Gewerkschaft spricht von Skandal
Die IG Metall findet deutliche Worte. Reiner Gehring von der Gewerkschaft bezeichnete die Entscheidung als
„Skandal und Schlag ins Gesicht der verbliebenen Beschäftigten, die mit Herzblut am Erhalt des Standortes gearbeitet haben."
Besonders bitter für die Arbeitnehmervertreter: Sie hatten diese Entwicklung bereits Ende 2023 vorausgesagt. Damals warnten sie eindringlich, dass ein Entwicklungsstandort ohne dazugehörige Produktion in diesem Konzern keine Zukunft haben werde. Die Produktion wurde 2024 eingestellt – und nun folgt das endgültige Aus.
Auch Ebern vor dem Kahlschlag
Doch damit nicht genug: Auch am Valeo-Standort Ebern in Bayern droht ein massiver Jobabbau. Dort sollen mehr als 90 Beschäftigte ihre Arbeitsplätze verlieren. Lediglich 37 von ihnen wird ein Wechsel nach Erlangen angeboten. Die Deindustrialisierung Deutschlands schreitet unaufhaltsam voran – und die Politik schaut tatenlos zu, während ein Traditionsstandort nach dem anderen verschwindet.
Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis: Deutschland verliert im globalen Wettbewerb zunehmend den Anschluss. Während andere Länder ihre Industrie stärken und fördern, erstickt die heimische Wirtschaft unter einer Last aus Regulierungen, Abgaben und einer Energiepolitik, die jede Planungssicherheit zunichte macht. Die 143 Mitarbeiter in Bad Neustadt sind nur die jüngsten Opfer dieser verhängnisvollen Entwicklung.
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