Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
18.02.2026
06:48 Uhr

Inflations-Schock: Warum der Osten Deutschlands die Zeche für politisches Versagen zahlt

Die Preisexplosion der vergangenen Jahre hat Deutschland nicht gleichmäßig getroffen – sie hat das Land regelrecht gespalten. Eine aktuelle Auswertung des ifo-Instituts in Dresden legt schonungslos offen, was viele Bürger längst am eigenen Geldbeutel spüren: Ostdeutsche Bundesländer und das chronisch kriselnde Bremen wurden von der Inflation weitaus härter getroffen als der wohlhabende Westen. Zwischen Brandenburg und Hamburg klafft eine Lücke von fast vier Prozentpunkten. Vier Prozentpunkte – das ist kein statistisches Rauschen, das ist ein Wohlstandsgefälle, das sich in jedem Einkaufswagen, jeder Heizkostenabrechnung und jedem Friseurbesuch niederschlägt.

Brandenburg führt die traurige Rangliste an

Im Zeitraum von 2020 bis 2025 lag die bundesweite Inflation bei 21,8 Prozent. Eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: Mehr als ein Fünftel der Kaufkraft – einfach verdampft. Doch während Hamburg mit einer um 2,1 Prozentpunkte niedrigeren Teuerung noch vergleichsweise glimpflich davonkam, mussten die Brandenburger einen Aufschlag von 1,8 Prozentpunkten über dem Bundesdurchschnitt verkraften. Bremen und Sachsen folgten mit jeweils 1,7 Prozentpunkten Überschuss dicht dahinter, Sachsen-Anhalt mit 1,6.

Man könnte meinen, über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung hätte sich die wirtschaftliche Kluft zwischen Ost und West endlich geschlossen. Die Realität zeichnet ein anderes Bild. Ein bitteres Bild. Und eines, das die politische Klasse in Berlin offenbar nicht sonderlich zu beunruhigen scheint.

Wohnen, Strom, Gas – die Preistreiber der kleinen Leute

Was die regionalen Unterschiede besonders befeuert, ist wenig überraschend: der Bereich Wohnen. Dazu zählen nicht nur Mieten, sondern auch Strom, Gas und andere Brennstoffe. In Hamburg stiegen diese Kosten deutlich langsamer als im Bundesdurchschnitt, in Bremen dagegen explodierten sie förmlich. Da die Wohnkosten einen enormen Anteil am statistischen Warenkorb ausmachen, schlagen Abweichungen hier mit voller Wucht durch.

Wer sich noch an die ideologisch getriebene Energiepolitik der vergangenen Jahre erinnert – den überstürzten Atomausstieg, die Abhängigkeit von russischem Gas, die milliardenschweren Subventionen für eine Energiewende, deren Kosten am Ende der einfache Bürger trägt –, der dürfte sich über diese Zahlen kaum wundern. Die Energiepreise sind das Ergebnis politischer Entscheidungen, nicht höherer Gewalt. Und diese Entscheidungen wurden maßgeblich von einer Ampelkoalition getroffen, die mittlerweile zu Recht Geschichte ist.

Mindestlohn als Preistreiber im Osten

Besonders aufschlussreich ist ein weiterer Befund der ifo-Forscher: In Brandenburg und Sachsen waren es nicht primär die Wohnkosten, die die Inflation über den Durchschnitt trieben, sondern der Bereich „andere Waren und Dienstleistungen" – also Friseure, Pflegeleistungen, Versicherungen. Die Studienautoren vermuten, dass die Anhebung des Mindestlohns in Ostdeutschland stärker auf die Preise durchschlage als im Westen. Eine These, die ökonomisch absolut plausibel ist. Wo die Lohnstruktur niedriger liegt, trifft eine gesetzliche Lohnuntergrenze die Betriebe härter – und die geben die Kosten selbstverständlich an ihre Kunden weiter.

Der aktuelle Mindestlohn von 12,82 Euro pro Stunde mag politisch populär sein. Doch er ist eben auch ein Preistreiber, der ausgerechnet jene Regionen am stärksten belastet, die ohnehin schon wirtschaftlich schwächer aufgestellt sind. Ein klassisches Beispiel für gut gemeinte Politik mit verheerenden Nebenwirkungen.

Berlins Sonderrolle – und der fragwürdige Mietendeckel

Interessanterweise ist Berlin das einzige ostdeutsche Bundesland mit unterdurchschnittlicher Inflation. Die Hauptstadt lag 0,6 Prozentpunkte unter dem Bundesschnitt. Die Forscher führen dies unter anderem auf den Berliner Mietendeckel zurück, der die Wohnkosten künstlich niedrig gehalten habe. Doch wer glaubt, staatliche Preiskontrollen seien eine nachhaltige Lösung, der hat die Geschichte nicht verstanden. Der Mietendeckel wurde vom Bundesverfassungsgericht kassiert, und seine langfristigen Folgen – weniger Neubau, Investitionsstau, Verfall der Bausubstanz – werden Berlin noch jahrelang beschäftigen.

Reallöhne: Ein Lichtblick mit Schattenseiten

Wer nun ausschließlich auf die Inflationszahlen starrt, bekommt allerdings nur die halbe Wahrheit serviert. Bezieht man die Lohnentwicklung mit ein, verschiebt sich das Bild erheblich. Thüringen etwa verzeichnete von 2020 bis 2024 einen realen Stundenlohnzuwachs von 3,6 Prozentpunkten über der Preissteigerung. Berlin folgte mit 2,6, Mecklenburg-Vorpommern mit 2,5 Prozentpunkten. Selbst Brandenburg, der Inflations-Spitzenreiter, konnte real noch 1,7 Prozentpunkte zulegen.

Im Westen sieht es dagegen düster aus. Bremen bildet mit einem realen Minus von 3,9 Prozentpunkten das absolute Schlusslicht. Niedersachsen verlor 2,5, Baden-Württemberg 2,4 und Nordrhein-Westfalen 2,3 Prozentpunkte an realer Kaufkraft. Selbst Bayern, das sich so gerne als wirtschaftliches Musterland inszeniert, musste ein Minus von 1,7 Prozentpunkten hinnehmen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei minus 1,1 – was bedeutet, dass die Deutschen insgesamt ärmer geworden sind. Real ärmer. Trotz Wirtschaftswachstum, trotz Mindestlohnerhöhung, trotz aller Versprechen der Politik.

Die bittere Bilanz einer verfehlten Wirtschaftspolitik

Diese Zahlen sind mehr als trockene Statistik. Sie sind ein Armutszeugnis für eine Politik, die jahrelang Geld mit vollen Händen ausgegeben hat, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Die Inflation der vergangenen Jahre war kein Naturereignis – sie war das direkte Ergebnis einer expansiven Geldpolitik der EZB, einer desaströsen Energiepolitik und einer Ausgabenorgie, die mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz nun fröhlich fortgesetzt wird. Wer glaubt, dass schuldenfinanzierte Infrastrukturprogramme die Inflation eindämmen werden, der glaubt vermutlich auch, dass man einen Brand mit Benzin löschen kann.

Die Leidtragenden sind wie immer die kleinen Leute. Die Rentner, deren Ersparnisse dahinschmelzen. Die Familien, die am Monatsende nicht mehr wissen, wie sie die Stromrechnung bezahlen sollen. Die Handwerker und Kleinunternehmer, die zwischen steigenden Kosten und preissensiblen Kunden zerrieben werden. Für sie alle sind diese Inflationszahlen keine abstrakte Größe – sie sind gelebte Realität.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, das eigene Vermögen vor dem schleichenden Kaufkraftverlust zu schützen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade in Phasen hoher Inflation und politischer Unsicherheit. Wer sein Portfolio mit realen Sachwerten ergänzt, schafft sich ein Fundament, das keine Zentralbank und keine Regierung einfach weginflationieren kann.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen