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Kettner Edelmetalle
10.03.2026
16:07 Uhr

Iran-Krieg erschüttert deutsche Konjunkturhoffnungen: Wirtschaftsinstitute senken Prognosen drastisch

Was viele Beobachter seit Wochen befürchtet haben, wird nun bittere Realität: Der Krieg im Nahen Osten trifft die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft mit voller Wucht. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute des Landes – vom Ifo-Institut über das IMK bis hin zum RWI und IW Köln – sehen sich gezwungen, ihre Konjunkturprognosen nach unten zu korrigieren. Die Bandbreite der erwarteten Einbußen beim Bruttoinlandsprodukt reicht dabei von 0,2 bis zu einem vollen Prozentpunkt. Ein Schlag ins Kontor für ein Land, das sich gerade erst zaghaft aus der wirtschaftlichen Stagnation herausarbeiten wollte.

Energiepreise als Achillesferse der deutschen Wirtschaft

Man könnte meinen, Deutschland hätte aus der Energiekrise der Jahre 2022 und 2023 gelernt. Doch weit gefehlt. Die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten erweist sich einmal mehr als strukturelle Schwachstelle der größten Volkswirtschaft Europas. Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser rechne im günstigsten Szenario – einem raschen Rückgang der Öl- und Gaspreise innerhalb weniger Wochen – mit einem Anstieg der Inflationsrate auf knapp 2,5 Prozent. Das Wirtschaftswachstum würde sich in diesem Fall um rund 0,2 Prozentpunkte verlangsamen, was für 2026 noch ein Wachstum von 0,8 Prozent und für 2027 von 1,2 Prozent bedeuten würde.

Doch das ist das Optimisten-Szenario. Sollten die Preise für fossile Energie über einen längeren Zeitraum stark erhöht bleiben, halte das Ifo-Institut eine Inflationsrate von 3 Prozent für durchaus möglich. In diesem Fall würde das Wachstum auf magere 0,6 Prozent in diesem und 0,8 Prozent im kommenden Jahr zusammenschrumpfen. Für ein Land, das bereits seit Jahren unter einer schleichenden Deindustrialisierung leidet, sind das keine Zahlen, die Zuversicht verbreiten.

Die Erholung steht auf der Kippe

Besonders alarmierend klingen die Worte von Sebastian Dullien, dem wissenschaftlichen Direktor des IMK. Noch vor dem Kriegsausbruch habe die Tendenz dahin gegangen, die bisherige Erwartung von 1,2 Prozent Wirtschaftswachstum für 2026 sogar noch leicht nach oben zu korrigieren. „Das hat sich jetzt auf jeden Fall erledigt", so Dullien unmissverständlich. Sollte der Ölpreis zwar schnell wieder unter 100 Dollar pro Fass fallen, dürften sich die Folgen in Grenzen halten – lediglich einige Zehntel Prozentpunkte Wachstum gingen verloren. Doch halte der Krieg länger an und seien die Öl- und LNG-Lieferungen aus der Region über einen längeren Zeitraum unterbrochen, könne der Energiepreisschock groß genug sein, um die zaghafte Erholung in Deutschland vollständig zum Erliegen zu bringen.

Man muss sich diese Aussage auf der Zunge zergehen lassen: Die gesamte wirtschaftliche Erholung Deutschlands hängt davon ab, wie schnell ein Krieg in Tausenden Kilometern Entfernung beendet wird. Das ist das Ergebnis einer jahrelangen Energiepolitik, die ideologisch getrieben war und die Versorgungssicherheit sträflich vernachlässigt hat.

Langfristszenarien machen Angst

Samina Sultan vom IW Köln zeichnete ein noch düstereres Bild für den Fall einer langanhaltenden Krise. Sollte der Ölpreis über zwei Jahre bei 100 Dollar oder sogar 150 Dollar pro Fass verharren, wäre das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2027 um 0,6 bis 1,0 Prozent niedriger als ohne die Ölpreissteigerung. Ein voller Prozentpunkt – das sind Milliarden Euro an Wertschöpfung, die einfach verpuffen. Arbeitsplätze, die nicht entstehen. Investitionen, die ausbleiben. Wohlstand, der sich in Luft auflöst.

Einzig RWI-Konjunkturexperte Torsten Schmidt zeigte sich etwas zuversichtlicher. Wenn die Preise für Öl und Gas bis Ende März auf dem aktuellen Niveau blieben und danach langsam wieder sänken, rechne er für 2026 mit einem negativen Effekt von „nur" etwa 0,2 Prozentpunkten. Ob dieser Optimismus gerechtfertigt ist, darf angesichts der geopolitischen Lage bezweifelt werden.

Deutschland braucht endlich eine realistische Energiepolitik

Die aktuelle Krise offenbart schonungslos, was konservative Stimmen seit Jahren mahnen: Eine Volkswirtschaft, die sich mutwillig von bezahlbarer Energie abschneidet, Kernkraftwerke abschaltet und gleichzeitig auf volatile Importe setzt, macht sich erpressbar. Die Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar versprochen, die Wirtschaft wieder in den Mittelpunkt zu rücken – doch das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen für Infrastruktur wird die Probleme nicht lösen, wenn die energiepolitischen Grundlagen weiterhin auf Sand gebaut sind. Im Gegenteil: Die damit verbundene Verschuldung wird kommende Generationen belasten, während die strukturellen Schwächen bestehen bleiben.

Dass parallel dazu Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bereits eine Aussetzung der CO2-Bepreisung ins Spiel bringt, zeigt, wie schnell ideologische Prestigeprojekte über Bord geworfen werden, wenn die Realität zuschlägt. Die Bürger an den Zapfsäulen und bei ihren Heizkostenabrechnungen werden es zu spüren bekommen – und sie werden sich zu Recht fragen, warum die Politik nicht vorausschauender gehandelt hat.

Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

In Zeiten geopolitischer Verwerfungen, steigender Inflation und wackelnder Konjunkturprognosen zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Während Aktienmärkte nervös reagieren und Anleiherenditen von der Geldpolitik der Zentralbanken abhängen, hat sich Gold historisch immer wieder als verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewährt. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Eine Haftung für etwaige finanzielle Verluste, die auf Grundlage der in diesem Artikel enthaltenen Informationen entstehen, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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