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Kettner Edelmetalle
21.03.2026
15:49 Uhr

Iran-Krieg treibt Kerosinpreise in die Höhe: Europas Airlines stehen vor dem Abgrund

Was passiert, wenn eine der wichtigsten Seestraßen der Welt dichtgemacht wird? Die Antwort erleben wir gerade in Echtzeit – und sie ist verheerend. Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten hat die internationale Luftfahrt in eine Krise gestürzt, deren Ausmaß Tag für Tag deutlicher wird. Gestrichene Flüge, explodierende Treibstoffkosten und Airline-Chefs, die öffentlich Alarm schlagen – die Lage ist ernst. Todernst.

Die Straße von Hormus: Nadelöhr der Weltwirtschaft

Die Schließung der Straße von Hormus durch die Iranischen Revolutionsgarden hat eine Kettenreaktion ausgelöst, die weit über den Persischen Golf hinausreicht. Diese Meerenge, durch die unter normalen Umständen rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt, ist seit Kriegsbeginn faktisch blockiert. Die IRGC hätten angekündigt, diese Sperrung notfalls mit Gewalt durchzusetzen. Das Ergebnis: Die Ölpreise seien um mehr als 50 Prozent gestiegen, der Kerosinpreis in Europa habe sich schlicht verdoppelt.

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Der europäische Benchmark für Jet Fuel CIF Northwest Europe lag einen Tag vor Kriegsbeginn bei 831 US-Dollar je Tonne. Bereits am 12. März sei ein Tonnenpreis von 1.646 US-Dollar registriert worden. Eine Verdopplung innerhalb weniger Tage – das ist kein normaler Marktausschlag, das ist ein Schock, der die gesamte Branche durchschüttelt.

30.000 gestrichene Flüge – und es werden mehr

Doch die steigenden Treibstoffkosten sind nur die eine Seite der Medaille. Mindestens ebenso gravierend ist der Zusammenbruch des Flugverkehrs in der gesamten Golfregion. Dubai, Abu Dhabi, Doha – diese Drehkreuze zwischen Europa und Asien, die täglich Tausende Flüge abwickelten, stehen praktisch still. Der Verkehr sei kurz nach Kriegsbeginn nahezu auf null gefallen. Laut dem Luftfahrt-Datenanbieter Cirium seien bis zum 17. März rund 30.000 Flüge im Nahen Osten gestrichen worden.

Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen: 30.000 Flüge. Das sind nicht nur Geschäftsreisende, die umbuchen müssen. Das sind Lieferketten, die unterbrochen werden. Touristen, die zu Hause bleiben. Und Airlines, die Millionen verbrennen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Europas Airlines zwischen Anpassung und Verzweiflung

Die europäischen Fluggesellschaften versuchen, das Beste aus einer katastrophalen Situation zu machen. Die skandinavische SAS wolle im April 1.000 Flüge wegen der hohen Treibstoffpreise streichen, wie die schwedische Dagens Industri berichtete. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hingegen verfolge eine andere Strategie: Man habe 40 zusätzliche Flüge nach Asien aufgelegt, um die Lücke zu füllen, die der Ausfall der Golf-Airlines hinterlassen hat. Ein Tropfen auf den heißen Stein, möchte man meinen – aber immerhin ein Versuch, aus der Krise auch eine Chance zu destillieren.

Deutlich pessimistischer äußerte sich Ryanair-Chef Michael O'Leary. „Je länger es andauert, desto düsterer wird es aussehen", warnte er am Rande einer Luftfahrtkonferenz. Eine Einschätzung, die angesichts der geopolitischen Realitäten kaum als Übertreibung abgetan werden kann.

Hedging-Verträge: Ein Schutzschild auf Zeit

Noch profitieren viele europäische Airlines von einem Instrument, das ihnen kurzfristig Luft verschafft: dem sogenannten Treibstoff-Hedging. Dabei sichern sich Fluggesellschaften einen Teil ihres künftigen Kerosinbedarfs zu vorab vereinbarten Preisen ab. Dieser Mechanismus wirkt wie ein Airbag – er federt den ersten Aufprall ab, schützt aber nicht vor dem, was danach kommt.

Denn dieser Puffer ist endlich. Laufen die bestehenden Hedging-Verträge aus und bleiben die Marktpreise auf dem aktuellen Niveau oder steigen gar weiter, wird der Preisschock mit voller Wucht auf die Ticketpreise durchschlagen. Wer also glaubt, dass Flugreisen in absehbarer Zeit wieder günstiger werden, dürfte sich einer gefährlichen Illusion hingeben.

Die geopolitische Dimension: Wenn Krieg zur Normalität wird

Was wir hier beobachten, ist weit mehr als eine branchenspezifische Krise. Es ist ein Lehrstück darüber, wie fragil die globalisierte Wirtschaftsordnung in Wahrheit ist. Eine einzige Meerenge, ein einziger Konflikt – und plötzlich wackelt ein ganzes System. Die Abhängigkeit Europas von Energieimporten aus instabilen Regionen rächt sich einmal mehr auf brutale Weise.

Für den deutschen Bürger bedeutet dies konkret: höhere Flugpreise, weniger Verbindungen, teurere Waren – denn auch der Frachtverkehr ist massiv betroffen. Und während sich die Bundesregierung unter Friedrich Merz mit einem 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen für Infrastruktur beschäftigt, das die Inflation weiter anheizen dürfte, fehlt es an einer klaren energiepolitischen Strategie, die Deutschland unabhängiger von solchen geopolitischen Verwerfungen machen würde. Die ideologiegetriebene Energiewende der vergangenen Jahre hat Deutschland nicht resilienter gemacht – sie hat es verwundbarer gemacht.

Die Krise der Luftfahrt ist letztlich nur ein Symptom einer viel tiefgreifenderen Malaise: einer Politik, die jahrelang Abhängigkeiten geschaffen hat, statt sie abzubauen. Und die nun – wie so oft – den Bürger die Rechnung zahlen lässt. In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, Vermögenswerte zu besitzen, die nicht von geopolitischen Krisen, Währungsturbulenzen oder politischen Fehlentscheidungen abhängig sind. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als krisenfester Wertspeicher bewährt – und könnten als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio gerade jetzt eine sinnvolle Ergänzung zur Vermögenssicherung darstellen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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