
Iran-Krise: Trumps vollmundige Versprechen verpuffen im Nichts

Was für ein Schauspiel der besonderen Art! Noch vor wenigen Tagen tönte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social mit markigen Worten: „Iranische Patrioten, protestiert weiter!" und „Hilfe ist unterwegs!" Doch von dieser versprochenen Unterstützung für das iranische Volk ist heute nichts mehr zu hören. Die große Ankündigung entpuppt sich als das, was Kritiker schon lange vermuteten – heiße Luft aus dem Weißen Haus.
Finanzminister Bessent: „Die Lage scheint sich beruhigt zu haben"
US-Finanzminister Scott Bessent gab sich beim Weltwirtschaftsforum in Davos erstaunlich gelassen. Auf die Frage, ob Hilfsmaßnahmen für das iranische Volk in Planung seien, antwortete er mit entwaffnender Nonchalance: „Die Lage scheint sich beruhigt zu haben." Als Beleg führte er an, das Regime habe „800 öffentliche Hinrichtungen abgesagt". Ein bemerkenswerter Maßstab für Erfolg, möchte man meinen.
Auf den kritischen Einwand, das Regime könnte die Hinrichtungen lediglich aufgeschoben haben, reagierte Bessent mit einem vielsagenden Lächeln und den Worten: „Nun, wir wissen es." Eine Aussage, die mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet. Denn was genau wissen die amerikanischen Geheimdienste? Und warum teilen sie dieses Wissen nicht mit der Öffentlichkeit?
Tausende Tote – und dann Schweigen
Die Realität im Iran zeichnet ein düsteres Bild. Berichten zufolge haben Sicherheitskräfte mutmaßlich mehrere Tausend Menschen getötet, um die Proteste niederzuschlagen. Das Regime hat die Macht offenbar wieder fest im Griff. Die Demonstranten, die Trumps Aufruf folgten und auf die Straßen gingen, stehen nun allein da – ohne die versprochene Hilfe aus Washington.
Zwar verhängte Trump kurz vor seiner Hilfszusage Strafzölle von 25 Prozent gegen jedes Land, das Geschäfte mit dem Iran tätigt. Doch weitere konkrete Schritte? Fehlanzeige. Die iranischen Patrioten, die ihr Leben riskierten, wurden im Stich gelassen.
Irans Außenminister in Davos unerwünscht
Immerhin: Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi wurde kurzfristig vom Weltwirtschaftsforum ausgeladen. Die Organisatoren erklärten, eine Teilnahme sei angesichts der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste „nicht richtig". Araghtschi hatte zuvor in einem Interview mit Fox News jegliche Massentötungen abgestritten und stattdessen eine „israelische Verschwörung" für alle Todesfälle verantwortlich gemacht – eine Behauptung, die an Dreistigkeit kaum zu überbieten ist.
Ein Muster westlicher Außenpolitik?
Die Ereignisse im Iran werfen einmal mehr ein Schlaglicht auf die Unberechenbarkeit amerikanischer Außenpolitik. Vollmundige Versprechen, die dann nicht eingehalten werden, sind kein Einzelfall. Man erinnere sich an die Kurden in Syrien, die ebenfalls auf amerikanische Unterstützung vertrauten – und dann fallen gelassen wurden.
Für die Menschen im Iran, die auf Freiheit hofften und dafür ihr Leben riskierten, ist die Bilanz verheerend. Sie haben den höchsten Preis bezahlt, während die internationale Gemeinschaft zusieht und sich in Davos bei Champagner und Canapés über „beruhigte Lagen" austauscht.
„Für die Leute ist es unerheblich, ob sie öffentlich oder in den Gefängnissen gehängt werden. Wer immer das angezettelt hat, für Abertausende ist das eine Katastrophe geworden – und offenbar völlig umsonst."
Diese nüchterne Einschätzung eines Kommentators trifft den Kern des Problems. Die geopolitischen Spielchen der Großmächte fordern ihren Tribut – und bezahlt wird er von den einfachen Menschen, die nichts weiter wollten als ein Leben in Freiheit und Würde. Die Frage, ob Trump hier „etwas nicht fertig gemacht hat", wie Kritiker monieren, dürfte die Geschichtsbücher noch lange beschäftigen.
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