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Kettner Edelmetalle
19.02.2026
20:57 Uhr

Israelischer Siedler erschießt palästinensisch-amerikanischen Teenager im Westjordanland

Ein 19-jähriger US-Bürger palästinensischer Herkunft ist am Mittwoch im besetzten Westjordanland von einem israelischen Siedler erschossen worden. Nasrallah Mohammed Jamal Abu Siam erlag seinen Schussverletzungen, wie das palästinensische Gesundheitsministerium mitteilte. Der Vorfall ereignete sich im Dorf Mukhmas nahe Ramallah – und wirft einmal mehr ein grelles Schlaglicht auf die eskalierende Siedlergewalt in der Region.

Viehdiebstahl als Auslöser der tödlichen Eskalation

Nach Angaben eines Verwandten des Getöteten, der aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen israelischer Sicherheitskräfte anonym bleiben wollte, hätten Siedler das Dorf überfallen, um Schafe zu stehlen. Als Dorfbewohner – unter ihnen Abu Siam – versuchten, den Diebstahl zu verhindern, hätten die Siedler das Feuer eröffnet. Insgesamt seien fünf Menschen verletzt worden, drei davon durch Schusswunden, berichtete die offizielle palästinensische Nachrichtenagentur WAFA. Das israelische Militär reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

Ein Sprecher der US-Botschaft verurteilte die Gewalt und erklärte, die Sicherheit amerikanischer Staatsbürger im Ausland habe für das State Department höchste Priorität. Schöne Worte – doch was folgt daraus konkret? Man darf gespannt sein, ob Washington diesmal mehr als diplomatische Floskeln aufbietet.

Eine Spirale der Gewalt, die niemanden überraschen sollte

Die Siedlergewalt gegen Palästinenser im Westjordanland hat seit Beginn des Gaza-Krieges im Oktober 2023 dramatisch zugenommen. Laut Daten der Vereinten Nationen seien allein im Jahr 2026 bereits fast 700 Palästinenser durch Siedlerangriffe vertrieben worden. Neun Palästinenser seien in diesem Jahr bereits getötet worden, während es 2025 insgesamt 240 gewesen seien. Auf israelischer Seite kamen im Westjordanland 2025 zwei Menschen ums Leben.

Besonders erschreckend: Die strafrechtliche Verfolgung von Siedlergewalt bleibt die absolute Ausnahme. Die israelische Beobachtungsorganisation Yesh Din dokumentierte, dass von Hunderten Fällen seit dem 7. Oktober 2023 lediglich zwei Prozent zu Anklagen geführt hätten. Zwei Prozent. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen – sie ist ein Armutszeugnis für jeden Rechtsstaat, der diesen Namen verdient.

Amerikanische Staatsbürger im Fadenkreuz

Abu Siam ist bei weitem nicht der erste US-Bürger, der im Westjordanland durch israelische Kräfte oder Siedler zu Tode kam. In den vergangenen zwei Jahren wurden mehrere amerikanische Staatsbürger getötet, darunter die Aktivistin Ayşenur Ezgi Eygi. Dass Washington trotz dieser Serie von Todesfällen eigener Bürger keine spürbaren Konsequenzen zieht, spricht Bände über die Prioritäten amerikanischer Nahostpolitik.

Der Vorfall reiht sich ein in ein Muster systematischer Gewalt, das die internationale Gemeinschaft seit Jahren beklagt, ohne wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Während Präsident Trump derzeit mit großem Gestus Wiederaufbaupläne für Gaza verkündet und den Iran zu einem „bedeutsamen Deal" drängt, sterben im Westjordanland weiterhin Menschen – darunter eigene Staatsbürger. Die Diskrepanz zwischen diplomatischem Theaterdonner und der Realität vor Ort könnte kaum größer sein.

Es bleibt die bittere Erkenntnis: Solange Siedlergewalt de facto straffrei bleibt und die internationale Gemeinschaft bei Lippenbekenntnissen verharrt, wird sich an der Lage im Westjordanland nichts ändern. Die Leidtragenden sind, wie so oft, die einfachen Menschen auf beiden Seiten – und die Wahrheit, die zwischen geopolitischen Interessen zerrieben wird.

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