
Kanonenboot-Diplomatie im 21. Jahrhundert: Trumps aggressive Lateinamerika-Politik

Die Vereinigten Staaten kehren zu einer Politik zurück, die man längst überwunden glaubte. Was sich derzeit in Venezuela abspielt, erinnert fatal an die dunkelsten Kapitel amerikanischer Außenpolitik – nur dass diesmal nicht einmal mehr der Versuch unternommen wird, die wahren Absichten zu verschleiern.
Öl und Einschüchterung als Leitmotive
Präsident Donald Trump hat gegenüber Fox News unmissverständlich klargestellt, worum es bei seinem jüngsten außenpolitischen Abenteuer wirklich geht. Die USA würden sich "sehr stark" in Venezuelas Ölindustrie engagieren, verkündete er nach der Autorisierung militärischer Operationen gegen das südamerikanische Land. "Wir haben die größten Ölunternehmen der Welt, die besten, die größten, und wir werden sehr stark involviert sein", so Trump wörtlich.
Venezuela verfügt über die weltweit größten Ölreserven – satte 17 Prozent der globalen Vorkommen, mehr noch als Saudi-Arabien. Diese Tatsache macht das Land zu einem strategischen Schlüsselakteur, aber auch zu einem weiteren Opfer des sogenannten "Ressourcenfluchs". Während die USA einst der größte Abnehmer venezolanischen Öls waren, hat China nach Jahren westlicher Sanktionen diese Position übernommen.
Einschüchterung als Strategie
Die aggressive Vorgehensweise Washingtons beschränkt sich keineswegs auf Venezuela allein. Trumps wiederholte Äußerungen, Kanada solle der 51. Bundesstaat der USA werden, seine Ambitionen bezüglich Grönlands und der anhaltende Druck auf Mexiko fügen sich zu einem beunruhigenden Gesamtbild zusammen. Es geht um nichts Geringeres als die Unterwerfung der gesamten westlichen Hemisphäre unter amerikanische Interessen.
Kritiker werfen der US-Regierung vor, mit ihrem Vorgehen gegen internationales Recht zu verstoßen. Die Frage, wer eigentlich die vielzitierte "regelbasierte internationale Ordnung" untergräbt, stellt sich angesichts solcher Aktionen mit neuer Dringlichkeit.
Ein Kontinent zwischen zwei Mächten
Der Kontrast zu Chinas Engagement in der Region könnte kaum größer sein. Während Peking auf konsensuale Geschäftsbeziehungen und multilaterale Zusammenarbeit setzt, greift Washington zu Methoden, die an die imperialistische Kanonenboot-Diplomatie des 19. Jahrhunderts erinnern. Ob diese aggressive Strategie langfristig Früchte tragen wird, darf bezweifelt werden.
Die amerikanischen Mainstream-Medien, so die Kritik, würden diese Entwicklungen weitgehend unkritisch begleiten oder schlicht ignorieren. Eine Propaganda durch Unterlassung, die den wahren Charakter der amerikanischen Außenpolitik verschleiert.
Historische Parallelen
Wer die Geschichte Lateinamerikas kennt, weiß um die lange Tradition amerikanischer Interventionen in der Region. Von der Monroe-Doktrin über unzählige CIA-gestützte Putsche bis hin zu den Wirtschaftskriegen der Gegenwart – die Methoden mögen sich gewandelt haben, die Grundhaltung bleibt dieselbe. Ressourcen sichern, Konkurrenten verdrängen, Widerstand brechen.
Für die Menschen in Venezuela und der gesamten Region bedeutet dies vor allem eines: Unsicherheit und die bittere Erkenntnis, dass ihre Souveränität im Zweifelsfall wenig zählt, wenn mächtigere Interessen auf dem Spiel stehen.
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