
Kerosinpreise explodieren: Der Iran-Krieg macht Fliegen zum Luxusgut
Was sich seit Wochen abzeichnete, wird nun bittere Realität für Millionen Reisende: Der bewaffnete Konflikt im Iran treibt die Kerosinpreise in schwindelerregende Höhen – und mit ihnen die Flugtickets. Wer in diesem Sommer noch nach Asien oder Australien fliegen möchte, sollte sich warm anziehen. Nicht wegen des Wetters, sondern wegen der Rechnung.
Globale Drehkreuze am Golf fallen aus – Kapazitäten brechen weg
Die Eskalation im Nahen Osten hat den internationalen Luftverkehr binnen eines Monats in eine Krise gestürzt, die an die dunkelsten Tage der Corona-Pandemie erinnert. Die Raketenangriffe und Bombardierungen haben dazu geführt, dass zentrale Drehkreuze wie Doha, Abu Dhabi und Dubai auf unabsehbare Zeit nicht mehr angeflogen werden können. Golf-Carrier wie Qatar Airways oder Gulf Air parken ihre Maschinen mittlerweile auf dem spanischen Wüsten-Flughafen Teruel – jenem Ort, der zuletzt während der Pandemie als Abstellplatz für stillgelegte Flugzeuge traurige Berühmtheit erlangte.
Die Dimension des Ausfalls ist gewaltig. Luftfahrtexperten zufolge hätten die Gesellschaften am Persischen Golf vor dem Krieg rund die Hälfte des gesamten Flugverkehrs zwischen Europa und Asien abgewickelt. Diese Kapazitäten fehlen nun schlicht am Markt. Wer dennoch nach Thailand, Indien oder Australien reisen will, muss tief in die Tasche greifen – sehr tief.
Verdoppelte Kerosinpreise und kein Ende in Sicht
Die Treibstoffkosten haben sich praktisch verdoppelt. Für die Fluggesellschaften, die ohnehin mit hauchdünnen Margen operieren, ist das eine existenzielle Herausforderung. Airlines wie Air France-KLM, Air India, Qantas und die skandinavische SAS haben bereits Preiserhöhungen angekündigt. Und sie werden nicht die letzten sein.
Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Jens Bischof, brachte es auf den Punkt: Wenn die Kerosinpreise auf diesem Niveau verharrten, bleibe den Airlines mit ihren niedrigen Margen nichts anderes übrig, als die Preisaufschläge über die Zeit an die Kunden weiterzugeben. Hinzu komme der Mehrverbrauch durch Umwege wegen des gesperrten Luftraums. Die Flugzeiten nach Asien hätten sich für europäische Airlines um ein bis drei Stunden verlängert, was zwischen zehn und 25 Prozent mehr Treibstoff koste.
Lufthansa: Krisengewinner wider Willen?
Für Europas größten Luftverkehrskonzern ergibt sich eine paradoxe Situation. Die Lufthansa hat zwar angekündigt, über den Sommer nicht mehr in die Kriegsregion Nahost zu fliegen, profitiert aber gleichzeitig von der wegbrechenden Konkurrenz der Golf-Carrier. Sonder-Direktflüge wurden bereits angekündigt, die nicht benötigten Maschinen sollen auf anderen Routen eingesetzt werden – etwa in Richtung Indien, ein Markt, der bislang stark über die Emirate bedient wurde.
Doch auch die Lufthansa, die ihren Treibstoffbedarf nach eigenen Angaben bis zu 80 Prozent abgesichert habe, stelle sich auf Szenarien weiter steigender Ticketpreise ein. Das altbekannte Instrument der Kerosinzuschläge – bei der Lufthansa Group verschleiert unter dem euphemistischen Begriff „International Surcharge" – kommt wieder verstärkt zum Einsatz. In der Economy Class koste ein Hin- und Rückflug nach New York mit einem Zuschlag von 258 Euro bereits rund 50 Euro mehr als vor der Krise.
Billigflieger halten noch dagegen – aber wie lange?
Die Billigairlines versuchen derweil, sich als letzte Bastion günstigen Fliegens zu positionieren. Wizz-Air lehne Treibstoffzuschläge grundsätzlich ab, wie ein Vorstandsmitglied erklärte. Allerdings müsse man die gestiegenen Ausgaben für Flugbenzin irgendwann weitergeben. Noch verfüge man über eine Absicherung der Treibstoffkosten – das Schlüsselwort ist hier „noch".
Auch Ryanair plane vorerst keine Preiserhöhungen. Doch CEO Michael O'Leary riet Reisenden unmissverständlich, Flüge so früh wie möglich zu buchen, da die Gefahr bestehe, dass die Preise im Sommer weiter anziehen würden. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, versteht: Es ist nur eine Frage der Zeit.
Regierung senkt Ticketsteuer – ein Tropfen auf den heißen Stein
Und was tut die schwarz-rote Bundesregierung unter Friedrich Merz? Sie beschließt eine Absenkung der deutschen Ticketsteuer. Klingt zunächst nach einer guten Nachricht. Doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die Maßnahme als das, was sie ist: symbolische Politik. Pro Start von einem deutschen Flughafen sollen zwischen 2,50 und 11,40 Euro weniger Steuern erhoben werden. Angesichts von Preisaufschlägen, die auf Langstrecken schnell mehrere hundert Euro betragen, wirkt das geradezu lächerlich.
Ob diese minimale Entlastung überhaupt an die Passagiere weitergegeben wird, steht zudem in den Sternen. In der Kalkulation der Tickets mit ihren zahlreichen Variablen dürfte der Betrag schlicht untergehen. Der Branchenverband BDL fordert jedenfalls weitere Kostenentlastungen – und man darf bezweifeln, dass eine Regierung, die gerade ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg gebracht hat und damit künftige Generationen mit Schulden belastet, ausgerechnet bei der Luftfahrt großzügig wird.
Die wahren Kosten der geopolitischen Instabilität
Was wir hier erleben, ist ein Lehrstück darüber, wie schnell geopolitische Verwerfungen den Alltag der Bürger erreichen. Die Eskalation im Nahen Osten – befeuert durch Israels Großangriffe auf iranische Atomanlagen und Irans Vergeltungsschläge – hat Konsequenzen, die weit über die unmittelbare Kriegsregion hinausreichen. Steigende Energiepreise, explodierende Transportkosten, wachsende Unsicherheit: All das trifft den deutschen Bürger direkt im Geldbeutel.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie fragil unsere globalisierte Wirtschaftsordnung ist. Wer sein Vermögen schützen will, sollte über physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisensichere Beimischung im Portfolio nachdenken. Denn während Flugtickets, Energiepreise und Lebenshaltungskosten unaufhaltsam steigen, hat sich Gold historisch stets als verlässlicher Wertspeicher in geopolitischen Krisenzeiten bewährt.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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