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Kettner Edelmetalle
13.07.2026
05:42 Uhr

Kinder als staatliche Spitzel: Wenn der Verfassungsschutz die Jugend rekrutiert

Es klingt wie ein finsteres Kapitel aus einem Geschichtsbuch über deutsche Diktaturen – doch es ist bittere Gegenwart im Jahr 2026. Die schwarz-rote Bundesregierung plant allen Ernstes, künftig Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren als bezahlte V-Leute für den Verfassungsschutz anzuwerben. Man reibt sich verwundert die Augen und fragt sich: In welchem Land leben wir eigentlich noch?

Ein Widerspruch, der zum Himmel schreit

FDP-Chef Wolfgang Kubicki, den man in vielen Dingen kritisch sehen darf, hat hier einen wunden Punkt getroffen. In einer Kolumne für die Zeitschrift Cicero legte der frühere Bundestagsvizepräsident den Finger in eine offene Wunde. Der Staat, so seine treffende Beobachtung, halte Minderjährige einerseits für zu unmündig, um soziale Medien selbstbestimmt zu nutzen – wolle aber genau diese jungen Menschen andererseits zu bezahlten Zuträgern eines Geheimdienstes machen.

„Hier werden moralische und ethische Grenzen überschritten, auch weil eine Tätigkeit für den Verfassungsschutz die Informanten in erhebliche Gefahr bringen kann.“

Man muss Kubicki in diesem Punkt schlicht recht geben. Wer 16-Jährige in die undurchsichtige, mitunter lebensgefährliche Welt der Geheimdienstarbeit hineinzieht, spielt mit dem Schicksal von Kindern. Eine Gesellschaft, die ihre Jugend so instrumentalisiert, sollte sich fragen, welche Werte sie eigentlich noch vertritt.

Dobrindts Traum vom „echten Geheimdienst“

Das Vorhaben ist Bestandteil des neuen Geheimdienstgesetz-Entwurfs von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Über entsprechende Ausnahmeregelungen sollen die 16- und 17-Jährigen als Vertrauenspersonen eingesetzt werden dürfen. Begründet wird das Ganze mit dem angeblich „zunehmend jüngeren Alter von Rechtsextremisten“. Wie praktisch, dass sich für den Ausbau staatlicher Überwachung stets ein passender Vorwand finden lässt.

Doch damit nicht genug. Das Bundesamt für Verfassungsschutz soll künftig sogenannte Onlinedurchsuchungen durchführen dürfen. Konkret bedeutet dies: Handys und Rechner von Zielpersonen könnten infiltriert werden, um Chats mitzulesen und Geräte auszuspähen. Bereits im Februar hatte Dobrindt angekündigt, das Amt zu einem „echten Geheimdienst“ mit „wirksamen, operativen Fähigkeiten“ ausbauen zu wollen.

Ein „echter Geheimdienst“ – gegen wen eigentlich?

Die entscheidende Frage lautet: Gegen wen richtet sich dieser Apparat in Wahrheit? Wer die politische Debatte der vergangenen Jahre verfolgt hat, ahnt die Antwort. Immer öfter geraten unbequeme Meinungen, oppositionelle Stimmen und kritische Bürger ins Visier eines Amtes, das eigentlich die Verfassung schützen sollte – nicht die jeweilige Regierungsdoktrin.

Es ist die berechtigte Sorge vieler Menschen in diesem Land, dass hier ein Instrument geschaffen wird, das seine Klingen nicht gegen tatsächliche Feinde der Demokratie richtet, sondern gegen jeden, der es wagt, den politischen Kurs infrage zu stellen. Die Erinnerung an dunkle Zeiten deutscher Geschichte, in denen Nachbarn zu Denunzianten und Kinder zu Zuträgern gemacht wurden, drängt sich unweigerlich auf.

Ein Land verliert sein Maß

Was hier verhandelt wird, ist mehr als eine bloße Verwaltungsreform. Es ist eine grundsätzliche Frage über das Verhältnis von Staat und Bürger. Eine freie Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie ihren Bürgern vertraut – und nicht dadurch, dass sie ein immer engmaschigeres Netz der Überwachung spinnt. Dass ausgerechnet eine Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz, die einst für bürgerliche Freiheit und Rechtsstaatlichkeit stand, solche Pläne vorantreibt, ist mehr als ernüchternd.

Der Preis für all das zahlt am Ende der Bürger – mit seiner Freiheit, mit seiner Privatsphäre und mit dem schwindenden Vertrauen in einen Staat, der seine eigentliche Aufgabe zunehmend aus den Augen verliert. Es ist an der Zeit, dass wieder Politiker Verantwortung übernehmen, die für Deutschland und seine Freiheiten regieren – nicht dagegen.

In unsicheren Zeiten, in denen selbst die Grundpfeiler des Rechtsstaats ins Wanken geraten, gewinnt eines an Bedeutung: die Bewahrung von Werten, die keine Regierung per Federstrich entwerten kann. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber stehen seit Jahrtausenden für Beständigkeit und Unabhängigkeit – ein solider Baustein zur Vermögenssicherung in einem breit gestreuten Portfolio.

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