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Kettner Edelmetalle
12.06.2026
17:41 Uhr

Klassenkampf von der Union? Wie ein CDU-Haushälter mit „dicken Zigarren“ und „Porsche-Reichen“ den Sozialdemokraten nach dem Mund redet

Klassenkampf von der Union? Wie ein CDU-Haushälter mit „dicken Zigarren“ und „Porsche-Reichen“ den Sozialdemokraten nach dem Mund redet

Es gab einmal eine Zeit, in der die Union als wirtschaftsfreundliche Kraft galt, als Bollwerk gegen die Umverteilungsfantasien linker Ideologen. Doch diese Zeiten scheinen endgültig vorbei. Wer dieser Tage dem CDU-Haushaltspolitiker Mathias Middelberg zuhört, der reibt sich verwundert die Augen. Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk gab sich der Christdemokrat plötzlich erstaunlich aufgeschlossen für eine sogenannte Reichensteuer – garniert mit einer Rhetorik, die man eher aus dem linken Spektrum erwartet hätte.

Vom Wirtschaftsverteidiger zum Stichwortgeber der SPD?

Auf die Frage, ob Wohlhabende künftig – womöglich schon im Januar 2027 – tiefer in die Tasche greifen müssten, gab sich Middelberg verräterisch kompromissbereit. Man habe den Sozialdemokraten gegenüber „angedeutet“, dass die Union zu Zugeständnissen bereit sei, gerade beim Reizthema Reichensteuer. Ein bemerkenswerter Satz, wenn man bedenkt, mit welchen Versprechen die CDU/CSU in den Wahlkampf gezogen war.

Doch dann folgte jene sprachliche Entgleisung, die aufhorchen lässt. Wer denn belastet werden solle? Middelbergs Antwort klingt wie aus dem Klassenkampf-Handbuch:

„Also irgendeinen Dicken mit einer fetten Zigarre im Hals, der den ganzen Tag im Porsche im Kreis rumfährt. Wenn es der wäre, den wir mehr belasten würden, hätte ich damit wenig Probleme.“

Man stelle sich vor: Ein Spitzenpolitiker der angeblich bürgerlichen Mitte greift zu Stammtisch-Karikaturen, die jeden Leistungsträger dieses Landes zum Feindbild degradieren. Als wären erfolgreiche Unternehmer nichts weiter als faule Lebemänner, die ihren Reichtum aus dem Nichts geerbt hätten.

Die Ironie: Middelberg weiß es selbst besser

Das eigentlich Erstaunliche an diesem Auftritt ist, dass der CDU-Mann die Folgen seiner eigenen Andeutungen genau kennt. Denn im selben Atemzug räumte er ein, dass eine solche Steuer eben gerade nicht die fiktiven Zigarrenraucher treffen würde, sondern das Rückgrat unserer Volkswirtschaft. Rund drei Viertel aller deutschen Unternehmen würden als Personengesellschaften besteuert und damit nach dem Einkommensteuertarif zur Kasse gebeten.

Im Klartext bedeutet das: Eine Reichensteuer trifft nicht die Phantomfigur im Porsche, sondern den Mittelständler, den Handwerksmeister, den Familienbetrieb – also genau jene fleißigen Menschen, die diese Republik am Laufen halten und die wir, wie Middelberg selbst einräumte, für den dringend benötigten Aufschwung brauchen.

Wenn die Union die SPD links überholen will

Hier offenbart sich das ganze Dilemma der Großen Koalition unter Friedrich Merz. Statt entschlossen für Standortpolitik, niedrige Steuern und unternehmerische Freiheit einzustehen, knickt die Union vor dem Koalitionspartner ein. Die SPD diktiert offenbar die Agenda, und die Christdemokraten liefern dazu bereitwillig die passenden Bilder vom bösen Reichen.

Dabei sollte gerade die CDU wissen, dass Wohlstand nicht durch Umverteilung entsteht, sondern durch Leistung, Investitionen und ein Klima, in dem sich unternehmerischer Mut wieder lohnt. Wer Leistungsträger bestraft, vertreibt sie – ins Ausland, in die Resignation, in den vorzeitigen Ruhestand. Und am Ende fehlt das Geld dort, wo es am dringendsten gebraucht wird.

Der Vertrauensverlust ist programmiert

Es ist kein Geheimnis, dass viele bürgerliche Wähler genau wegen solcher Wendemanöver das Vertrauen in die etablierten Parteien verlieren. Wer im Wahlkampf Entlastung verspricht und nach der Wahl über neue Belastungen verhandelt, der darf sich über Politikverdrossenheit nicht wundern.

Was diese Debatte für Sparer bedeutet

Eines wird in solchen Momenten überdeutlich: Wer auf den Staat als Hüter seines Vermögens setzt, baut auf Sand. Wenn selbst eine vermeintlich bürgerliche Regierung über höhere Steuern auf Erspartes und Erwirtschaftetes sinniert, sollte jeder Bürger über den Schutz seines Vermögens nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie sich politischem Zugriff und der schleichenden Enteignung durch Inflation entziehen können. Als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie einen greifbaren Wert – unabhängig von den Stimmungsschwankungen der Berliner Steuerpolitik.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion wieder und stellt weder eine Anlage-, Steuer- noch Rechtsberatung dar. Steuerliche und rechtliche Sachverhalte sollten stets mit einem qualifizierten Steuer- oder Rechtsberater geklärt werden. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte sich vor einer Investition umfassend eigenständig informieren.

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