
Klimapolitik zerbröckelt: IEA-Chef warnt vor dem Ende der grünen Einheitsfront
Was konservative Beobachter seit Jahren prognostizieren, wird nun selbst von höchster institutioneller Stelle bestätigt: Die globale Klimapolitik verliert rasant an Bedeutung. Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), hat in einem bemerkenswert offenen Interview mit der Financial Times eingeräumt, dass der Klimawandel auf der internationalen politischen Agenda nach unten rutsche. Eine Erkenntnis, die manchen wie eine kalte Dusche treffen dürfte – und andere mit stiller Genugtuung erfüllt.
Die Risse im grünen Fundament werden unübersehbar
Birol sprach von einer „Frakturierung der globalen politischen Ordnung", die sich unmittelbar auf die Energiepolitik auswirke. Verschiedene Länder würden zunehmend unterschiedliche Wege in der Energie- und Klimapolitik einschlagen. Was für die Verfechter einer zentralistisch gesteuerten, globalen Klimaagenda ein Albtraum sein dürfte, ist für nüchterne Realisten schlicht die Rückkehr zur Vernunft: Nationale Interessen und wirtschaftliche Notwendigkeiten setzen sich gegen ideologische Wunschvorstellungen durch.
Den Anfang machten die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump. Die US-Umweltbehörde EPA hat kürzlich das sogenannte „Endangerment Finding" aufgehoben – jene Feststellung, die Kohlendioxid, Methan und vier weitere Gase als gesundheitsschädlich einstufte und als rechtliche Grundlage für nahezu sämtliche Klimaregulierungen der Biden-Ära diente. Mit einem Federstrich wurde damit das regulatorische Fundament der amerikanischen Klimapolitik pulverisiert. Trump setzt stattdessen konsequent auf Energiesicherheit und Energiedominanz – ein Kurs, der den USA wirtschaftliche Vorteile verschafft, während Europa noch immer an seinen selbst auferlegten Fesseln zerrt.
Selbst die EU knickt ein – wenn auch widerwillig
Besonders aufschlussreich ist, dass sogar die Europäische Union, die sich stets als Vorreiterin der Emissionsreduktion inszeniert, ihre ambitionierten Pläne zurückschraubt. Das geplante Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035? Neu verhandelt und keineswegs mehr beschlossene Sache. Die Brüsseler Bürokraten suchen plötzlich fieberhaft nach Wegen, die Energiekosten für industrielle Verbraucher zu senken – ein stilles Eingeständnis, dass die bisherige Politik den Kontinent an den Rand der vollständigen Deindustrialisierung getrieben hat.
Auch der Emissionshandel steht auf dem Prüfstand. Die Chemieindustrie fordert eine dringende Überarbeitung des Systems und die Streichung des geplanten Auslaufens kostenloser CO₂-Zertifikate. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen: Die Realität hat die grüne Ideologie eingeholt. Unternehmen und Verbraucher tragen die Kosten dieser Politik – und ihr Widerstand wächst.
Sogar China rudert zurück
Selbst das Reich der Mitte, das sich gerne als Elektromobilitäts-Weltmeister präsentiert, hat in diesem Jahr die Subventionen für Elektrofahrzeuge gekürzt. Die Folge: Ein sofortiger Einbruch der Verkaufszahlen um 20 Prozent innerhalb eines Monats. Ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass die vermeintliche „grüne Revolution" ohne massive staatliche Geldspritzen nicht überlebensfähig ist.
Deutschland zwischen Ideologie und Realität
Für Deutschland sollten diese Entwicklungen ein Weckruf sein. Während die Welt pragmatischer wird, hat die neue Große Koalition unter Friedrich Merz die Klimaneutralität bis 2045 sogar im Grundgesetz verankert und ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg gebracht, das kommende Generationen mit Schulden belasten wird. Man fragt sich unwillkürlich: Lernt die deutsche Politik jemals aus den Fehlern anderer – oder muss sie jeden Irrweg bis zum bitteren Ende selbst beschreiten?
Die Zeichen stehen weltweit auf Kurskorrektur. Energiesicherheit, bezahlbare Strompreise und industrielle Wettbewerbsfähigkeit rücken wieder in den Vordergrund. Dass ausgerechnet der IEA-Chef diese Entwicklung nun öffentlich bestätigt, verleiht der Diagnose besonderes Gewicht. Die Frage ist nicht mehr, ob die grüne Einheitsfront zerbricht – sondern nur noch, wie schnell Deutschland bereit ist, dieser Realität ins Auge zu blicken.
In Zeiten solch fundamentaler geopolitischer und wirtschaftlicher Umbrüche erweisen sich übrigens physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wer sein Portfolio gegen die Unwägbarkeiten einer zerfallenden globalen Ordnung absichern möchte, tut gut daran, auf bewährte Sachwerte zu setzen.

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