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Kettner Edelmetalle
13.02.2026
18:36 Uhr

Klingbeils Freundschaftsdienst: Persönliche Vertraute soll Millionen-Posten bei Bundesimmobilienanstalt erhalten

Klingbeils Freundschaftsdienst: Persönliche Vertraute soll Millionen-Posten bei Bundesimmobilienanstalt erhalten

Man reibt sich die Augen und fragt sich unwillkürlich: Ist das noch Personalpolitik oder schon dreiste Selbstbedienung? Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) soll eine ihm persönlich nahestehende Parteifreundin für einen der lukrativsten Spitzenposten im staatlichen Immobilienbereich vorgeschlagen haben. Die SPD-Politikerin Dorothee Martin soll zum 1. Mai 2026 in den Vorstand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) aufrücken – mit einem Jahresgehalt, das zwischen 255.000 und 311.000 Euro liegen dürfte.

Eine „persönliche Freundin" für den Milliarden-Konzern des Bundes

Die BImA ist keine kleine Behörde am Rande des politischen Geschehens. Sie ist die zentrale Immobilienverwalterin der Bundesrepublik Deutschland, zuständig für rund 19.000 Liegenschaften, etwa 38.000 Wohnungen und gewaltige Grundstücksflächen. Umsatz und Bilanzsumme bewegen sich im Milliardenbereich. Tausende Mitarbeiter stehen auf der Gehaltsliste. Wer hier im Vorstand sitzt, trägt eine enorme Verantwortung – und verdient entsprechend fürstlich.

Dass ausgerechnet eine Politikerin, die als „persönliche Freundin" des Bundesfinanzministers gilt, diesen Posten erhalten soll, wirft Fragen auf, die sich nicht mit einem Achselzucken beantworten lassen. Dokumentiert sind mehrere gemeinsame Auftritte bei Wahlkampfveranstaltungen und Parteiterminen in den vergangenen Jahren. Die BImA selbst teilte bereits am 27. Januar 2026 mit, Martin werde Vorstandsmitglied und folge auf Paul Johannes Fietz, der Ende April in den Ruhestand gehe. Seit dem 1. Januar 2026 sei sie bereits „beratend tätig" – unter anderem zu Fragen der Wohnraumschaffung und zu Liegenschaften im Zusammenhang mit dem Aufwuchs der Bundeswehr.

Qualifikation oder Parteibuch?

Die offizielle Begründung klingt, wie so oft in solchen Fällen, makellos poliert. Martin sei eine „Diplom-Politologin aus Hamburg" mit „langjähriger Erfahrung in der Immobilienwirtschaft" und „umfassender Expertise in den Bereichen Politik und Verwaltung durch Mandate auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene". Klingt beeindruckend – auf dem Papier. Doch was genau diese „langjährige Erfahrung in der Immobilienwirtschaft" konkret umfasst, bleibt nebulös. Fünfzehn Jahre in der Branche werden genannt, doch in welcher Funktion? Als Mieterin? Als Büroleiterin? Die Frage drängt sich geradezu auf.

Das Verfahren zur Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist gesetzlich geregelt: Die Ernennung erfolgt durch den Bundespräsidenten auf Vorschlag des Bundesfinanzministers. Die Rechts- und Fachaufsicht über die BImA liegt beim Bundesministerium der Finanzen. Damit hat Klingbeil als Ressortchef das formelle Vorschlagsrecht – und nutzt es offenbar, um eine persönliche Vertraute in eine der bestbezahlten Positionen im staatlichen Immobiliensektor zu hieven.

Déjà-vu: Die Graichen-Affäre lässt grüßen

Dass Personalentscheidungen im staatlichen Umfeld an Nähe- und Befangenheitsvorwürfen scheitern können, hat die jüngere deutsche Geschichte eindrucksvoll bewiesen. Man erinnere sich an die Affäre um den damaligen Wirtschaftsstaatssekretär Patrick Graichen im Jahr 2023, der seinen Posten verlor, weil er seinen Trauzeugen für eine Spitzenposition vorgeschlagen hatte. Die Parallelen sind frappierend – und doch scheint die SPD aus den Fehlern anderer nichts gelernt zu haben. Oder schlimmer noch: Sie hat gelernt, dass man es einfach dreister versuchen muss.

Vetternwirtschaft mit System

Was hier geschieht, ist symptomatisch für ein politisches System, das sich zunehmend von den Interessen der Bürger entfernt hat. Während der einfache Steuerzahler jeden Cent zusammenkratzen muss, um über die Runden zu kommen, verteilen Spitzenpolitiker Posten mit sechsstelligen Jahresgehältern an ihre engsten Vertrauten. Es ist ein Selbstbedienungsladen, der seinesgleichen sucht – und der das Vertrauen der Bevölkerung in die politischen Institutionen weiter untergräbt.

Besonders pikant wird die Angelegenheit vor dem Hintergrund, dass die SPD in Berlin ein Enteignungsgesetz vorantreibt und sich gerne als Partei der sozialen Gerechtigkeit inszeniert. Soziale Gerechtigkeit für alle – nur eben besonders großzügig für die eigenen Parteigenossen. Der Widerspruch könnte kaum größer sein.

Friedrich Merz hatte als Kanzlerkandidat versprochen, aufzuräumen und Deutschland wieder auf Kurs zu bringen. Doch was nützen vollmundige Versprechen, wenn der Koalitionspartner SPD ungeniert weitermacht wie bisher? Die Große Koalition, die seit Mai 2025 regiert, scheint in dieser Hinsicht keinerlei Kontrolle über ihren Juniorpartner auszuüben. Oder will sie es schlicht nicht.

Ein Signal, das verheerend wirkt

Die Botschaft, die von solchen Personalentscheidungen ausgeht, ist verheerend. Sie sagt dem qualifizierten Fachmann, der sich jahrelang in der Immobilienwirtschaft hochgearbeitet hat: Deine Kompetenz zählt weniger als das richtige Parteibuch und die richtige Freundschaft. Sie sagt dem Steuerzahler: Dein Geld wird verwendet, um politische Gefälligkeiten zu bedienen. Und sie sagt dem demokratisch engagierten Bürger: Das System ist nicht reformierbar, solange dieselben Akteure an den Schalthebeln der Macht sitzen.

Deutschland braucht dringend eine politische Kultur, in der Kompetenz vor Kumpanei geht, in der Spitzenpositionen öffentlich ausgeschrieben und nach objektiven Kriterien besetzt werden. Stattdessen erleben wir ein Schauspiel, das an die dunkelsten Kapitel der Parteienfilzgeschichte erinnert. Und die Medienlandschaft? Die schweigt weitgehend. Kein Aufschrei, kein Skandal – zumindest nicht in den öffentlich-rechtlichen Redaktionsstuben, die sonst bei vergleichbaren Vorwürfen gegen unliebsame Parteien sofort Alarm schlagen.

Es bleibt die bittere Erkenntnis: In diesem Land werden Posten nicht nach Eignung vergeben, sondern nach Zugehörigkeit. Und solange die Bürger das hinnehmen, wird sich daran nichts ändern.

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