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Kettner Edelmetalle
29.01.2026
10:30 Uhr

Kreditflaute im Euroraum: EZB-Politik zeigt erste Ermüdungserscheinungen

Die Europäische Zentralbank vermeldet einen leichten Rückgang bei der Kreditvergabe an Unternehmen im Euroraum. Was auf den ersten Blick wie eine marginale Verschiebung erscheint, könnte ein Vorbote tiefgreifender wirtschaftlicher Verwerfungen sein. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Dezember vergaben die Banken lediglich 3,0 Prozent mehr Darlehen an Firmen als im Vorjahr – nach noch 3,1 Prozent im November.

Die Geldmenge schrumpft schneller als erwartet

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung der Geldmenge M3, die Bargeld, Girokonten-Einlagen sowie Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen umfasst. Diese stieg nur noch um 2,8 Prozent und verfehlte damit die Erwartungen der von Reuters befragten Ökonomen, die ein Plus von 3,0 Prozent prognostiziert hatten. Im November lag der Zuwachs noch bei 3,0 Prozent. Für Volkswirte ist diese Kennzahl von erheblicher Bedeutung, da sie Hinweise auf die künftige Inflationsentwicklung geben kann.

Die Teuerungsrate in der Euro-Zone ist vor der Jahreswende mit 1,9 Prozent unter die von der EZB als ideal angesehene Zwei-Prozent-Marke gerutscht. Doch sollte man sich von dieser scheinbar positiven Nachricht nicht täuschen lassen. Die europäische Wirtschaft kämpft nach wie vor mit strukturellen Problemen, die durch die Geldpolitik allein nicht zu lösen sind.

Zinspause als Zeichen der Ratlosigkeit?

EZB-Ratsmitglied Gediminas Simkus deutete bereits an, dass die Währungshüter auf eine weitere Zinspause zusteuern. Am 5. Februar wird der EZB-Rat unter Vorsitz von Christine Lagarde erneut über den geldpolitischen Schlüsselsatz entscheiden, der aktuell bei 2,0 Prozent liegt. Angesichts des nachlassenden Inflationsdrucks hatte die Notenbank den Leitzins von Mitte 2024 bis Mitte 2025 in mehreren Schritten halbiert und seither pausiert.

Man könnte diese Zinspause als Zeichen der Stabilität interpretieren. Doch kritische Beobachter sehen darin eher ein Eingeständnis der Hilflosigkeit. Die EZB hat ihr Pulver weitgehend verschossen, während die wirtschaftlichen Herausforderungen in Europa keineswegs geringer geworden sind. Die Kombination aus schwächelnder Kreditvergabe und stagnierender Geldmengenentwicklung deutet auf eine Wirtschaft hin, die trotz niedriger Zinsen nicht richtig in Schwung kommt.

Deutschland im europäischen Kontext

Für Deutschland, einst die Lokomotive der europäischen Wirtschaft, sind diese Entwicklungen besonders besorgniserregend. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der gewaltigen Aufgabe, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, während gleichzeitig ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur die Staatsverschuldung in die Höhe treibt. Die Frage, ob die EU noch mehr Schulden anhäufen darf, wird dabei immer drängender.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und einer Geldpolitik, die zunehmend an ihre Grenzen stößt, gewinnen alternative Anlageformen an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich historisch als verlässliche Wertspeicher in turbulenten Zeiten erwiesen und können eine sinnvolle Ergänzung zur Vermögenssicherung darstellen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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