
Kreditkarten-Schulden explodieren: Amerikaner finanzieren Konsum auf Pump wie seit zwei Jahren nicht mehr
Die Zahlen, die die US-Notenbank Federal Reserve am Freitag veröffentlichte, lassen aufhorchen – und sollten auch hierzulande als Warnsignal verstanden werden. Der amerikanische Verbraucher, jene sagenumwobene Stütze der Weltwirtschaft, hat im Dezember 2025 einen regelrechten Schuldenrausch hingelegt. Die Kreditkarten glühten, während die Sparkonten auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren zusammenschrumpften.
Ein Konsumrausch auf Kredit
Die Konsumentenkredite in den Vereinigten Staaten stiegen im Dezember um sagenhafte 24 Milliarden Dollar – dreimal so viel wie von Analysten erwartet. Selbst die optimistischste Prognose, jene von RBC-Analyst Michael Reid mit 22,7 Milliarden Dollar, wurde noch übertroffen. Es handelt sich um den größten monatlichen Anstieg des gesamten Jahres 2025, und nur der Dezember des Vorjahres konnte diese Zahl in den vergangenen Jahren übertreffen.
Besonders alarmierend ist die Zusammensetzung dieser Schuldenexplosion. Während Auto- und Studentenkredite mit einem Plus von 10,2 Milliarden Dollar zwar ebenfalls zulegten, war es vor allem die Kreditkartenverschuldung, die durch die Decke ging. Mit einem Anstieg von 13,8 Milliarden Dollar – nach einem Rückgang von 1,7 Milliarden im November – verzeichneten die Amerikaner den höchsten monatlichen Zuwachs bei revolvierenden Krediten seit 2023.
Die bittere Wahrheit hinter den Einzelhandelszahlen
Nun erklärt sich also, woher die überraschend starken Einzelhandelsumsätze zum Jahresende kamen. Es war nicht etwa ein plötzlicher Wohlstandsschub oder gestiegene Löhne – nein, es war schlicht und ergreifend die gute alte Kreditkarte. Der amerikanische Traum wird zunehmend auf Pump finanziert, und die Rechnung wird unweigerlich kommen.
Die stagnierende Lohnentwicklung bei gleichzeitig sinkender Sparquote offenbart das fragile Fundament, auf dem der amerikanische Konsum derzeit ruht.
Was besonders ins Auge sticht: Trotz sechs Zinssenkungen durch die Federal Reserve seit September 2024 – insgesamt 1,75 Prozentpunkte – sind die Kreditkartenzinsen praktisch unverändert geblieben. Mitte 2023 lag der durchschnittliche Zinssatz bei 22,16 Prozent, Ende 2025 waren es sogar 22,30 Prozent. Die Banken reichen die Zinssenkungen schlichtweg nicht an ihre Kunden weiter und schöpfen weiterhin satte Margen ab.
Ein Warnsignal auch für Europa
Diese Entwicklung sollte auch in Deutschland aufmerksam verfolgt werden. Die Parallelen zur hiesigen Situation sind unübersehbar: Auch hier kämpfen Verbraucher mit steigenden Lebenshaltungskosten, während die Reallöhne kaum mithalten können. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz plant derweil ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Schulden belasten wird.
In Zeiten derartiger wirtschaftlicher Unsicherheit erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker im Portfolio. Während Papierwerte und Kreditblasen platzen können, behält das Edelmetall seinen inneren Wert – eine Erkenntnis, die sich in der Geschichte immer wieder bestätigt hat.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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