
Kupfer auf Rekordkurs: Das Metall, das jetzt alle haben wollen

Während die Welt gebannt auf die geopolitischen Verwerfungen starrt, vollzieht sich an den Rohstoffmärkten eine stille Revolution. Kupfer, das rötlich schimmernde Industriemetall, hat einen historischen Höhenflug hingelegt und durchbricht eine Preismarke nach der anderen. Die Botschaft der Analysten ist unmissverständlich: Wer jetzt nicht dabei ist, könnte den Anschluss verpassen.
Rekordpreise und kein Ende in Sicht
Die Dreimonats-Futures für Kupfer an der Londoner Metallbörse (LME) schossen um bis zu 3,1 Prozent auf sagenhafte 13.387,50 Dollar pro Tonne – ein neuer Allzeitrekord, der den erst einen Tag zuvor aufgestellten Höchststand bereits wieder pulverisierte. Was treibt diese beispiellose Rally? Die Antwort liegt, wie so oft in diesen turbulenten Zeiten, jenseits des Atlantiks.
Die Trump-Administration hat mit ihrer Zollpolitik einmal mehr die globalen Märkte durcheinandergewirbelt. Die bloße Möglichkeit von Importzöllen auf raffiniertes Kupfer hat einen regelrechten Ansturm auf amerikanische Lagerbestände ausgelöst. Das Ergebnis ist eine groteske Verzerrung der weltweiten Versorgungslage.
Amerika hortet, die Welt darbt
UBS-Analystin Aditi Samajpati bringt die Situation auf den Punkt: Die amerikanische Prämie habe zu massiven globalen Ungleichgewichten bei den Lagerbeständen geführt. Während sich in den USA die Kupfervorräte türmen, kämpft der Rest der Welt mit zunehmender Knappheit. „Kupfer ist das Rohstoff, das jeder besitzen will", konstatiert UBS-Analyst Dan Major nüchtern.
„Die Lagerbestände dienten früher als Puffer, aber jetzt sind sie in den USA eingesperrt. Der Puffer ist verschwunden, und alle werden sich um das verbleibende Material reißen müssen."
Diese Einschätzung von Li Xuezhi, Forschungsleiter bei Chaos Ternary Futures, verdeutlicht das Dilemma, vor dem internationale Käufer stehen.
Energiewende als Preistreiber
Doch die Zollpolitik ist nur ein Teil der Geschichte. Kupfer spielt eine unverzichtbare Rolle in praktisch allen Zukunftstechnologien: Rechenzentren für die künstliche Intelligenz, Stromnetze für die Elektromobilität, Windkraftanlagen und Solarparks – sie alle verschlingen das rote Metall in rauen Mengen. Gleichzeitig kämpfen die großen Förderländer Chile, Indonesien und Kongo mit anhaltenden Produktionsproblemen.
Goldman Sachs hatte bereits früh vor einem „zirkulären Schmelz-Aufwärtstrend" gewarnt und seine Preisprognosen nach oben korrigiert. Die 10.000-Dollar-Marke gilt mittlerweile als neue Preisuntergrenze – ein Niveau, das vor wenigen Jahren noch als utopisch gegolten hätte.
Edelmetalle im Aufwind
Die Kupfer-Rally ist dabei Teil einer breiteren Aufwärtsbewegung bei den Metallen. Gold, Silber und Platin erreichen ebenfalls neue Höchststände. Für konservative Anleger, die ihr Vermögen vor den Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltwirtschaft schützen wollen, bieten physische Edelmetalle nach wie vor einen bewährten Hafen der Sicherheit.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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