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23.02.2026
06:48 Uhr

Lichter aus im Ländle: Großflächiger Stromausfall legt Teile Baden-Württembergs lahm

Lichter aus im Ländle: Großflächiger Stromausfall legt Teile Baden-Württembergs lahm

Was sich wie ein Szenario aus einem Katastrophenfilm anhört, wurde am vergangenen Sonntag für Zehntausende Bürger in Baden-Württemberg zur bitteren Realität: Sowohl die Universitätsstadt Tübingen als auch weite Teile des Schwarzwald-Baar-Kreises versanken stundenlang im Dunkeln. Menschen saßen in Fahrstühlen fest, Tiefgaragen mit elektrischen Toren wurden zu Gefängnissen, und auf den Straßen herrschte Chaos, weil sämtliche Ampelanlagen ausfielen. Willkommen in der Energiewende-Republik Deutschland.

Chaos im Schwarzwald: Feuerwehr und Polizei im Dauereinsatz

Am Sonntagnachmittag traf es den Schwarzwald-Baar-Kreis mit voller Wucht. Der großflächige Stromausfall war derart gravierend, dass die Behörden eine offizielle Gefahrenwarnung über die Warn-App Nina herausgaben. Die Meldung war unmissverständlich: „Großflächiger Stromausfall im Schwarzwald-Baar-Kreis." Gleichzeitig wurden die Bürger aufgefordert, von Notrufen über die Nummern 110 und 112 abzusehen – man solle die Leitungen freihalten. Ein bemerkenswerter Appell, der die Dimension der Störung eindrucksvoll unterstreicht.

Die Konsequenzen waren dramatisch. Mehrere Personen mussten aus steckengebliebenen Aufzügen befreit werden. Andere fanden sich in Tiefgaragen eingesperrt, deren elektrische Tore sich schlicht nicht mehr öffnen ließen. Brandmeldeanlagen schlugen reihenweise fehl, was die ohnehin stark beanspruchte Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen zwang. Auf den Straßen kam es durch die ausgefallenen Ampelanlagen zu Verkehrsunfällen – ein Szenario, das man eher in einem Entwicklungsland vermuten würde als im wirtschaftsstarken Südwesten der Bundesrepublik.

Tübingen: Ein Transformator bringt die Stadt zum Stillstand

Bereits am Vormittag desselben Tages hatte es Tübingen erwischt. Seit 9:45 Uhr waren weite Teile des Stadtgebiets ohne Strom. Oberbürgermeister Boris Palmer, der sich bekanntlich nicht scheut, Probleme beim Namen zu nennen, informierte die Bürger über Facebook: Nach ersten Erkenntnissen sei vermutlich ein Transformator ausgefallen. Die Feuerwehrhäuser seien vorsorglich besetzt worden, und man kümmere sich „mit voller Priorität" um die Lage.

Bemerkenswert war Palmers Hinweis, dass die Feuerwehr telefonisch möglicherweise nicht erreichbar sei und man sich in diesem Fall direkt an das DRK wenden solle – dort sei kein Stromausfall aufgetreten. Am Nachmittag konnte Palmer dann immerhin Entwarnung geben: Das Stromnetz in Tübingen sei wieder weitgehend verfügbar. Im Schwarzwald-Baar-Kreis hingegen dauerten die Störungen deutlich länger an.

Kein Anschlag – aber ein Symptom?

Das baden-württembergische Innenministerium schloss einen Anschlag zum jetzigen Zeitpunkt aus. Das Lagezentrum habe keine entsprechenden Anzeichen gefunden. Der Energieversorger arbeite daran, die Störung schnellstmöglich zu beheben. So weit, so beruhigend – zumindest auf den ersten Blick.

Doch die eigentliche Frage, die sich aufdrängt, ist eine andere: Wie resilient ist unser Stromnetz eigentlich noch? Deutschland hat in den vergangenen Jahren seine Atomkraftwerke abgeschaltet, Kohlekraftwerke stillgelegt und setzt zunehmend auf volatile erneuerbare Energien. Dass ein einzelner defekter Transformator eine ganze Universitätsstadt stundenlang lahmlegen kann, sollte jedem zu denken geben. Dass gleichzeitig – am selben Tag, im selben Bundesland – ein weiterer großflächiger Stromausfall eine ganze Region ins Chaos stürzt, wirft Fragen auf, die weit über einen technischen Defekt hinausgehen.

Die Energiewende und ihre Schattenseiten

Man muss kein Ingenieur sein, um zu erkennen, dass die deutsche Energiepolitik der vergangenen Jahre erhebliche Risiken birgt. Spanien hat nach dem verheerenden Blackout im vergangenen Jahr den Anteil erneuerbarer Energien zurückgefahren. In Deutschland hingegen wird munter weiter zugebaut, als gäbe es kein Morgen – oder vielleicht gerade deshalb, weil man an ein Morgen ohne konventionelle Kraftwerke glaubt. Ein Glaube, der an diesem Sonntag in Baden-Württemberg einen empfindlichen Dämpfer erhalten haben dürfte.

Am 8. März steht in Baden-Württemberg die Landtagswahl an. Nach aktuellen Umfragen zeichnet sich eine Fortsetzung der bisherigen Politik ab – ob unter grün-schwarzem oder schwarz-grünem Vorzeichen, spielt dabei kaum eine Rolle. Die Wähler im Ländle scheinen trotz solcher Vorfälle an den bewährten Parteien festhalten zu wollen. Ob sie das auch noch tun, wenn der nächste Stromausfall nicht Stunden, sondern Tage dauert, bleibt abzuwarten.

Eines steht fest: In einem Land, das einst für seine Ingenieurskunst und seine zuverlässige Infrastruktur weltweit bewundert wurde, sollten großflächige Stromausfälle nicht zur neuen Normalität werden. Doch genau darauf steuern wir zu, wenn die Politik weiterhin ideologiegetrieben statt faktenbasiert handelt. Die Bürger in Tübingen und im Schwarzwald-Baar-Kreis haben am Sonntag einen Vorgeschmack darauf bekommen, wie sich die „große Transformation" anfühlt. Romantisch war daran nichts.

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