
Liebesfalle für Mexikos Drogenkönig: Wie „El Mencho" sein Ende fand – und was Deutschland daraus lernen sollte
Es klingt wie das Drehbuch eines Hollywood-Thrillers, doch es ist bittere Realität: Nemesio Oseguera Cervantes, besser bekannt als „El Mencho", der meistgesuchte Drogenboss Mexikos und einer der gefährlichsten Verbrecher Nordamerikas, ist tot. Der Chef des berüchtigten Jalisco-Kartells tappte in eine klassische Liebesfalle – ein diskretes Schäferstündchen mit einer Geliebten außerhalb seines streng bewachten Territoriums wurde ihm zum Verhängnis. Zusammen mit sieben Leibwächtern wurde er auf der Flucht erschossen. In einer separaten Aktion fiel auch der Finanzchef seines Kartells.
Das Ende einer Ära der Beschwichtigung
Noch vor wenigen Wochen hatte Mexikos linke Präsidentin Claudia Sheinbaum vollmundig versichert, es werde unter ihrer Regierung niemals einen „Krieg gegen die Drogenkartelle" geben. Sie folgte damit dem naiven Mantra ihres Vorgängers López Obrador: „Abrazos, no balazos" – Umarmungen statt Kugeln. Eine Politik, die man in ihrer ganzen Absurdität kaum besser auf den Punkt bringen könnte. Fünfzehn Jahre lang trieb sich „El Mencho" ungestraft im Hochland um Guadalajara herum, baute einen Staat im Staat auf, kommandierte eine Privatarmee mit Panzerfahrzeugen und modernen Raketenwerfern. Und die Regierung? Umarmte.
Die Militäraktion gegen den Kartellboss straft Sheinbaums Friedensversprechen nun Lügen. Dies war kein zufälliger Glückstreffer, kein glücklicher Zufall bei einer Routinekontrolle. In wochenlanger Zusammenarbeit mit US-Behörden hatten mexikanische Sondereinheiten den Coup akribisch vorbereitet. Der Moment, in dem der Gangster sein schwer bewachtes Territorium für ein amouröses Abenteuer verließ, wurde eiskalt ausgenutzt.
Trumps Druck zeigt Wirkung
Dass Mexiko nun plötzlich doch zum Handeln bereit ist, dürfte maßgeblich auf den massiven Druck aus Washington zurückzuführen sein. US-Präsident Donald Trump hat die mexikanischen Kartelle zu „terroristischen Organisationen" erklärt und den Druck auf die mexikanische Regierung sukzessive erhöht. Die Ergebnisse sprechen für sich: „El Menchos" Bruder Antonio, genannt „Tony Montana", wurde kürzlich an die USA ausgeliefert. Seine Tochter „La Negra" und seine Frau „La Jefa" waren dort bereits zuvor wegen Geldwäsche verurteilt worden. Insgesamt sollen während Sheinbaums Amtszeit rund hundert verurteilte Drogenbosse an die Vereinigten Staaten überstellt worden sein.
Man mag von Trumps polterndem Stil halten, was man will – in der Bekämpfung der organisierten Kriminalität zeigt seine kompromisslose Haltung offenkundig mehr Wirkung als jahrelange Beschwichtigungspolitik. Eine Erkenntnis, die auch in europäischen Hauptstädten Beachtung finden sollte.
Die Bilanz des Scheiterns
Die Zahlen, die hinter der gescheiterten „Politik der Umarmung" stehen, sind erschütternd. In bestimmten Regionen Mexikos liegt die Mordrate bei der unfassbaren Zahl von 100 Toten pro 100.000 Einwohner. Allein im vergangenen Jahr wurden 127.000 Menschen als vermisst gemeldet. Die Drogenkartelle, die längst nicht mehr nur im Drogenhandel aktiv sind, sondern von Entführungen über Schutzgelderpressung bis hin zu Menschenhandel in sämtlichen kriminellen Sparten operieren, haben ganze Landstriche in rechtsfreie Zonen verwandelt.
Und hier liegt die bittere Wahrheit, die linke Regierungen auf der ganzen Welt so ungern hören: Die organisierte Kriminalität ist eben nicht primär ein Problem der „Gringos", wie es die mexikanische Linke jahrelang behauptete. Sie ist vor allem eine Plage für die eigene Bevölkerung, für die einfachen Menschen, die täglich um ihr Leben fürchten müssen.
Das Vorbild El Salvador
Sheinbaums stiller Gesinnungswandel hat allerdings noch einen zweiten Katalysator, der mindestens ebenso bedeutsam sein dürfte wie Trumps Druck. In El Salvador hat Präsident Nayib Bukele der Welt vorgeführt, was möglich ist, wenn ein Staat den politischen Willen aufbringt, gegen die organisierte Kriminalität durchzugreifen. Unter seinem konsequenten – von Kritikern als rabiat bezeichneten – Regime wurde El Salvador innerhalb weniger Jahre vom gefährlichsten zum sichersten Land auf dem amerikanischen Kontinent transformiert. Bukele ist laut sämtlichen Umfragen der mit Abstand populärste Präsident Lateinamerikas. Warum? Weil er liefert, statt zu labern.
Die sozialistischen Verbündeten Sheinbaums befinden sich derweil im freien Fall. Kuba und Venezuela kämpfen ums nackte Überleben, in Argentinien, Bolivien und Chile wurden linke Regierungen durch Wahlen hinweggefegt. Der Wind hat sich gedreht in Lateinamerika – und er weht nach rechts.
Was Deutschland daraus lernen muss
Die Parallelen mögen auf den ersten Blick weit hergeholt erscheinen, doch bei genauerem Hinsehen offenbaren sich unbequeme Gemeinsamkeiten. Auch in Deutschland erleben wir seit Jahren eine Beschwichtigungspolitik gegenüber der organisierten Kriminalität und einer stetig wachsenden Gewaltkriminalität. Die Messerangriffe häufen sich, die Kriminalitätsstatistiken erreichen Rekordwerte, und die politische Antwort besteht allzu oft in Relativierung und dem Verweis auf „soziale Ursachen".
Mexiko zeigt nun – wenn auch spät und unter erheblichem externen Druck –, dass ein Kurswechsel möglich ist. Dass der Staat nicht hilflos zusehen muss, wie kriminelle Strukturen die Gesellschaft zersetzen. Dass Härte gegen Verbrecher keine Unmenschlichkeit ist, sondern im Gegenteil: ein Akt der Fürsorge gegenüber den gesetzestreuen Bürgern.
Wer sich mit dem Teufel ins Bett legt, der wird in der Hölle erwachen. Sicherheit gibt es nur in einem funktionierenden Rechtsstaat.
Diese alte Weisheit gilt nicht nur für Mexiko. Sie gilt für jedes Land, das meint, man könne Kriminalität mit Nachsicht und guten Worten bekämpfen. Die Bürger – ob in Guadalajara, San Salvador oder Berlin – haben ein Recht auf Sicherheit. Und sie haben ein Recht auf Politiker, die dieses Grundrecht auch durchsetzen. Die Trendwende in Lateinamerika sollte auch hierzulande als Weckruf verstanden werden. Es ist höchste Zeit, dass wir aufhören, Verbrecher zu umarmen, und anfangen, unsere Bürger zu schützen.
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