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Kettner Edelmetalle
17.08.2026
05:54 Uhr
KI-generiert

Liefers gegen die Panik: „Kein Weltuntergang“ – und alle rasten aus

Liefers gegen die Panik: „Kein Weltuntergang“ – und alle rasten aus
Symbolbild: KI-generiert

Drei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Schauspieler Jan Josef Liefers im ZDF-Podcast „Lanz + Precht“ für Aufsehen gesorgt. Ein Wahlsieg der AfD wäre aus seiner Sicht kein „Weltuntergang“. Gewählt wird am 6. September 2026 – und Umfragen sehen die AfD Medienberichten zufolge bei bis zu 43 Prozent.

Der Mann, der nicht mitschreien wollte

Liefers, gebürtiger Dresdner, gab sich betont gelassen. Die deutsche Demokratie sei widerstandsfähiger, als viele derzeit glauben machen wollten. Wer jetzt „den großen Teufel an die Wand“ male, übertreibe, so seine Einschätzung.

Wichtig für die Einordnung: Liefers machte sich die AfD ausdrücklich nicht zu eigen. Deren Agenda empfinde er als „relativ autoritär“, sagte er dem Bericht zufolge. Mit der Idee eines „gereinigten Volkes“ habe er noch nie etwas anfangen können. Kritik an der Partei – und trotzdem keine Untergangsstimmung. Genau diese Kombination scheint im aufgeheizten Klima kaum noch vorgesehen zu sein.

Warum Nüchternheit inzwischen als Provokation gilt

Der Reflex ließ nicht lange auf sich warten. In sozialen Netzwerken wurde Liefers prompt in Erklärungsnot geredet. Dabei sagte er im Kern nur, was das Grundgesetz ohnehin voraussetzt: Wahlen entscheiden die Bürger, nicht der mediale Stimmungspegel.

Der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wurde in der Berichterstattung großer Medienhäuser zuletzt in dramatischen Zuspitzungen porträtiert – bis hin zur Etikettierung als besonders gefährlicher Politiker. Belege, dass die Partei die parlamentarische Demokratie insgeheim abschaffen wolle, blieben in diesen Beiträgen aus Sicht von Kritikern jedoch dünn. Auch die AfD selbst liefert Angriffsflächen: Laut MDR-Berichten stellte sie ein 100-Tage-Programm mit Abschiebehaft und Arbeitspflicht vor. Über solche Vorhaben lässt sich hart streiten – argumentativ.

Doppelte Maßstäbe im Umgang mit den Rändern

Auffällig bleibt die Asymmetrie der Empörung. Vor der Linkspartei, der SED-Nachfolgepartei, warnt hierzulande kaum jemand mit vergleichbarer Lautstärke – obwohl deren Umfeld nach Ansicht vieler Beobachter ebenfalls extremistische und teils gewaltbereite Ränder aufweist. Wer nur in eine Richtung alarmiert, verliert Glaubwürdigkeit. Und genau das treibt Wähler erst recht in die Arme derer, vor denen gewarnt wird.

Liefers hat Erfahrung mit unbequemen Positionen. Er stand als junger Mann gegen das DDR-Regime, später gehörte er zu den prominenten Kritikern der Corona-Maßnahmen. Ein Mann mit Sensorium für Freiheitseinschränkungen – das macht seine Zwischentöne interessanter als jedes Empörungsposting.

Was auf dem Spiel steht

Sachsen-Anhalt wird zum Testfall. Nicht nur für Parteien, sondern für die politische Kultur eines Landes, das die Debatte zunehmend durch moralische Vorsortierung ersetzt. Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz dürfte den Wahlabend mit gemischten Gefühlen erwarten.

Für Bürger heißt das: Politische Unsicherheit bleibt ein Dauerzustand – wirtschaftlich wie gesellschaftlich. Wer sein Vermögen breit aufstellt, denkt in solchen Phasen traditionell auch an physische Edelmetalle als krisenerprobte Beimischung, unabhängig davon, wie eine Wahl ausgeht.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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