
London verbietet Werbung mit schwarzem Belästiger – weiße Täter bleiben erlaubt
Was sich derzeit in der britischen Hauptstadt abspielt, liest sich wie eine Realsatire aus dem Handbuch der politischen Korrektheit – und offenbart einmal mehr die groteske Doppelmoral, die den westlichen Kulturraum zunehmend durchzieht. Die Londoner Verkehrsbehörde Transport for London (TfL) hat einen Werbespot aus ihrer Anti-Belästigungskampagne zurückgezogen, weil darin ein schwarzer Jugendlicher gezeigt wurde, der ein weißes Mädchen in einem Bus verbal belästigt. Der Grund? Eine einzige Beschwerde – eine einzige – reichte aus, um die britische Werbeaufsichtsbehörde ASA (Advertising Standards Authority) auf den Plan zu rufen.
Eine Beschwerde genügt, um die Wahrheit zu unterdrücken
Der beanstandete Clip war Teil der TfL-Kampagne „Act Like a Friend", die Fahrgäste ermutigen sollte, bei sexueller Belästigung oder sogenannten Hassverbrechen im öffentlichen Nahverkehr einzugreifen. In dem kurzen Video belästigt ein schwarzer Teenager ein weißes Mädchen verbal, während sein weißer Freund daneben sitzt und sie gewissermaßen einkeilt. Die ASA befand nach nur einer einzigen Beschwerde, dass diese Darstellung – isoliert betrachtet – ein „negatives rassistisches Stereotyp" verstärke, das schwarze Männer mit bedrohlichem Verhalten assoziiere. Der Spot sei „unverantwortlich" und geeignet, „ernsthafte Beleidigung" hervorzurufen.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Eine Behörde, die dem Steuerzahler verpflichtet sein sollte, knickt vor einem einzelnen Beschwerdeführer ein und zensiert eine Kampagne, die eigentlich dem Schutz von Frauen dienen sollte. Wer schützt hier eigentlich wen – und vor was?
Weiße Täter? Kein Problem!
Das eigentlich Skandalöse an dieser Geschichte ist nicht der zurückgezogene Spot selbst, sondern der schreiende Kontrast zu anderen Werbeclips derselben Kampagne. Denn TfL hatte durchaus eine ganze Reihe von Szenarien produziert, die Londons diverse Bevölkerung widerspiegeln sollten. Darunter befanden sich Spots, in denen weiße Männer als Täter dargestellt wurden – einmal bei einem Hassverbrechen gegen eine schwarze Frau, ein anderes Mal gegen ein männliches Opfer. Diese Clips? Keinerlei Beanstandung. Keine Beschwerde. Keine Zensur.
Die Botschaft, die hier zwischen den Zeilen mitschwingt, könnte kaum deutlicher sein: In der schönen neuen Welt der „Diversität" und „Inklusion" gibt es offenbar nur eine Bevölkerungsgruppe, die als Täter dargestellt werden darf – und das sind weiße Männer. Jede andere Konstellation wird als „rassistisches Stereotyp" gebrandmarkt und aus dem öffentlichen Raum verbannt. Ist das nicht selbst eine Form von Rassismus?
TfL entschuldigt sich – für die Realität
Besonders entlarvend war die Reaktion der Verkehrsbehörde selbst. Statt die eigene Kampagne zu verteidigen und auf die offensichtliche Doppelmoral hinzuweisen, kroch TfL zu Kreuze. Eine Sprecherin erklärte kleinlaut, man wolle sicherstellen, dass die Werbung „Londons diverse Bevölkerung widerspiegelt und keine Stereotypen verfestigt". Man bedauere, dass der Spot „isoliert betrachtet" nicht den „üblichen hohen Standards" entsprochen habe.
Zahlreiche Kommentatoren in den sozialen Medien reagierten mit berechtigter Empörung. „In Großbritannien ist es mittlerweile faktisch illegal, irgendjemand anderen als einen weißen Mann als Belästiger zu zeigen", kommentierte ein Nutzer trocken. Ein anderer brachte es auf den Punkt: „Sie haben den realistischsten Werbespot aller Zeiten verboten." Und tatsächlich – wer die Kriminalitätsstatistiken Londons kennt, weiß, dass die zensierte Szene keineswegs an den Haaren herbeigezogen war.
Ein Symptom einer tiefgreifenden Gesellschaftskrankheit
Was in London geschieht, ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck einer ideologischen Verblendung, die längst auch auf dem europäischen Festland grassiert. Die obsessive Fixierung auf vermeintliche „Gleichheit" und „Diversität" hat ein Klima geschaffen, in dem ehrliche Darstellungen gesellschaftlicher Probleme unmöglich geworden sind. Wer die Realität abbildet, wird der Diskriminierung bezichtigt. Wer schweigt, macht sich mitschuldig an den Opfern, die durch diese Selbstzensur unsichtbar werden.
Auch in Deutschland kennen wir dieses Phänomen nur zu gut. Die jahrelange Weigerung der politischen und medialen Klasse, die Herkunft von Straftätern zu benennen, hat nicht etwa zu weniger Rassismus geführt – sondern zu einem massiven Vertrauensverlust in Institutionen und Medien. Die Bürger sind nicht dumm. Sie sehen, was in ihren Städten geschieht, und sie registrieren sehr genau, wenn ihnen eine geschönte Version der Wirklichkeit präsentiert wird.
Wenn Ideologie den Opferschutz verdrängt
Der vielleicht bitterste Aspekt dieser Geschichte: Die Kampagne sollte eigentlich Frauen schützen. Sie sollte Zivilcourage fördern und Belästigung im öffentlichen Raum sichtbar machen. Doch statt über den Schutz potenzieller Opfer zu diskutieren, dreht sich die gesamte Debatte nun um die Hautfarbe des fiktiven Täters. Die Frau auf dem Bildschirm – sie ist längst vergessen. Ihre Sicherheit spielt keine Rolle mehr, solange die ideologischen Leitplanken eingehalten werden.
Das ist die tragische Konsequenz einer Politik, die „Equity" über Wahrheit stellt und Narrative über Menschen. In einer Stadt, in der die Belästigungsmeldungen im öffentlichen Nahverkehr steigen, wäre eine ehrliche, realitätsnahe Kampagne dringend nötig gewesen. Stattdessen hat man sich entschieden, lieber die unbequeme Wahrheit zu zensieren, als auch nur einen einzigen Beschwerdeführer zu verärgern.
Dieser Vorfall sollte jedem, der noch an die Meinungsfreiheit und eine offene Gesellschaft glaubt, als Warnsignal dienen. Denn wenn eine einzige Beschwerde ausreicht, um eine staatliche Kampagne zum Schweigen zu bringen, dann ist die freie Meinungsäußerung in Großbritannien – und womöglich bald auch bei uns – nicht mehr als eine hübsche Fassade, hinter der sich die Zensur häuslich eingerichtet hat.
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