
Lufthansa im Würgegriff: Viertägiger Streikmarathon legt Deutschlands größte Airline lahm
Was sich seit Wochenbeginn am Frankfurter Flughafen abspielt, gleicht einem Trauerspiel für Hunderttausende Reisende: Die Lufthansa, einst stolzes Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst und Zuverlässigkeit, steht praktisch still. Vier Tage in Folge – vier Tage – haben Streiks des Kabinenpersonals und der Piloten den Flugbetrieb nahezu vollständig zum Erliegen gebracht. An den beiden deutschen Drehkreuzen Frankfurt am Main und München wurden die meisten Verbindungen ersatzlos gestrichen. Auch die Tochtergesellschaft Eurowings blieb nicht verschont.
Doppelter Arbeitskampf aus zwei Richtungen
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte bereits am Montag und Dienstag zum Streik aufgerufen und legte am Donnerstag und Freitag nach. Betroffen seien die Lufthansa-Kernmarke, die Cityline sowie Lufthansa Cargo. Bei Eurowings traten die Piloten jeweils montags und donnerstags in den Ausstand. Im Kern des Konflikts stehe die betriebliche Altersvorsorge der Piloten, die nach Ansicht der Gewerkschaft dringend verbessert werden müsse.
Als wäre das nicht genug, rief die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) ab Mittwoch zu einem zweitägigen Arbeitskampf auf. Hier gehe es vornehmlich um die Arbeitsbedingungen der Flugbegleiter. Das Ergebnis: Seit Montag fallen täglich Hunderte Flüge aus. Passagiere stehen vor leeren Anzeigetafeln, Geschäftsreisende verpassen Termine, Familien bangen um ihren Urlaub.
Ein Symptom tieferliegender Probleme
Man mag sich fragen, wie es so weit kommen konnte. Die Lufthansa, die während der Corona-Pandemie mit Milliarden an Steuergeldern gerettet wurde – wohlgemerkt mit dem Geld der deutschen Bürger –, scheint unfähig, mit ihren eigenen Mitarbeitern tragfähige Lösungen zu finden. Stattdessen eskaliert ein Tarifkonflikt zum viertägigen Totalausfall. Das ist nicht nur ein Problem für die Airline selbst, sondern ein Armutszeugnis für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Denn dieser Streik reiht sich nahtlos ein in eine besorgniserregende Serie von Arbeitskämpfen, die das Land in den vergangenen Jahren immer häufiger heimsuchen. Ob Deutsche Bahn, öffentlicher Dienst oder nun die Luftfahrt – Deutschland wird zunehmend zum Land des Stillstands. Während andere Nationen ihre Infrastruktur ausbauen und modernisieren, diskutieren wir über Arbeitszeitverkürzung und streiken uns in die Bedeutungslosigkeit.
Die Leidtragenden sind wie immer die Bürger
Besonders bitter ist die Situation für jene Reisenden, die keine Alternative haben. Wer auf einen bestimmten Flug angewiesen ist – sei es aus beruflichen oder familiären Gründen –, steht vor dem Nichts. Umbuchungen auf andere Airlines sind in der Hochphase des Streiks kaum möglich, und die Kosten für spontane Alternativreisen tragen die Passagiere zunächst selbst. Dass die Lufthansa ihren Kunden Entschädigungen schuldet, dürfte klar sein. Ob diese reibungslos fließen werden, steht freilich auf einem anderen Blatt.
Es ist bezeichnend für den Zustand dieses Landes, dass selbst grundlegende Dienstleistungen wie der Flugverkehr nicht mehr verlässlich funktionieren. In einer Zeit, in der die deutsche Wirtschaft ohnehin unter enormem Druck steht – steigende Energiekosten, wachsende Bürokratie, ein 500-Milliarden-Schuldenpaket, das künftige Generationen belasten wird –, kann sich Deutschland solche Ausfälle schlicht nicht leisten. Jeder gestrichene Flug bedeutet verlorene Geschäftsmöglichkeiten, verpasste Verträge, enttäuschte Kunden. Der volkswirtschaftliche Schaden dürfte in die Hunderte Millionen gehen.
Ob die Tarifparteien in absehbarer Zeit zu einer Einigung finden, bleibt ungewiss. Eines jedoch ist sicher: Das Vertrauen der Passagiere in die Zuverlässigkeit der Lufthansa hat einen weiteren schweren Kratzer erhalten. Und das in einem Land, das einmal für seine Pünktlichkeit und Verlässlichkeit weltberühmt war.

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