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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
10:33 Uhr

Macrons digitaler Kontrollwahn: Frankreich plant Verbot von VPN-Diensten

Was in autoritären Regimen wie China oder dem Iran längst traurige Realität ist, könnte bald mitten in Europa Einzug halten. Die französische Regierung unter Präsident Emmanuel Macron erwägt ernsthaft, virtuelle private Netzwerke – sogenannte VPNs – zu regulieren oder gar zu verbieten. Ein Vorstoß, der die Grundfesten digitaler Freiheit in Europa erschüttern könnte.

Kinderschutz als Trojanisches Pferd

Die Begründung klingt, wie so oft bei derartigen Eingriffen, zunächst harmlos und wohlmeinend: Man wolle Minderjährige schützen. Frankreichs Ministerin für künstliche Intelligenz und digitale Angelegenheiten, Anne Le Hénanff, erklärte gegenüber dem Sender Franceinfo, das kürzlich verabschiedete Gesetz zum Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige sei „nur der erste Schritt". VPNs stünden als nächstes auf ihrer Regulierungsagenda, da Jugendliche diese nutzen könnten, um die Altersbeschränkungen zu umgehen.

Doch wer genauer hinschaut, erkennt das bekannte Muster: Freiheit wird nie auf einen Schlag abgeschafft. Sie erodiert scheibchenweise. Erst sollen Kinder geschützt werden. Dann geht es gegen „Desinformation". Dann gegen Steuerhinterziehung. Am Ende steht der gläserne Bürger – und ein Staat, der jede digitale Regung seiner Untertanen überwachen kann.

Altersverifikation für alle – die totale Identitätskontrolle

Besonders brisant: Der bereits verabschiedete Gesetzentwurf, der bis Ende 2026 in Kraft treten soll, verpflichtet sämtliche Plattformen – nationale wie internationale – zur Altersverifikation jedes einzelnen Nutzers. Nicht nur Minderjährige müssten sich ausweisen, sondern auch Erwachsene. De facto bedeutet dies das Ende der Online-Anonymität in Frankreich. Und wer glaubt, dass solche Maßnahmen an den französischen Grenzen haltmachen werden, der hat die Dynamik europäischer Regulierungswut noch nicht verstanden.

Der Schriftsteller und Filmemacher Alexandre Jardin brachte es auf den Punkt, als er auf der Plattform X schrieb: „Was gestern noch als paranoides Delirium behandelt wurde, ist nun offiziell anerkannt." Kontrollen von VPNs kämen einer Zensur des offenen Internets gleich – Maßnahmen, die man sonst nur aus autoritären Staaten kenne.

Wirtschaftlicher Wahnsinn mit Ansage

Was die französische Regierung offenbar in ihrer digitalpolitischen Hybris übersieht: VPNs sind längst keine Nischenwerkzeuge mehr für technikaffine Nerds. Sie bilden das Rückgrat moderner Unternehmenskommunikation. Nahezu jede Organisation – vom multinationalen Technologiekonzern bis zur kleinen Steuerberatungskanzlei – ist auf verschlüsselte VPN-Verbindungen angewiesen, um sensible Daten bei der Übertragung über öffentliche Netzwerke zu schützen.

In einer Arbeitswelt, die zunehmend auf Remote-Arbeit, Cloud Computing und verteilte Teams setzt, wäre ein VPN-Verbot nichts weniger als ein wirtschaftlicher Sabotageakt. Unternehmen müssten ihre Mitarbeiter zurück in die Büros zwingen – mit allen Konsequenzen für Produktivität und Fachkräftegewinnung. Oder sie verlagern ihre Aktivitäten gleich in technologisch freundlichere Länder. Für kleinere Betriebe, die nicht über die Ressourcen verfügen, solche Umwälzungen zu bewältigen, könnte ein derartiges Verbot schlicht existenzbedrohend sein.

Bildung und Forschung als Kollateralschaden

Auch Universitäten, Hochschulen und Schulen wären massiv betroffen. VPNs ermöglichen Studenten und Lehrenden den sicheren Zugriff auf Forschungsdatenbanken, Bibliotheksarchive und Verwaltungssysteme – von überall auf der Welt. Ein Verbot würde die akademische Zusammenarbeit empfindlich behindern und französische Bildungseinrichtungen in einer Zeit isolieren, in der globale Vernetzung wichtiger ist denn je. Man fragt sich unwillkürlich: Hat irgendjemand in der Regierung Macron auch nur eine Sekunde über die praktischen Konsequenzen nachgedacht?

Der Bürger als Freiwild im digitalen Raum

Für den normalen Internetnutzer sind VPNs ein fundamentales Werkzeug zum Schutz der Privatsphäre – vergleichbar mit dem Abschließen des eigenen Briefkastens. Sie verhindern, dass Dritte Aktivitäten verfolgen, Standorte profilieren oder detaillierte Aufzeichnungen des Browserverlaufs erstellen. Wer sich in öffentlichen WLAN-Netzen – sei es im Café, am Flughafen oder im Hotel – ohne VPN bewegt, setzt sich erheblichen Sicherheitsrisiken aus.

Journalisten, Ärzte, Rechtsanwälte, Berater und Freiberufler, die regelmäßig zwischen verschiedenen Standorten wechseln, wären ohne VPN schlicht nicht mehr in der Lage, sicher auf vertrauliche Dateien und Portale zuzugreifen. Die Ironie könnte kaum größer sein: Eine Regierung, die vorgibt, ihre Bürger zu schützen, würde sie in Wahrheit schutzlos den Gefahren des digitalen Raums ausliefern.

Ein europäisches Warnsignal

Was in Frankreich geschieht, sollte auch in Deutschland die Alarmglocken schrillen lassen. Die Tendenz zur digitalen Überwachung und Kontrolle ist kein französisches Phänomen – sie ist ein gesamteuropäisches Problem. Auch auf EU-Ebene werden bereits Bestrebungen vorangetrieben, VPNs einzuschränken und die Online-Anonymität abzuschaffen. Die Einführung digitaler Identitäten, wie sie etwa Belgien bereits forciert, weist in dieselbe beunruhigende Richtung.

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um zu erkennen, wohin die Reise geht. Die schrittweise Aushöhlung digitaler Grundrechte folgt einem klaren Muster: Erst wird ein emotionales Argument vorgeschoben – Kinderschutz, Terrorbekämpfung, Desinformation –, dann werden die Maßnahmen auf die gesamte Bevölkerung ausgeweitet. Am Ende steht ein Überwachungsapparat, der jeden Klick, jede Nachricht und jede Online-Bewegung der Bürger erfasst.

Für all jene, die angesichts solcher Entwicklungen um die Sicherheit ihrer Vermögenswerte besorgt sind, sei daran erinnert: Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bieten nicht nur Schutz vor Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit, sondern auch ein Maß an Unabhängigkeit von digitalen Systemen, das in Zeiten zunehmender staatlicher Kontrolle wertvoller denn je erscheint. Wer sein Vermögen diversifizieren und gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend überwachten digitalen Welt absichern möchte, findet in physischen Edelmetallen eine bewährte Ergänzung für ein breit aufgestelltes Portfolio.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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