
Mercedes-Benz: Der einstige Stolz der deutschen Automobilindustrie taumelt am Abgrund

Was ist nur aus dem Stern geworden? Mercedes-Benz, einst das Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst und Symbol für Qualität, Prestige und technologische Überlegenheit, befindet sich in einer Abwärtsspirale, die selbst hartgesottene Branchenkenner erschaudern lässt. Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache: Mit nur 2,16 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen im Jahr 2025 verzeichnete der Stuttgarter Konzern sein schwächstes Absatzergebnis seit über einem Jahrzehnt.
Ein Absturz mit Ansage
Die Dimension des Niedergangs wird erst im direkten Vergleich mit der Konkurrenz deutlich. Während BMW seinen Absatz sogar leicht steigern konnte und Volkswagen nur marginale Einbußen hinnehmen musste, brach der Pkw-Absatz bei Mercedes um satte zehn Prozent ein. Das sind 182.600 Fahrzeuge weniger als im Vorjahr – eine Zahl, die in der Branche für Kopfschütteln sorgt.
Noch dramatischer präsentiert sich die Gewinnentwicklung. Im ersten Halbjahr 2025 schmolz das Konzernergebnis von 6,1 Milliarden Euro auf magere 2,7 Milliarden Euro zusammen. Ein Rückgang von fast 56 Prozent, der jeden Aktionär in Schnappatmung versetzen dürfte. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern halbierte sich ebenfalls nahezu. Und dabei handelt es sich keineswegs um einen einmaligen Ausrutscher: Bereits 2024 war das Konzernergebnis um über 30 Prozent eingebrochen.
Die Elektro-Illusion und ihre Folgen
Besonders bitter für die Stuttgarter: Die Elektromobilität, auf die man so vehement gesetzt hat, entpuppt sich als Fass ohne Boden. Die Verkaufszahlen bei E-Fahrzeugen stagnieren, während die Konkurrenz aus Fernost den deutschen Premiumhersteller regelrecht vorführt. Chinesische Marken wie BYD, Nio oder SAIC bieten vergleichbare Fahrzeuge zu einem Bruchteil des Preises an – teilweise zwei- bis dreimal günstiger als entsprechende Mercedes-Modelle.
Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort liegt in den desaströsen Standortbedingungen, die Deutschland seinen Unternehmen aufbürdet. Explodierende Energiekosten, überbordende Bürokratie, eine erdrückende Steuer- und Abgabenlast sowie die höchsten Industrielöhne weltweit treiben die Produktionskosten in schwindelerregende Höhen. All diese Kosten müssen letztlich an die Kunden weitergegeben werden – mit dem Ergebnis, dass deutsche Premiumfahrzeuge für immer mehr Käufer schlicht unerschwinglich werden.
China macht vor, wie es geht
In der Volksrepublik China hingegen profitieren Hersteller von staatlich gefördertem Rohstoffzugang, üppigen Subventionen und einer schlanken Bürokratie. Die Produktionskosten liegen um ein Vielfaches niedriger als hierzulande. Das Ergebnis dieser asymmetrischen Wettbewerbsbedingungen ist ein Preiskampf, den deutsche Hersteller strukturell nicht gewinnen können.
Technologischer Rückstand beim autonomen Fahren
Als wäre die Elektro-Misere nicht genug, offenbart sich bei Mercedes auch beim autonomen Fahren ein besorgniserregender Rückstand. Der Konzern hat die Entwicklung von Systemen für freihändiges Fahren vorerst zurückgefahren. Die überarbeitete S-Klasse, deren Vorstellung für Ende Januar geplant ist, wird ohne automatisiertes Fahren nach SAE-Level 3 auskommen müssen. Stattdessen beschränkt man sich auf herkömmliche Fahrerassistenzsysteme, bei denen die volle Verantwortung beim Fahrer verbleibt.
Die Begründung klingt wie ein Eingeständnis des Scheiterns: Hohe Produktionskosten stehen einer begrenzten Nachfrage gegenüber. Mit anderen Worten – man kann sich die Zukunftstechnologie schlicht nicht mehr leisten.
Flucht aus Deutschland: Produktion wandert ab
Die Konsequenzen der verfehlten deutschen Wirtschaftspolitik zeigen sich nun in aller Deutlichkeit. Mercedes-Benz hat beschlossen, den Fertigungsanteil in Ländern mit niedrigeren Lohnkosten von derzeit 15 auf 30 Prozent zu verdoppeln. Die A-Klasse, seit 1997 im badischen Rastatt gefertigt, wird künftig im ungarischen Kecskemét vom Band rollen.
Für die 6.000 Beschäftigten im Rastatter Werk gibt es zwar vorerst keine Entlassungen – andere Modelle wie der CLA, der GLA und der EQA sollen weiterhin dort produziert werden. Doch die Botschaft ist unmissverständlich: Deutschland verliert als Produktionsstandort rapide an Attraktivität. Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Know-how wandern ab, während die Politik tatenlos zusieht oder – schlimmer noch – mit immer neuen Regulierungen und Klimaauflagen die Abwanderung noch beschleunigt.
Die EU-Flottengrenzwerte als Sargnagel
Trotz der existenziellen Krise hält Mercedes am Elektrokurs fest – nicht aus Überzeugung, sondern aus Zwang. Die strengen EU-Flottengrenzwerte verpflichten den Konzern dazu, eine stetig wachsende Zahl an Elektrofahrzeugen abzusetzen. Wer die Vorgaben nicht erfüllt, dem drohen Strafzahlungen in Milliardenhöhe. Eine absurde Situation: Die Politik zwingt die Hersteller in eine Technologie, die der Markt nicht in ausreichendem Maße nachfragt, während gleichzeitig die Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige Produktion systematisch zerstört werden.
Die Einstellung des Elektro-SUVs EQB im vergangenen Oktober war nur ein Vorbote dessen, was noch kommen könnte. Die Nachfrage war schlicht zu gering, um die Produktion wirtschaftlich zu rechtfertigen.
Ein Weckruf für die deutsche Wirtschaftspolitik
Der Niedergang von Mercedes-Benz ist mehr als nur das Schicksal eines einzelnen Unternehmens. Er ist ein Symptom für das systematische Versagen der deutschen Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre. Während andere Länder ihre Industrie stärken und Standortvorteile schaffen, hat Deutschland seine Unternehmen mit Energiekosten, Bürokratie und ideologiegetriebenen Regulierungen in die Knie gezwungen.
Die Frage, ob Mercedes in Zukunft wieder mit seinen Autos überzeugen kann, ist letztlich eine Frage an die Politik: Ist man bereit, die Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen deutsche Unternehmen wieder wettbewerbsfähig werden können? Oder wird man weiter zusehen, wie ein Traditionsunternehmen nach dem anderen ins Ausland abwandert oder ganz vom Markt verschwindet?
Der Stern auf dem Holzweg – dieser Befund ist keine Übertreibung, sondern eine nüchterne Bestandsaufnahme. Und er sollte als Warnung verstanden werden: Was heute Mercedes widerfährt, kann morgen jeden anderen deutschen Industriekonzern treffen.
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