
Merz beschimpft Russland als „barbarisch" – und ignoriert das Chaos im eigenen Land
Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit einer verbalen Breitseite gegen Russland für erhebliche Aufregung gesorgt. In einem Interview mit der Zeitung Rheinpfalz bezeichnete er Russland als ein Land „in einem Zustand der tiefsten Barbarei" und schloss jegliche baldige Verhandlungslösung im Ukraine-Konflikt praktisch aus. Worte, die man eher von einem Feldherrn als von einem Bundeskanzler erwarten würde – und die bei vielen Bürgern blankes Entsetzen auslösen dürften.
Diplomatie? Fehlanzeige!
Merz ließ keinen Zweifel daran, dass er an eine friedliche Beilegung des Konflikts durch Verhandlungen nicht glaube. Der Krieg werde seiner Einschätzung nach erst enden, „wenn eine der beiden Seiten erschöpft ist, entweder militärisch oder ökonomisch". Eine bemerkenswerte Aussage für den Regierungschef eines Landes, dessen Grundgesetz den Frieden als oberstes Gebot verankert hat. Statt diplomatische Kanäle zu öffnen, statt auf Dialog zu setzen, statt die Tradition eines Willy Brandt oder Helmut Kohl fortzuführen, die selbst in den dunkelsten Stunden des Kalten Krieges den Gesprächsfaden nie abreißen ließen, wählt Merz die Sprache der Eskalation.
Über den russischen Präsidenten Wladimir Putin sagte der Kanzler, Vernunft und humanitäre Argumente würden diesen nicht überzeugen. Das sei „die bittere Wahrheit". Ziel der europäischen Bemühungen müsse es deshalb sein, dass Russland den Krieg weder militärisch weiterführen noch ökonomisch finanzieren könne. Man fragt sich unwillkürlich: Hat der Kanzler die Ergebnisse der bisherigen Sanktionspolitik überhaupt zur Kenntnis genommen? Die russische Wirtschaft hat sich als weitaus widerstandsfähiger erwiesen, als es westliche Prognosen vorhergesagt hatten, während Europa selbst unter den Folgen der eigenen Sanktionen ächzt.
Die „russische Machtclique" – und was ist mit der europäischen?
Besonders aufschlussreich war Merz' Analyse der innenpolitischen Lage Russlands. Die „russische Machtclique" könne auf absehbare Zeit gar nicht ohne Krieg auskommen, so der Kanzler. Sie müsse die Kriegsmaschinerie am Laufen halten, weil sie keinen Plan habe, was sie mit den Hunderttausenden traumatisierten Soldaten anfangen solle. Eine Einschätzung, die man durchaus auch auf die europäische Führungselite spiegeln könnte: Braucht nicht auch Brüssel den permanenten Krisenmodus, um vom eigenen politischen und ökonomischen Versagen abzulenken? Die Aufrüstungsprogramme, die Milliardentransfers, das geplante 500-Milliarden-Sondervermögen – all das erinnert fatal an eine politische Klasse, die den Ausnahmezustand zum Normalzustand erklärt hat.
Wer zahlt die Zeche?
Es ist der deutsche Steuerzahler, der am Ende die Rechnung begleichen wird. Während Merz mit markigen Worten gegen Moskau wettert, türmt seine Regierung Schulden auf, die Generationen belasten werden. Das versprochene Ende der Neuverschuldung? Längst vergessen. Stattdessen werden Milliarden in Rüstung und Auslandshilfe gepumpt, während die Infrastruktur im eigenen Land verfällt, die Energiepreise Unternehmen in die Knie zwingen und der Mittelstand um seine Existenz kämpft.
Barbarei vor der eigenen Haustür
Was viele Bürger besonders erzürnt: Während der Kanzler mit dem Finger auf Russland zeigt, scheint er die dramatischen Zustände im eigenen Land geflissentlich zu übersehen. Die Kriminalitätsstatistiken sprechen eine erschreckende Sprache – allein im Jahr 2024 wurden über 29.000 Messerattacken registriert, mehr als 13.000 angezeigte Vergewaltigungen, über 43.000 Raubdelikte und insgesamt 5,84 Millionen Straftaten. Das ist die Barbarei, die sich täglich auf deutschen Straßen abspielt. Doch darüber verliert der Bundeskanzler kein Wort. Es ist nicht nur die Meinung unserer Redaktion, sondern die eines Großteils der deutschen Bevölkerung, dass diese explodierende Kriminalität eine direkte Folge jahrelanger politischer Fehlentscheidungen ist – einer unkontrollierten Migrationspolitik, einer überforderten Justiz und einer Politik, die lieber Haltung zeigt als Probleme löst.
Statt sich um die Sicherheit der eigenen Bürger zu kümmern, statt die marode Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen, statt die Energieversorgung zu sichern, spielt Friedrich Merz den großen Geostrategen auf der Weltbühne. Ein Kanzler, der Russland als barbarisch bezeichnet, aber die barbarischen Zustände in den eigenen Innenstädten ignoriert – das ist eine Chuzpe, die ihresgleichen sucht.
Historische Verantwortung vergessen?
Gerade Deutschland sollte mit dem Begriff „Barbarei" äußerst behutsam umgehen. Die deutsche Geschichte mahnt zur Demut, nicht zur Großspurigkeit. Frühere Kanzler – von Brandt über Schmidt bis Kohl – wussten um die besondere Verantwortung Deutschlands gegenüber Russland und setzten stets auf Dialog, selbst unter schwierigsten Bedingungen. Merz hingegen scheint diese Tradition bewusst zu brechen. Ob aus Überzeugung oder aus Kalkül, sei dahingestellt. Das Ergebnis bleibt dasselbe: Deutschland isoliert sich zunehmend von jeder Möglichkeit, als ehrlicher Vermittler aufzutreten.
In Zeiten geopolitischer Unsicherheit, eskalierender Konflikte im Nahen Osten und einer zunehmend fragilen Weltwirtschaft wäre es die Pflicht eines deutschen Bundeskanzlers, Brücken zu bauen statt Gräben zu vertiefen. Doch Merz wählt den Weg der Konfrontation – und das deutsche Volk darf die Konsequenzen tragen. Man kann nur hoffen, dass die Vernunft irgendwann zurückkehrt. Bis dahin bleibt dem besorgten Bürger wenig anderes übrig, als sein Vermögen gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Welt abzusichern – etwa durch physische Edelmetalle wie Gold und Silber, die seit Jahrtausenden als verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten dienen und keinem politischen Kalkül unterliegen.
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