Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
13.03.2026
10:43 Uhr

Merz kritisiert Washingtons Öl-Deal mit Moskau – doch wie glaubwürdig ist Berlins Empörung?

Merz kritisiert Washingtons Öl-Deal mit Moskau – doch wie glaubwürdig ist Berlins Empörung?

Es sind bemerkenswerte Worte, die Bundeskanzler Friedrich Merz bei seinem Besuch im norwegischen Andøya wählte. Die Entscheidung der US-Regierung unter Präsident Donald Trump, die Ölsanktionen gegen Russland vorübergehend zu lockern, sei schlicht „falsch". Punkt. Keine diplomatischen Floskeln, kein Herumeiern – eine klare Ansage aus Berlin in Richtung Washington. Doch hinter der demonstrativen Empörung verbirgt sich ein geopolitisches Minenfeld, das weit komplexer ist, als es auf den ersten Blick erscheint.

Washingtons Kalkül: Billiges Öl gegen innenpolitischen Druck

Das US-Finanzministerium erteilte am Donnerstag eine Lizenz, die den Kauf von russischem Rohöl und Erdölprodukten erlaubt – allerdings nur für Ware, die bereits vor dem 12. März auf Schiffe verladen wurde. Die Frist läuft bis zum 11. April, also gerade einmal 30 Tage. Was auf den ersten Blick wie eine marginale Maßnahme wirkt, hat es in sich: Nach Angaben des Kremlgesandten Kirill Dmitrijew befinden sich rund 100 Millionen Barrel russisches Öl im Transit. Das ist keine Kleinigkeit.

Der Hintergrund dieser Entscheidung ist so durchsichtig wie ein frisch geputztes Fenster. Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten – insbesondere der Iran-Konflikt – haben die Ölpreise in die Höhe getrieben. An amerikanischen Tankstellen macht sich das unmittelbar bemerkbar, und der innenpolitische Druck auf die Trump-Administration wächst. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche brachte es auf den Punkt, als sie konstatierte, der innenpolitische Druck in den Vereinigten Staaten sei „sehr, sehr groß".

Moskau triumphiert – und hat allen Grund dazu

Wenig überraschend reagierte der Kreml mit kaum verhohlener Genugtuung. Die USA würden „faktisch das Offensichtliche" anerkennen: Ohne russisches Öl könne der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben, so Dmitrijew auf Telegram. Man mag diese Aussage als Propaganda abtun – doch sie enthält einen unbequemen Kern Wahrheit. Die westliche Sanktionspolitik gegen Russland war von Anfang an ein zweischneidiges Schwert. Während man Moskaus Kriegskasse treffen wollte, hat man gleichzeitig die eigenen Volkswirtschaften unter Druck gesetzt.

Reiche äußerte sich besorgt darüber, dass man „Putins Kriegskassen nicht noch weiter füllen" dürfe. Eine berechtigte Sorge – keine Frage. Doch man darf sich schon die Frage stellen, ob die europäische Sanktionspolitik der vergangenen Jahre tatsächlich so wirkungsvoll war, wie man es der eigenen Bevölkerung weismachen wollte. Die Energiepreise in Deutschland sind nach wie vor auf einem Niveau, das ganze Industriezweige in die Knie zwingt, während Russland seine Rohstoffe längst über alternative Kanäle – vornehmlich nach China und Indien – verkauft.

Berlins Glaubwürdigkeitsproblem

Merz sagte, er würde gerne die Motive der US-Regierung für diese Entscheidung kennen. Eine rhetorisch geschickte Formulierung, die suggeriert, man verstehe die Amerikaner nicht. Dabei liegt das Motiv auf der Hand: Es geht um den Ölpreis, um Inflation, um Wählerstimmen. Genau jene Mechanismen also, die auch in Deutschland seit Jahren die Politik bestimmen – nur dass man hierzulande lieber moralische Überlegenheit demonstriert, anstatt pragmatische Lösungen zu finden.

Die eigentliche Frage, die sich der deutsche Bürger stellen sollte, ist eine andere: Wie lange kann sich Europa eine Sanktionspolitik leisten, die den eigenen Wohlstand erodiert, während die USA bei Bedarf einfach die Regeln ändern? Die transatlantische Partnerschaft, die Merz so gerne beschwört, zeigt einmal mehr ihre Sollbruchstellen. Washington handelt nach amerikanischen Interessen – und Berlin? Berlin empört sich. Das ist zwar verständlich, aber als Strategie reichlich dünn.

Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

In einem geopolitischen Umfeld, das von eskalierenden Konflikten, schwankenden Ölpreisen und einer zunehmend unberechenbaren US-Außenpolitik geprägt ist, erweist sich einmal mehr die zeitlose Weisheit einer Absicherung durch physische Edelmetalle als richtig. Gold und Silber kennen keine Sanktionen, keine politischen Launen und keine Lizenzfristen. Sie sind und bleiben der ultimative Wertspeicher in einer Welt, in der geopolitische Allianzen offenbar nur so lange halten, bis der Benzinpreis steigt.

Wissenswertes zum Thema

Magazin
19.03.2025
13 Min.

Wer ist: Bodo Schäfer

Bodo Schäfer hat vielen Menschen zur finanziellen Freiheit verholfen. Seine Botschaften sind in kleinen Geschichten verpackt, die er sehr praxisnah und verständlich präsentiert. Seine Bücher wurden v…
Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen