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18.03.2026
14:55 Uhr

Merz spielt den Mahner: Kanzler kritisiert US-Angriff auf den Iran – doch wer hört noch zu?

Merz spielt den Mahner: Kanzler kritisiert US-Angriff auf den Iran – doch wer hört noch zu?

Es ist ein bemerkenswertes Schauspiel, das sich am Mittwoch im Deutschen Bundestag abspielte. Bundeskanzler Friedrich Merz erhob sich zu seiner Regierungserklärung und tat das, was er am besten kann: reden. Diesmal richteten sich seine wohlformulierten Worte gegen den mächtigsten Mann der Welt. „Wir hätten abgeraten, diesen Weg so zu gehen", erklärte Merz mit Blick auf den von US-Präsident Donald Trump angeordneten Militärschlag gegen den Iran. Ein Satz, der in seiner ganzen Tragweite offenbart, wie weit Deutschland auf der weltpolitischen Bühne inzwischen an den Rand gedrängt worden ist.

Washington fragt nicht mehr in Berlin nach

Besonders entlarvend war dabei ein Nebensatz des Kanzlers, der mehr verriet als jede diplomatische Note: „Washington hat uns nicht zu Rate gezogen." Man muss sich diese Worte auf der Zunge zergehen lassen. Der Regierungschef der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt beklagt öffentlich, dass man ihn schlicht nicht gefragt habe. Dass die Vereinigten Staaten es offenbar nicht einmal mehr für nötig halten, ihren einstmals engsten europäischen Verbündeten in eine derart weitreichende militärische Entscheidung einzubeziehen, spricht Bände über den dramatischen Bedeutungsverlust Deutschlands in der internationalen Diplomatie.

Und wer kann es Washington verdenken? Ein Land, das seine Bundeswehr über Jahrzehnte kaputtgespart hat, das seine Energieversorgung mutwillig an russische Pipelines kettete und sich dann wunderte, als der Hahn zugedreht wurde – ein solches Land wird eben nicht mehr als ernstzunehmender strategischer Partner wahrgenommen. Die Quittung für Merkels Erbe und die desaströse Ampel-Politik kommt nun mit voller Wucht.

Der Widerspruch des Friedrich Merz

Dabei offenbart die Haltung des Kanzlers einen geradezu grotesken Widerspruch. Derselbe Friedrich Merz, der beim Thema Ukraine seit Jahren eine der härtesten Positionen im gesamten westlichen Bündnis vertritt und Milliarden an Steuergeldern in den osteuropäischen Konflikt pumpt, gibt sich beim Iran plötzlich als besonnener Friedenspolitiker. Bereits Tage vor seiner Regierungserklärung hatte Merz eine deutsche Beteiligung an einem möglichen Militäreinsatz in der Straße von Hormus kategorisch abgelehnt – jener für den internationalen Ölexport lebenswichtigen Meerenge, deren Sicherung Trump von den NATO-Verbündeten gefordert hatte.

Die Reaktion aus Washington ließ nicht lange auf sich warten. US-Senator Lindsey Graham soll berichtet haben, dass Trump auf die Absage aus Berlin wütend reagiert habe. Man darf davon ausgehen, dass diese Verstimmung Konsequenzen haben wird – möglicherweise in Form verschärfter Handelszölle oder weiterer diplomatischer Kälte gegenüber Berlin.

Große Worte, wenig dahinter

In seiner Regierungserklärung schwang sich Merz dann zu jenen pathetischen Formulierungen auf, die man von ihm mittlerweile gewohnt ist. „Wir wollen uns nicht mehr unter Wert verkaufen", verkündete er und betonte die Notwendigkeit, dass Europa seine Verteidigung „entschlossen und zielstrebig selbst in die Hand" nehmen müsse. Europa verfüge über ein enormes „Machtpotenzial". Schöne Worte, gewiss. Doch zwischen Sonntagsreden und tatsächlicher militärischer Handlungsfähigkeit klafft in Deutschland ein Abgrund, der sich mit Rhetorik allein nicht überbrücken lässt.

Immerhin identifizierte Merz einen der Kernprobleme Europas korrekt: die ausufernde Bürokratie. Er erwarte von der EU-Kommission, dass sie mit derselben Rigorosität, mit der in der Vergangenheit neue Regeln erlassen worden seien, nun bestehende Gesetze und Gesetzesvorschläge auf den Prüfstand stelle. Eine Forderung, die so alt ist wie die EU selbst – und die bislang stets im Brüsseler Regulierungsdickicht versandete.

Die geopolitischen Folgen für Deutschland und Europa

Die Eskalation im Nahen Osten trifft Europa – und insbesondere Deutschland – an einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Energiepreise, die sich nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gerade erst stabilisiert hatten, drohen durch die Kampfhandlungen am Persischen Golf erneut in die Höhe zu schießen. Die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports fließt, ist zum Brennpunkt eines Konflikts geworden, dessen Ausgang niemand vorhersagen kann.

Für den deutschen Bürger bedeutet dies konkret: höhere Spritpreise, steigende Heizkosten und eine weitere Belastung der ohnehin angeschlagenen Wirtschaft. Und das in einer Situation, in der die neue Große Koalition gerade erst ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen beschlossen hat, das künftige Generationen mit Schulden belastet, die sie nie autorisiert haben. Die Inflation, die man eigentlich in den Griff bekommen wollte, dürfte durch die geopolitischen Verwerfungen weiter angeheizt werden.

Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Vermögenssicherung unverzichtbar sind. Während Papierwährungen durch Inflation und Schuldenorgien entwertet werden, während geopolitische Krisen die Märkte erschüttern und Lieferketten zusammenbrechen, bewährt sich Gold seit Jahrtausenden als verlässlicher Wertspeicher. Wer sein Vermögen nicht den Launen einer zunehmend unberechenbaren Weltpolitik ausliefern möchte, tut gut daran, physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit diversifizierten Portfolios zu betrachten.

Friedrich Merz mag davon „abgeraten" haben. Doch die bittere Wahrheit ist: Niemand hat ihn gefragt. Und das sagt mehr über den Zustand Deutschlands aus als jede Regierungserklärung es je könnte.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Die in diesem Beitrag geäußerten Einschätzungen spiegeln ausschließlich die Meinung der Redaktion wider und ersetzen keine professionelle Finanzberatung. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.

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