
Mexiko und Trump: Diplomatischer Schulterschluss im Kampf gegen Drogenkartelle?

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum verkündete am 12. Januar ein überraschend positives Gesprächsergebnis mit US-Präsident Donald Trump. Die Unterredung habe sich um Sicherheitsfragen, Drogenhandel sowie Handels- und Investitionsthemen gedreht – und das alles unter dem Banner gegenseitigen Respekts. Doch wie viel Substanz steckt hinter dieser diplomatischen Charmeoffensive?
Trumps harte Gangart zeigt Wirkung
Die Gespräche zwischen den beiden Staatsoberhäuptern finden vor dem Hintergrund eines massiv erhöhten Drucks der Trump-Administration auf lateinamerikanische Staaten statt. Nach der spektakulären Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte Anfang Januar hatte Trump unmissverständlich klargemacht, dass Mexiko endlich "seine Hausaufgaben machen" müsse, wenn es um die Bekämpfung der mächtigen Drogenkartelle geht.
Am 8. Januar ging Trump noch einen Schritt weiter und brachte mögliche Militärschläge gegen Kartellziele auf mexikanischem Boden ins Spiel. Eine Drohkulisse, die in Mexiko-Stadt naturgemäß auf wenig Begeisterung stößt.
Sheinbaum verteidigt Souveränität – vorerst
Die mexikanische Präsidentin bleibt bei ihrer ablehnenden Haltung gegenüber einem Einsatz amerikanischer Streitkräfte auf mexikanischem Territorium. Bei einer Pressekonferenz schilderte sie den Gesprächsverlauf mit Trump als durchaus verständnisvoll. Der US-Präsident habe nicht insistiert, als sie erneut betonte, dass ein solcher Einsatz "nicht zur Debatte steht".
"Wir arbeiten weiterhin im Rahmen unserer jeweiligen Souveränitäten zusammen"
So die diplomatische Formulierung Sheinbaums. Doch wie lange kann Mexiko diesem Druck standhalten?
Parallele Gespräche auf Ministerebene
Zeitgleich führte US-Außenminister Marco Rubio ein separates Telefonat mit seinem mexikanischen Amtskollegen Juan Ramón de la Fuente. Dabei wurde laut Sprecher Tommy Pigott die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit bei der Zerschlagung der "gewalttätigen narkoterroristischen Netzwerke" Mexikos betont. Rubio forderte "greifbare Ergebnisse" zum Schutz der amerikanischen Heimat.
Trumps Lateinamerika-Offensive
Die verschärfte Gangart gegenüber Mexiko ist Teil einer umfassenderen Strategie der Trump-Administration in der Region. Auch Kolumbien und Kuba stehen unter erheblichem Druck. Mit dem kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro lieferte sich Trump zunächst einen öffentlichen Schlagabtausch, bevor ein produktives Telefonat einen möglichen Besuch im Weißen Haus in Aussicht stellte.
Gegenüber Kuba verschärfte Trump den Ton drastisch und verkündete, die Insel von venezolanischen Öllieferungen abgeschnitten zu haben. "Es wird kein Öl und kein Geld mehr nach Kuba fließen – null!", schrieb er in Großbuchstaben auf Truth Social.
Die Botschaft ist unmissverständlich: Die Trump-Administration ist bereit, ihre Interessen in der westlichen Hemisphäre mit allen verfügbaren Mitteln durchzusetzen. Ob Mexiko seinen Balanceakt zwischen Kooperation und Souveränitätswahrung langfristig aufrechterhalten kann, bleibt abzuwarten.
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