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Kettner Edelmetalle
04.02.2026
06:45 Uhr

Milliarden für Dänemark: Deutschland finanziert Wasserstoff-Träume im Ausland, während heimische Projekte kollabieren

Milliarden für Dänemark: Deutschland finanziert Wasserstoff-Träume im Ausland, während heimische Projekte kollabieren

Es klingt wie ein schlechter Witz, ist aber bittere Realität: Die Bundesregierung pumpt 1,3 Milliarden Euro Steuergelder in eine Wasserstoff-Pipeline aus Dänemark, während im eigenen Land ein Vorzeigeprojekt nach dem anderen krachend scheitert. Die Frage, die sich der steuerzahlende Bürger stellen muss, liegt auf der Hand: Wer profitiert eigentlich von dieser Politik – und wer zahlt am Ende die Zeche?

Eine Pipeline ohne Abnehmer – das Muster der Fehlplanung

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, doch die Politik scheint taub zu sein. Eine bereits fertiggestellte 400 Kilometer lange Wasserstoffleitung steht betriebsbereit – und niemand will sie nutzen. Kein einziger Abnehmer hat bisher Kapazitäten gebucht. Man baut also Infrastruktur für einen Markt, der schlicht nicht existiert. Die Kosten dieser grandiosen Fehlplanung werden selbstverständlich nicht von den Verantwortlichen getragen, sondern wandern elegant in Entgelte und Umlagen – direkt auf die Rechnung der Verbraucher und der ohnehin gebeutelten deutschen Industrie.

Und genau in dieses Vakuum hinein beschließt die Bundesregierung, weitere Milliarden für den Import von grünem Wasserstoff aus Dänemark bereitzustellen. Ab 2030 soll eine neue Pipeline von Esbjerg bis zur deutschen Grenze in Ellund liefern. Dänemark plant zunächst 0,5 Gigawatt Elektrolyseleistung, später soll mehr folgen. Das Bundeswirtschaftsministerium rechtfertigt die Subventionen mit EU-Regeln für grenzüberschreitende Infrastruktur. Die dänische Regierung spricht erwartungsgemäß von einem „Meilenstein". Für wen genau dieser Meilenstein gesetzt wird, bleibt allerdings nebulös.

Das Saarland als Menetekel: Großprojekte scheitern trotz Fördermilliarden

Während Berlin Milliarden ins Ausland schaufelt, offenbart sich im Inland das ganze Ausmaß des Desasters. Im Saarland wurden gleich mehrere ambitionierte Wasserstoff-Vorhaben trotz üppiger Subventionen eingefroren – schlicht weil sie wirtschaftlich nicht tragfähig sind. Ein zentrales Projekt in Saarlouis sollte einen Elektrolyseur mit 200 bis 400 Megawatt Leistung errichten. Als Abnehmer war die traditionsreiche Dillinger Hütte vorgesehen. Nun ist dieses Fundament weggebrochen, Lieferketten müssen neu gedacht, Investitionsrechnungen komplett überarbeitet werden.

Diese Absagen wirken stärker als jedes noch so ambitionierte Strategiepapier aus den Ministerien. Sie spiegeln die harte Realität unternehmerischer Entscheidungen wider. Ohne stabile Strompreise, kalkulierbare Netzkosten und verlässliche Abnahmeverträge ziehen Investoren konsequent die Reißleine. Deutschland verliert kostbare Zeit – ausgerechnet jenen Faktor, der angeblich so knapp ist. Die Kluft zwischen dem politischen Wunschdenken und der wirtschaftlichen Wirklichkeit wird mit jedem gescheiterten Projekt tiefer.

Schleswig-Holstein schlägt Alarm – Berlin winkt ab

Im Norden der Republik wächst derweil der Unmut. Der Landesverband Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein warnt eindringlich davor, dass die massive Importförderung heimische Elektrolyse-Vorhaben verdrängen könnte. Standorte wie Brunsbüttel oder Neumünster werden seit Jahren diskutiert, doch die regionalen Projekte sehen deutlich kleinere Fördertöpfe als die dänische Konkurrenz.

„Die Bundesregierung wäre gut beraten, mindestens im gleichen Umfang mit deutlich mehr Ehrgeiz auch die heimische Produktion von grünem Wasserstoff anzureizen."

So formuliert Staatssekretär Joschka Knuth die Kritik unmissverständlich. Doch der Bund wiegelt ab und behauptet lapidar: „Eine Marktverzerrung sehen wir nicht." Man fragt sich unwillkürlich, welche Brille man in Berlin tragen muss, um diese offensichtliche Schieflage nicht zu erkennen.

Die zentrale Frage bleibt unbeantwortet

Am Ende entscheidet nicht die Existenz einer Pipeline über Erfolg oder Misserfolg, sondern die simple Frage: Wer kauft den Wasserstoff zu Preisen, die sich rechnen? Wenn Deutschland Leitungen baut, aber niemand bucht, entsteht ein gewaltiger Kostensockel ohne jeden Nutzen. Wenn Elektrolyse-Projekte wie im Saarland reihenweise kippen, fehlt die heimische Produktionsbasis. Und wenn Dänemark günstiger liefern kann, geraten deutsche Hersteller zusätzlich unter massiven Wettbewerbsdruck.

Die 1,3 Milliarden Euro Förderung stehen damit im dringenden Verdacht, ein weiteres Kapitel deutscher Energiepolitik-Fehlsteuerung zu werden. Der Staat schafft Anreize, aber er schafft keinen funktionierenden Markt. Solange Abnahme, Netzkosten und Strompreise nicht zusammenpassen, bleibt grüner Wasserstoff ein teures Luftschloss. Die Milliardensubvention mag politisch imposant wirken – ökonomisch steht sie auf tönernen Füßen.

Ein Muster, das sich wiederholt

Es ist ein altbekanntes Spiel: Große Ankündigungen, üppige Fördertöpfe, internationale Abkommen – und am Ende bleibt der deutsche Steuerzahler auf den Kosten sitzen, während die versprochene Wertschöpfung im Ausland stattfindet. Die Energiewende, einst als deutsches Erfolgsmodell gepriesen, entpuppt sich zunehmend als Fass ohne Boden. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass die Verantwortlichen in Berlin weniger auf ideologische Wunschvorstellungen und mehr auf wirtschaftliche Realitäten setzen. Doch diese Hoffnung dürfte angesichts der bisherigen Bilanz wohl vergebens sein.

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